Zwei Hubschrauber und eine Vollsperrung nach Unfall auf der A9 bei Münchberg


A9/Münchberg. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am 21.06.2021, um 12.35 Uhr, auf der A9 in Fahrtrichtung Berlin im Gemeindegebiet von Münchberg/Landkreis Hof.




Nach bisherigen Ermittlungen der Verkehrspolizei aus Hof kam zirka einen Kilometer nach der Anschlussstelle Münchberg/Nord ein Ford-Kleintransporter aus Österreich vom mittleren Fahrstreifen aus bisher ungeklärter Ursache nach rechts ab und fuhr nahezu ungebremst auf das Heck eines Sattelschleppers, der mit Betonteilen beladen war. Die Wucht der Kollision war laut Augenzeugen so stark, dass der Sattelschlepper, der von einem 49-jährigen Mann aus Ellwangen gesteuert wurde, ins Schlingern geriet, jedoch vom Fahrer noch zum Stehen gebracht werden konnte.

Der Kleintransporter wurde indes im Frontbereich massiv deformiert. Während der 22-jährige Fahrer mit Wohnsitz in Österreich das Wrack noch selbständig verlassen konnte, waren die Verletzungen des 35-jährigen Beifahrers aus Slowenien so gravierend, dass er mit einem Rettungshubschrauber in das Klinikum nach Bayreuth transportiert werden musste. Der Unglücksfahrer kam zur Untersuchung mit dem Rettungswagen in das Krankenhaus Münchberg.



Die Fahrbahn in Richtung Berlin ist momentan (16.45 Uhr) noch gesperrt. Eine Ausleitung wurde durch die Autobahnmeisterei an der Anschlussstelle Münchberg/Nord eingerichtet. Der Verkehr wird von dort über die Umleitungsstrecke geleitet.

Von der verständigten Staatsanwaltschaft Hof wurde zur Klärung des Unfallhergangs ein Sachverständiger hinzugezogen, die Sicherstellung des Unfallfahrzeugs und eine Blutentnahme bei dem 22-jährigen Unfallverursacher angeordnet. Momentan sind die Bergungs- und Aufräumungsarbeiten noch im Gange. Es bildete sich zwischenzeitlich ein Stau von neun Kilometern Länge. Das alarmierte Technische Hilfswerk, Kräfte der umliegenden Feuerwehren sowie zwei Rettungshubschrauber mit Notarzt sind bisher zum Einsatz gekommen.

Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Sachschaden auf  mindestens 50 000 Euro.



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