„Coronaparty“ in leerstehendem Haus in Hof


Hof. Am Samstagabend wurde der Polizei gemeldet, dass im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses in Hof eine lautstarke Party gefeiert wird. Beim Eintreffen stellten die Polizeibeamten demnach fest, dass am Türschild der genannten Wohnung niemand verzeichnet und die Türe beschädigt war.




Als die Polizeibeamten an der Wohnungstür auf sich aufmerksam machten, flohen zwei der Anwesenden über einen Balkon in der Wohnung in den Hinterhof. Das berichtet die Polizei in einer Pressemitteilung vom Ostersonntag. Es konnte demnach über die Balkontür nur noch beobachtet werden, wie die beiden Unbekannten durch den Hinterhof wegrannten. In der Wohnung habe man noch drei Personen antreffen können, die hochprozentigen Alkohol konsumierten und Musik hörten.

Die Wohnung stand offensichtlich leer und keiner der Angetroffenen hatte einen Schlüssel für die Wohnungstüre. Einem der anwesenden, ein 21-Jähriger aus Oberkotzau, wurde nach Feststellung der Personalien ein Platzverweis ausgesprochen. Nachdem von den beiden anderen Personen wegen falscher Angaben und fehlenden Ausweisdokumenten die Personalien nicht feststanden, sollten diese zur Klärung der Identität zur Dienststelle verbracht werden.



Einer der beiden, ein 22-Jähriger aus Selbitz, verweigerte dies lautstark und sperrte sich beim Einsteigen in das Dienstfahrzeug, so dass er gefesselt werden musste. Der bereits des Ortes verwiesene 21-Jährige kam zurück zum Haus, weigerte sich zu gehen,  schubste und bedrängte und bespuckte einen der Beamten, heißt es im Polizeibericht. Der Angriff konnte durch Einsatz des Pfeffersprays und Anlegen der Handfesseln gestoppt werden. Zur Versorgung und Überwachung wurde der stark alkoholisierte Mann mit dem Rettungsdienst ins Klinikum gebracht und auf Anordnung der Staatsanwaltschaft eine Blutentnahme durchgeführt.

Der zur Dienststelle verbrachte 22-Jährige beleidigte die Beamten dann weiter und verhielt sich auch während der Identitätsfeststellung anhaltend aggressiv, weshalb er seinen Rausch in der Arrestzelle ausschlafen musste.  Neben den festgestellten Verstößen nach dem Infektionsschutzgesetz ermittelt die Polizei wegen Hausfriedensbruch, Entziehung elektrischer Energie, Beleidigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Redaktionshinweis: Es handelt sich hierbei um eine Pressemitteilung der Polizei. Eine gegenseitige Stellungnahme liegt nicht vor. 



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