Rangierbahnhof Nürnberg: Kind (10) von Stromschlag getroffen


Nürnberg. Ein zehnjähriges Mädchen ist heute Abend durch einen Stromschlag lebensgefährlich verletzt worden, nachdem es auf einen abgestellten Güterwaggon geklettert war.




Ein Zeuge hatte sich um kurz nach 19:00 Uhr bei der Einsatzzentrale der mittelfränkischen Polizei gemeldet und mitgeteilt, dass er im Bereich des Rangierbahnhofs einen Funkenschlag und einen Schrei wahrgenommen habe. Eine weitere Zeugin und die eintreffenden Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Nürnberg-Süd konnten anschließend ein schwerverletztes Mädchen im Bereich der Rangiergleise auffinden.

Nach ersten Erkenntnissen war die vermutlich 12-Jährige (die Feuerwehr spricht v0n einer Zehnjährigen) auf einen der abgestellten Eisenbahnwaggons geklettert und erlitt dort einen Stromschlag, durch den sie sich lebensgefährliche Verbrennungen zuzog.

Das Mädchen war mit Ihrer Schwester im Bereich der Breslauer Straße, Höhe Dr.-Linnert-Ring, im sogenannten Vorbahnhof des Rangierbahnhofs mit Ihren Hund unterwegs. Sie kletterte – trotz Mahnungen Ihrer Schwester – auf einen der dort abgestellten Güterwaggons eines elektrifizierten Gleisabschnitts mit Oberleitung. Aufgrund der bei der Bahn verwendeten hohen Spannung von 15.000 Volt in der Oberleitung kam es bereits bei der Annährung des Kindes oberhalb des bestiegenen Waggons zur Oberleitung zu einem Stromüberschlag mittels Lichtbogen.



„Hierzu reicht bereits ein Annährung von rund einem Meter zur Oberleitung aus, dass ein Erdungsschluss stattfindet und ohne eigentliche Berührung der Oberleitung somit ein Stromüberschlag erfolgt“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Dabei wurde das Mädchen vom Waggon auf das Gleisbett geschleudert und erlitt schwerste Verbrennungen durch den Lichtbogen.

Kräfte der Feuerwehr und Rettungsdienst versorgten das Kind vor Ort und retteten das Kind mittels Korbtrage aus dem Gleisbereich. Das Kind wurde vom Rettungsdienst zur Erstversorgung in das Klinikum verbracht und musste noch am Abend mit dem Intensivtransporthubschrauber „ITH Nürnberg“ in eine Spezialklinik nach München verlegt werden.

Unterdessen übernahmen Beamte des Kriminaldauerdienstes Mittelfranken vor Ort die Ermittlungen zum Unfallhergang. Die Feuerwehr Nürnberg mahnt in diesem Zusammenhang an, dass Bahnanlagen prinzipiell nicht betreten werden dürfen und u.a. von den Oberleitungen auch ohne direkte Berührung eine erhebliche, lebensgefährliche Gefahr ausgeht.





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