Polizei schließt Filialen von KiK und Takko


BAYERN. Am Samstag Vormittag wurde bekannt, dass zahlreiche ansässige Filialen der Textil-Discounter von „KiK“ und „Takko“ geöffnet hatten. Unter anderem auch in Nürnberg, Fürth und weiten Teilen Oberfrankens. Auch im beschaulichen Kronach rückte die Polizei an.




Im Zuge einer Abklärung, im Hinblick auf die geltenden Regelungen des Infektionsschutzgesetzes, wurde festgestellt, dass die Öffnungen der betreffenden Geschäfte gegen die aktuellen Bestimmungen verstoßen. Die Shops wurden geschlossen; gegen die Verantwortlichen wird Anzeige erstattet, sagte ein Polizeisprecher.

Die Konzerne hatten sich im Zuge der geöffneten Schuhgeschäfte (Gericht kippte Öffnungsverbot) im Recht gefühlt und eigenständig geöffnet.

Wir haben auf Basis unserer rechtlichen Einschätzung und entlang der bisherigen Öffnungsstrategie der bayerischen Politik unsere Geschäfte aktuell geöffnet. Bezug für unsere Entscheidung ist nicht das Thema Schuhe und auch keine Protestaktion, sondern dass unsere Filialen zu den Ladengeschäften gehören, die für die tägliche Versorgung unverzichtbar sind. Und hier sehen wir uns im Rahmen der derzeit gültigen rechtlichen und gerichtlichen Vorgaben wie sie zuletzt auch vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof festgelegt wurden. (KiK Pressestelle)



Die Polizei sagte dazu: „Es gab einige Einsätze, weil Bürger bei uns angerufen haben. Nach einer Belehrung haben die Läden, unter anderem auch der in Fürth-Ronhof, am Samstagmittag wieder zu gemacht“. So auch in Nürnberg, Kronach und anderen Städten. Man prüfe nun, wer dafür verantwortlich gemacht wird. Laut einem Bericht der Nürnberger Nachrichten hätten die Geschäfte auch nach Angaben des Handelsverbands Bayern (HBE) nicht komplett aufmachen dürfen. HBE-Sprecher Bernd Ohlmann erklärt auf Nachfrage der NN: „Wer Schuhe im Sortiment hat, darf nun zwar auch in Gebieten mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 100 wieder aufsperren.“ Doch es gibt Einschränkungen: „Wenn weniger als 50 Prozent der Ware, die angeboten wird, Schuhe sind, dann dürfen nur Schuhe verkauft werden. Die restliche Fläche muss abgesperrt werden. Wenn ein Händler dagegen überwiegend – also mehr als 51 Prozent seines angebotenen Sortiments – Schuhe verkauft, dann ist er Schuhhändler und darf komplett öffnen“, fügt Ohlmann im Gespräch mit der NN hinzu.



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