Polizeieinsatz bei Aufstiegsfeier in Fürth


FÜRTH. Am 23.05.2021 gelang der Spielvereinigung Greuther Fürth in einem Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf der direkte Aufstieg in die 1. Bundesliga. Trotz des Ansammlungsverbots auf Grund der derzeit geltenden Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung trafen sich mehrere hundert Fans zum Feiern vor dem Stadion und in der Innenstadt.




Bereits im Vorfeld des Spiels stand die einsatzführende Polizeiinspektion Fürth im engen Austausch mit Verein und Stadt. Auf Grund des derzeit gültigen Ansammlungsverbots im Rahmen der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung war eine offizielle Aufstiegsfeier nicht möglich.

Während des Spielverlaufs trafen in der Spitze zunächst etwa 300 Anhänger der örtlichen Fanszene vor dem Stadion am Laubenweg ein und feuerten ihre Mannschaft an. Die Polizei musste hierbei einmal eingreifen, weil die Fans begannen, auf den Stadionzaun einzuwirken. Um Verletzungen der Personen zu verhindern, wurde eine Polizeikette eingezogen. Die Fans reagierten hierauf friedlich. Lediglich eine Person aus der Menge warf im weiteren Verlauf einen pyrotechnischen Gegenstand in Richtung der Polizeikräfte. Die Beamten nahmen den Mann fest und leiteten ein entsprechendes Ermittlungsverfahren ein.

Fast 2.000 Feiernde

Nach dem Abpfiff der Partie trafen weitere Fans am Stadion ein. In der Spitze waren nach Polizeiangaben rund 1.500 Personen anwesend. Die fanszene spricht von wesentlich mehr Teilnehmern. Da vor dem Stadion die Abstände nicht immer eingehalten wurden, wirkte die Polizei mehrfach auf die Personen mittels Lautsprecherdurchsagen sowie über die sozialen Medien auf die Personen ein und appellierten, die nötigen Abstände wieder herzustellen. Die überwiegende Zahl der Anwesenden trug durchgehend eine Maske.



Unsportlichkeiten

Gegen 19:00 Uhr mussten Einsatzkräfte der Polizei einschreiten, nachdem Fans an der Erlanger Straße / Mauerstraße den Fahrzeugverkehr blockierten. Hierbei gingen einzelne Personen die Beamten an, weshalb unmittelbarer Zwang angewendet werden musste. Dabei kam auch Pfefferspray zum Einsatz. Eine Person erlitt leichte Verletzungen.

Nachdem seitens des Vereins entschieden wurde, dass sich die Mannschaft nicht mehr im Stadionumfeld zeigt, wanderten die Fans ab. In der Spitze etwa 750 Personen feierten daraufhin in der Gustavstraße weiter. Hier kam es zu einer weiteren Festnahme, nachdem eine Person die Einsatzkräfte beleidigte. Auch weitere pyrotechnische Gegenstände wurden gezündet. Die Ermittlungen nach den Verursachern laufen. Da es immer wieder zu Verstößen gegen die Corona-Regeln – insbesondere mangelnder Abstand – kam, führte die Polizei Lautsprecherdurchsagen durch und appellierte an die Fans, sich an die geltenden Bestimmungen zu halten.



Flaschenwürfe

Auf Grund der zunehmend aufgeheizten Stimmung ab 21:30 Uhr und nachdem es bereits zu einzelnen Auseinandersetzungen innerhalb der Feiernden kam, wurden die verbliebenen Fans durch die Einsatzkräfte aufgefordert, die Gustavstraße zu verlassen. Hierauf reagierten einige aggressiv und es kam zu vereinzelten Flaschenwürfen auf ein Einsatzfahrzeug. Um weitere Störungen zu verhindern, wurde die Straße schließlich ab etwa 22:15 Uhr durch Kräfte des USK Mittelfranken geräumt. Hierauf reagierten die Betroffenen überwiegend kooperativ.

Gegen 22:00 Uhr kam es am Rande des Geschehens zu einem mutmaßlichen Körperverletzungsdelikt zum Nachteil eines Mannes. Während der Versorgung des Verletzten bedrängten mehrere Personen die Mitarbeiter des Rettungsdienstes sowie ein ebenfalls vor Ort befindliches Kamerateam. Verletzt wurde hierbei niemand. Polizeikräfte waren umgehend vor Ort und griffen ein.

Unter der Leitung der Polizeiinspektion Fürth waren Kräfte der Fürther Verkehrspolizei, des USK Mittelfranken sowie der Bayerischen Bereitschaftspolizei im Einsatz.



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