Teils mit Sommerreifen: Unfälle und Verletzte auf winterlichen Straßen


Alle Jahre wieder: Nicht angepasste Geschwindigkeit auf schneeglatten Straßen. Hier eine Zusammenfassung der letzten 24 Stunden.


Unfallursache: Sommerreifen!?

LICHTENFELS – SCHNEY. Rund 2.300 Euro Sachschaden entstanden bei einem Verkehrsunfall, der sich am Mittwochabend am Hinteren Rutschberg ereignete. Ein 62-Jähriger fuhr mit seinem Audi den Hinteren Rutschberg hinunter und kam auf der schneeglatten Fahrbahn aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit ins Rutschen, touchierte hierbei ein Verkehrszeichen und kam in einem Gartenzaun zum Stehen. Während der Unfallaufnahme stellten die Polizeibeamten fest, dass auf dem Audi noch Sommerreifen montiert waren. Der 62-Jährige aus dem Landkreis Coburg erhält eine Verkehrsordnungswidrigkeitenanzeige mit einem Bußgeld in Höhe von mindestens 130 Euro zzgl. Gebühren und Auslagen.



PKW rutscht gegen Hauswand

Naila. Aufgrund winterlicher Straßenverhältnisse kam ein 23jähriger Audi-Fahrer aus Issigau in einer abschüssigen Kurve in der Berger Straße trotz langsamer Fahrt ins Rutschen und schlitterte gegen eine Hauswand. Am PKW entstand ein Sachschaden von ca. 5.000,– Euro. Ob und in welcher Höhe ein Schaden an der Hauswand entstanden ist, wird derzeit noch geklärt.

Gegenverkehr ausgewichen

Schwarzenbach a. d. Saale. Am Mittwochabend war ein 27-Jähriger mit seiner Familie auf der Ortsverbindungsstraße Baumersreuth – Förbau auf dem Nachhauseweg. Kurz vor der Abzweigung Richtung Förmitztalsperre kam ihm ein weißer Kastenwagen entgegen, der weit links fuhr.  Weil er diesem Fahrzeug ausweichen wollte, fuhr er äußerst rechts ins Bankett. Beim Wiederausfahren geriet sein Toyota auf schneeglatter Fahrbahn ins Schleudern, kam nach links von der Fahrbahn ab und stieß mit der Beifahrerseite gegen einen Wegweiser. Anschließend rutschte er eine Böschung hinunter. Die drei Insassen blieben unverletzt. Der Pkw war nicht mehr fahrbereit und musste von einem Abschleppdienst geborgen werden. Es entstand ein Gesamtsachschaden in Höhe von 2.500 Euro. Der Unfallverursacher fuhr weiter. Bei dem Fahrzeug könnte es sich eventuell um einen VW Caddy gehandelt haben. Hinweise nimmt die Polizei Rehau unter Tel..09283/860-0 entgegen.

Nach Unfall verletzt

LAUF. Am Mittwoch, 08.12.2021, gegen 08:45 Uhr fuhr eine 24Jährige mit einem Seat, auf der Staatsstraße 2240 von Lauf in Richtung Diepersdorf. Am Kreisverkehr Himmelgarten rutschte sie beim Bremsen mit dem Pkw, auf Grund  der Schneeglätte gegen ein vor ihr fahrendes Gespann. Bei dem Unfall lösten die Airbags aus. Die 24Jährige wurde leicht verletzt ins Krankenhaus Lauf verbracht. Durch den Aufprall wurde der Anhänger in das Zugfahrzeug, einen Renault Transporter gedrückt. Es entstanden Sachschäden in Höhe von ca. 2500 Euro. Der Seat war nicht mehr
fahrbereit und musste abgeschleppt werden.



Auf schneeglatter Fahrbahn die Kontrolle verloren

A9/Trockau. Am Mittwochnachmittag verlor ein 54-jähriger Pkw-Fahrer aus Nürnberg auf schneeglatter Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug und verursachte einen Verkehrsunfall mit vier Beteiligten. Der Fahrer war gegen 14:30 Uhr mit seinem Jaguar auf der A9 in Richtung Berlin unterwegs und kam etwa zwei Kilometer vor der Ausfahrt Trockau auf schneebedeckter Fahrbahn ins Schleudern. Der Pkw stieß mit der linken Fahrzeugseite gegen das linke Heck eines Sattelaufliegers mit dänischer Zulassung. Ein nachfolgender Kleintransporter musste, um einen Zusammenstoß mit dem Jaguar zu vermeiden, vom mittleren auf den linken Fahrstreifen ausweichen. Hierbei kam es zu einer seitlichen Kollision  mit einem weiteren Fahrzeug. Alle Beteiligten kamen auf dem Standstreifen zum Stillstand. Die Autobahn war Richtung Berlin für ca. drei Stunden nur auf einem Fahrstreifen befahrbar. Der Fahrer des Jaguars erlitt durch den Unfall eine Kopfplatzwunde und eine Gehirnerschütterung. Es entstand ein Sachschaden von insgesamt ca. 40000€.

Mehrere Unfälle auf den Autobahnen

A9 / A93 – Auf schneebedeckten Straßen zu schnell unterwegs. Die nicht angepasste Geschwindigkeit an winterliche Straßenverhältnisse führte am gestrigen Mittwoch zu vier Glätteunfällen auf den hochfränkischen Autobahnen. Den Anfang machten um ca. 19.00 Uhr nahezu zeitglich zwei Autofahrer auf der A9 und der A93. Ein 21-jähriger Mann aus Gera, der zudem noch mit Sommerreifen unterwegs war, geriet mit seinem Pkw im Areal der Rastanlage Frankenwald ins Rutschen und fuhr gegen einen geparkten Sattelzug. Es entstand ein Sachschaden von ca. 10.000 Euro. Zeitgleich verlor ein 26-jähriger Autofahrer aus Hof auf der A93 bei Schönwald die Kontrolle über sein Auto. Der Mann wollte gerade ein weiteres Fahrzeug überholen, als sein Wagen ins Schlingern geriet. Der Hofer konnte sein Auto nicht mehr kontrollieren und krachte in die rechte Schutzplanke. Der Mann verletzte sich bei dem Anstoß leicht und musste ins Krankenhaus Hof verbracht werden. Durch seine nicht angepasste Geschwindigkeit verursachte er einen Sachschaden von ca. 20.000 Euro. Weiter ging es auf der A9 bei Gefrees. Gegen 20.50 Uhr geriet ein Autofahrer aus dem Bereich Crailsheim ins Schleudern und krachte in die mittige Betonleitwand. Nach dem Anstoß schlidderte das Auto über die komplette Autobahn und stieß gegen die rechte Schutzplanke. Entgegen der Fahrtrichtung kam das Fahrzeug letztendlich auf dem Seitenstreifen zum Stehen. Wie durch ein Wunder wurde der Unfallverursacher nicht verletzt. An Auto und Schutzplanken entstand ein Schaden von ca. 20.000 Euro. Den Abschluss machte gegen 22.50 Uhr ein Kleintransporter aus dem Landkreis Königs Wusterhausen. Ebenfalls in Folge nicht angepasster Geschwindigkeit schleuderte der Kleintransporter beim Überholen gegen einen Sattelanhänger. Zum Glück blieb es auch bei diesem Unfall nur bei einem Blechschaden. Neben den Unannehmlichkeiten, die ein Verkehrsunfall mit sich bringt, bekommen die Unfallverursacher in Kürze auch noch Post von der Bußgeldstelle.



Gliederzug kommt von der Autobahn ab und kippt auf die Seite. Erhebliche Verkehrsstörung im Bereich des Vogtlanddreieckes

A9 / Selbitz – Ein Aufsehen erregender Verkehrsunfall ereignete sich am Mittwochabend, gegen 19.46 Uhr auf der A9 im Bereich des Dreiecks „Bayerisches Vogtland“. Ein Lkw mit Anhänger, voll beladen mit Paketen, war Richtung Süden unterwegs. Kurz vor der Überleitung in die A72 kam der Gliederzug nach rechts von der Autobahn ab. Von der dortigen Böschung wurde das Gespann wieder zurück auf die Autobahn geschleudert. Dabei kippten Lkw und Anhänger auf die linke Fahrzeugseite. Direkt am Beginn der Überleitung in die A72 kamen Lkw und Anhänger letztendlich zu liegen. Die Feuerwehren aus Berg und Selbitz waren schnell an der Unfallstelle und konnte den 42-jährigen polnischen Brummifahrer aus seinem Führerhaus befreien. Der Mann hatte scheinbar auch einen Schutzengel an Bord, denn er blieb gänzlich unverletzt. Für die Unfallaufnahme und die komplizierte Bergung des Gliederzuges musste die A9 drei mal für kurze Zeit voll gesperrt werden. Eine Überfahrt in die A72 war für fünf Stunden nicht möglich gewesen. Bei dem Unfall entstand ein Gesamtschaden von über 100.000 Euro. Die Polizei ermittelt derzeit, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Nicht auszuschließen, dass auch dieser auf die winterlichen Straßenverhältnisse zurückzuführen ist.

 





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