Lastwagen prallt auf Pannenfahrzeug


A93/Thiersheim. Das vorsichtige Verhalten bei einer Panne auf der Autobahn rettete am 06.04.2021 einem 22-Jährigen aus dem Landkreis Kronach wohl das Leben.




Der junge Mann hatte auf der A93 bei Thiersheim/LKr. Wunsiedel an seinem Mercedes eine Reifenpanne und war auf den Seitenstreifen gefahren. Er verständigte einen Pannendienst und stellte sich trotz der winterlichen Temperaturen hinter die Leitplanke um dort das Eintreffen abzuwarten.

Es dauerte einige Minuten, als sich ein Sattelzug näherte, der von einem 57-jährigen Berufskraftfahrer aus Thüringen gesteuert wurde. Ohne ersichtlichen Grund und nahezu ungebremst fuhr der 40-Tonner dem Heck des stehenden Pannenfahrzeugs mit fast 100 km/h hinten auf und katapultierte es nach rechts. Quer zur Fahrbahn blieb der völlig eingedrückte Mercedes Kleinwagen schließlich demoliert liegen.



Dem 22-Jährigen Pannenfahrer fielen bei dem Geschehen die Teile des eigenen Fahrzeugs buchstäblich um die Ohren. Verletzt wurde der junge Mann wie durch ein Wunder jedoch nicht. Der massive Aufprall verursachte ein größeres Trümmerfeld und eine Ölspur auf der Fahrbahn und löste einen Einsatz der Feuerwehren aus Thiersheim und Thierstein aus. Auch ein Rettungsfahrzeug sowie Personal der Autobahnmeisterei waren vor Ort.

Bundeswehr hilft bei Unfallabwicklung

Polizeilich wurde die Unfallstelle durch fünf Streifen der Autobahnpolizei aus Hof sowie der Polizei aus Marktredwitz betreut. Eine zufällig vorbei gekommene 17-Mann starke Einheit der Bundeswehr aus Oberviechtach hielt kurzentschlossen an und unterstützte nach Leibeskräften die Aufräumarbeiten an der Unfallstelle.



Der ursprünglich für die Reifenpanne angerufene Abschleppdienst musste nun das PKW-Wrack aufladen, aber auch der Sattelzug des Unfallverursachers musste abgeschleppt werden. Nach einer halbstündigen Totalsperrung des Verkehrs in Richtung Norden und einer weiteren teilweisen Sperrung konnte schließlich der Verkehr um 14 Uhr wieder frei gegeben werden. Die Beamten notierten in ihrem Bericht einen Schaden von 25 Tausend Euro und leiteten gegen den Unfallfahrer ein Bußgeldverfahren ein.



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