Unbekannte Radfahrerin stirbt bei Zugunfall: Zeitung postet Bilder vom Fahrrad


BAYREUTH. Am Samstag kam es am Bahnübergang in der Königsallee gegen 17 Uhr zu einem tragischen Unfall zwischen einer Fahrradfahrerin (54) und einem Agilis-Zug.




Die Fahrradfahrerin, deren Identität durch die Polizei zunächst nicht zweifelsfrei geklärt werden konnte, fuhr in stadtauswärtiger Richtung auf den beschrankten Bahnübergang zu. Trotz geschlossener Schranke fuhr sie laut Zeugenaussagen in den Gleisbereich ein und wurde von dem sich nähernden Zug erfasst. Sie verstarb noch an der Unfallstelle.

Zur genauen Rekonstruktion des Unfallherganges wurde über die Staatsanwaltschaft Bayreuth ein Gutachter angefordert. Der unter Schock stehende Zugführer wurde durch ein Kriseninterventionsteam betreut. Es waren zahlreiche Rettungskräfte von Rettungsdienst, Feuerwehr und THW vor Ort und sowohl die Königsallee, als auch die Zugstrecke mussten für mehrere Stunden gesperrt werden.



Bezüglich der Identität der Fahrradfahrerin liefen die polizeilichen Ermittlungen auf Hochtouren, teilte ein Sprecher mit. Bedenklich war dabei die Veröffentlichung von Fotos des Unfallfahrrades in der Onlineausgabe einer örtlichen Tageszeitung. Zwar ist dadurch die Identifizierung der Leiche für die Polizei unter Umständen einfacher, aber dazu ist eine richterliche Anordnung notwendig. Denn Angehörige könnten von diesem Todesfall aus Facebook erfahren. Die Folgen können fatal sein.

Die Polizei hatte die Fotos nicht für einen Zeugenaufruf freigegeben. Verboten ist das der Presse zwar nicht, ethisch aber mehr als rügbar, schreiben Nutzer bei Facebook. Die Fotos stammen von einer bekannten Nürnberger Nachrichtenagentur, die diesbezüglich bereits öfters in Verruf geraten ist. Wir zeigen das Foto ausdrücklich nicht, es liegt der Redaktion seit dem späten Samstagnachmittag vor.

Die Identität der Radfahrerin konnte mittlerweile geklärt werden. Es handelt sich um eine 54-Jährige aus Bayreuth.




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