Weihnachtliche Brandgefahr unterschätzt


BAYREUTH. Über Weihnachten waren Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei wiederum wegen fahrlässigen Verhaltens mit Elektrogeräten oder offenem Feuer gefordert.


Am Vormittag des Heiligen Abend lies ein 70-Jähriger in seiner Wohnung in der Innenstand einen Pfannenwender aus Plastik auf der eingeschalteten Herdplatte liegen.

Die Rauchentwicklung beim Verschmoren des Teiles war so groß, dass der Mann mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung vorsorglich durch den Rettungsdienst ins Klinikum gebracht wurde.

Die Feuerwehr musste die Wohnung lüften. Zu einem Brand war es nicht gekommen.



Etwa 12 Stunden später schlug ein Rauchmelder in der Wohnung eines 35-jährigen Mannes im Stadtteil Burg an. Die angerückte Feuerwehr musste die Wohnungstüre gewaltsam

öffnen, nachdem auf Klingeln und Klopfen nicht geöffnet wurde. Beim der Erkundung der völlig verqualmten Wohnung wurde der Mann in seinem Bett aufgefunden. Er war deutlich

alkoholisiert und lehnte jegliche Hilfe ab. Auf dem eingeschalteten Herd lagen verschmorte Plastikschneidbretter. Nachdem die Feuerwehr die Wohnung mit einem Lüfter rauchfrei

gemacht hatte, konnte der Mann in seiner Wohnung bleiben.

 

Am Nachmittag des ersten Weihnachtsfeiertages rückten die Rettungskräfte zu einer Wohnung im Bereich Hussengut aus. Dort hatte ein 59-Jähriger vergessen die Kerzen des

Adventskranzes abzulöschen. Der Tisch, auf dem der Adventskranz stand, war bereits beschädigt.



Insgesamt ist jeweils nur geringer Sachschaden entstanden. Durch das schnelle Eingreifen der Rettungskräfte konnte weitaus Schlimmeres verhindert werden.

Gegen alle drei Männer wurden Bußgeldverfahren wegen Verstoßes gegen die Verordnung zur Verhütung von Bränden eingeleitet. Diese besagt zum Beispiel, dass

Bügeleisen, Kocher, Heizdecken oder Elektroherde während des Betriebs ausreichend zu beaufsichtigen sind und damit keine in der Nähe befindlichen Gegenstände entzündet werden dürfen.



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