Sieben Streifenwagen: Brennender Lkw auf der A9 sorgt für Chaos


Creußen/A9. Am Dienstag, den 23.11.21, gingen ab 18:43 Uhr mehrere Notrufe bei der Einsatzzentrale der Polizei Oberfranken ein. In Fahrtrichtung Nürnberg solle ein Lkw brennen. Die Verkehrspolizei setzte im Laufe des Einsatzes sieben Streifen auch aus benachbarten Dienststellen ein um der Lage auf der Autobahn und auch Abseits des eigentlichen Brandes Herr zu werden.




Ein mit Brot beladener Sattelzug war aufgrund eines technischen Defekts im Motorbereich auf Höhe km 317 in Brand geraten. Der 62-jährige Fahrer konnte das Fahrzeug noch auf den Standstreifen steuern und sich selbst in Sicherheit bringen. Im Bereich gleich hinter dem Lkw kam es durch Auffahrer und Fahrstreifenwechsel zu einem Unfall mit drei Pkws. Dabei wurden vier Personen verletzt, einer davon schwer.

Ein beteiligtes Fahrzeug begann ebenfalls Feuer zu fangen, was durch die Streife sofort mit einem Handfeuerlöscher unterbunden wurde. Die Verletzten wurden durch das BRK versorgt. Es entstand ein geschätzter Gesamtschaden von 20.000 Euro bei dem Unfall der Pkws. Für den Brand kam das THW aus Pegnitz, Kulmbach und Bayreuth zum Einsatz. Weiterhin kam die Autobahnmeisterei Trockau mit sieben Einsatzkräften sowie die Feuerwehren Bayreuth, Trockau, Bindlach und Tiergarten an den Brandort. Das Wasserwirtschaftsamt war wegen des außerordentlich verunreinigten Löschwassers mit vor Ort um später Schaden an der Umwelt in diesem Schutzgebiet rechtzeitig entgegen wirken zu können.



Der Lkw mit Rosenheimer Zulassung war bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte in Vollbrand geraten. Zum vollständigen Ablöschen der Ladung musste das THW einen Radlader zum Einsatzort schaffen um die Ladung auseinander zu ziehen und später die Fahrzeugreste zu entfernen. Dafür wurde die A9 in Fahrtrichtung München voll gesperrt. Die Sperrung konnte aufgrund der umfangreichen Bergungsmaßnahmen nicht vor 02 Uhr aufgehoben werden. Währenddessen wurden die im Stau befindlichen Pkws entgegen der Fahrtrichtung an der Autobahnausfahrt Bayreuth Süd durch die Polizei ausgeleitet.

Im Zuge der Löscharbeiten kam es zu einer Verpuffung, wodurch ein 1×2 m großes Metallteil in die Gegenfahrbahn schleuderte. Zwei weitere Lkws und ein Pkw nahmen Schaden. Zu Verletzten kam es hier glücklicherweise nicht.

Durch den Brand entstand auch an der Fahrbandecke und an den Betongleitwänden massiver Schaden. Der Brandschaden wird vorläufig auf 330.000 Euro geschätzt.

Der Einsatz war um 05:45 Uhr beendet und die Autobahn wieder völlig frei befahrbar.

 



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