Nürnberger Volksfest erneut abgesagt


NÜRNBERG: Die Stadt Nürnberg hat am heutigen Dienstag, 9. März 2021, beschlossen, das Frühlingsfest 2021 abzusagen. Nordbayerns größtes Volksfest hätte eigentlich vom 3. bis zum 18. April 2021 auf dem Volksfestplatz am Dutzendteich stattfinden sollen. Der Absage sind intensive Gespräche mit dem Süddeutschen Schaustellerverband vorangegangen.




Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König bedauert es sehr, dass nach dem Aus für die beiden Volksfeste im vergangenen Jahr das Frühlingsfest heuer erneut nicht durchgeführt werden kann. „Diese Absage ist uns außerordentlich schwergefallen. Im Hinblick auf die Corona-Entwicklung haben wir lange abgewartet. Die gegenwärtige Situation lässt jedoch keine andere Entscheidung zu“, erläutert Oberbürgermeister Marcus König den Schritt. Es werde jedoch an einem Konzept gearbeitet, das den Schaustellern in Form eines temporären Freizeitparks auf dem Volksfestplatz eine Alternative zu den coronabedingt entfallenen Volksfesten und Kirchweihen bieten soll.

Im Hinblick auf die Absage weist der Oberbürgermeister explizit auf die „existentielle Bedrohung des Schaustellergewerbes“ hin. Dieses sei seit über einem Jahr wie wohl kein zweiter Berufsstand von der aktuellen Krise betroffen. Wesentlicher Grund hierfür ist unter anderem, dass Schaustellerbetriebe im Gegensatz zu vielen anderen Branchen nicht adhoc öffnen können, sondern auf Feste und öffentliche Vergnügungen angewiesen sind.



Marcus König kündigt an, sich beim Freistaat Bayern für einen temporären Freizeitpark auf dem Volksfestplatz in Nürnberg einzusetzen. „Vergessen Sie nicht im Rahmen der derzeitigen Überlegungen, ob und inwieweit Lockerungen möglich sind, die Schausteller und die in deren Gewerbe erforderlichen Vorlaufzeiten“, so der Appell des Oberbürgermeisters an die Staatsregierung.
Nürnbergs Wirtschafts- und Wissenschaftsreferent Dr. Michael Fraas betont: „Die Schausteller brauchen Planungssicherheit. Ein temporärer Freizeitpark als Ersatz für das Frühlingsfest ist aus meiner Sicht der beste Weg.“ In anderen Bundesländern waren solche temporären Freizeitparks im vergangenen Jahr erfolgreich umgesetzt worden. „Die Schausteller sind Profis – auch beim Infektionsschutz. Das haben sie bereits vergangenes Jahr mit den ,Nürnberger Sommertagen‘ bewiesen“, sagt Dr. Michael Fraas.

Der Süddeutsche Schaustellerverband hat hierzu das Konzept eines „Pop-up Freizeitparks“ entwickelt. Dieses orientiert sich im Hinblick auf die gesetzlichen Regelungen und Hygienebestimmungen an den Handlungsleitlinien für Freizeitparks, erläutert der 1. Vorsitzende des Süddeutschen Schaustellerverbands, Lorenz Kalb. Diese Idee sei bereits im letzten Sommer in mehreren Bundesländern erfolgreich erprobt und in den für Freizeit und Vergnügungsstätten vorgesehenen Vorschriften in den jeweiligen landesrechtlichen Infektionsschutzverordnungen
berücksichtigt worden.



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