Rechts überholt: Porschefahrer zieht an Zivilstreife vorbei


Weiden i.d.OPf.; Am Freitag nachmittag befinden sich zivile Beamte der VPI Weiden i.d.OPf. auf Streifenfahrt. Auf der BAB A 93 werden sie von einem Porschefahrer zunächst rechts überholt und können – als dieser wieder vor ihnen einschert – nur durch eine Gefahrenbremsung einen Unfall vermeiden. Der Führerschein des Porschefahrers wird noch vor Ort beschlagnahmt.




Am Freitag, 23.07.2021, gg. 14.10 Uhr, befanden sich die Beamten der Fahndungskontrollgruppe Verkehr mit ihrem Zivilfahrzeug auf Streifenfahrt. Sie fuhren gerade die BAB A 93 in Fahrtrichtung Regensburg auf der linken Fahrspur und überholten mehrere Lkws. Es herrschte zu der Zeit hohes Verkehrsaufkommen. Von hinten näherte sich mit hoher Geschwindigkeit ein Porsche 911, welcher sehr dicht auffuhr. Kennzeichen und Scheinwerfer waren im Rückspiegel nicht mehr zu erkennen. Auf Höhe der Anschlussstelle Weiden-Nord – in dem Bereich ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 120 km/h begrenzt – nutzte der Porschefahrer eine Lücke zwischen den auf der rechten Fahrspur in Kolonne fahrenden Lkws und überholte die Beamten rechts. Danach wechselte er wieder auf die linke Fahrspur, jedoch so knapp vor dem Dienstfahrzeug, dass der Fahrer des Dienstfahrzeugs sehr stark abbremsen musste, um einen Unfall zu vermeiden.

Hierauf wurde der Porschefahrer – ein 75-jähriger Mann aus dem Landkreis Wunsiedel – an der Anschlussstelle Weiden-West von den Beamten von der Autobahn geleitet und einer Kontrolle unterzogen.



Noch während der Kontrolle kam ein weiterer Verkehrsteilnehmer – welcher wohl mitbekommen hatte, dass der Porschefahrer kontrolliert wird – hinzu. Dieser gab an, dass er von dem Porschefahrer schon weiter nördlich – auf Höhe der Anschlussstelle Windischeschenbach – in gleicher Weise bedrängt, rechts überholt und ausgebremst wurde.

Nach telefonischer Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Weiden i.d.OPf. wurde der Führerschein des Mannes noch vor Ort beschlagnahmt und die Weiterfahrt untersagt.

Den Mann erwarten nun zwei Anzeigen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs. Neben einer Geldbuße kann hierzu auch ein mehrmonatiges Fahrverbot verhängt werden.



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