18 tote Tiere: Erneute Attacke in schlecht gesichertem Wildgehege


LKR BAYREUTH. Am Samstag, den 27.02.2021, fand ein Wildtierhalter im Landkreis Bayreuth drei Rothirsche und vier Mufflons tot in einem Wildgehege auf. Wenige Tage nach einer mutmaßlichen Wolf-Attacke in einem Betzensteiner Ortsteil meldet ein Landwirt nur wenige Kilometer entfernt 18 gerissene Stück Damwild. Mitglieder des Netzwerks Große Beutegreifer haben die Situation vor Ort begutachtet und genetische Proben genommen. Die sichtbaren Spuren deuten auf „Wolf“ als Verursacher hin.




Genauere Erkenntnisse werden von der Analyse der genetischen Proben am nationalen Referenzlabor erwartet. Die Einzäunung wies nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Umwelt keinen gesonderten Schutz vor Wolfsübergriffen auf. Behörden, Interessenverbände und Vertreter von Nutztierhaltern wurden informiert. Das Wildgehege liegt innerhalb der Förderkulisse der „Förderrichtlinie Investition Herdenschutz Wolf“. Nutztierhalter können hier Material- und Montagekosten für die Einrichtung wolfsabweisender Zäune zu 100% gefördert bekommen. Anträge sind bei den zuständigen Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zu stellen.

Bei Betzenstein im Landkreis Bayreuth hat es möglicherweise einen weiteren Wolf-Angriff auf Wildtiere gegeben. Wie die Polizei und das Landesamt für Umwelt bestätigen, sind in einem Wildgehege bei Illafeld 18 Tiere gerissen worden. Das berichten Mainwelle und der BR. Ob das Damwild tatsächlich einem Wolf zum Opfer fiel, stehe aber noch nicht fest.



Fördermöglichkeiten und Anträge

Schäden, die Nutztierhaltern durch Wolfsrisse entstehen, können durch den Freistaat Bayern kompensiert werden. Wenn, wie im vorliegenden Fall, ein „Wolfsgebiet i. S. d. Schadensausgleichs“ ausgewiesen wurde, haben Nutztierhalter ein Jahr Zeit, einen Herdenschutz zu errichten, um nach Ablauf der Frist weiterhin einen Schadensausgleich gewährt zu bekommen. In dem betreffenden Wolfsgebiet im Bereich des Veldensteiner Forsts läuft diese Frist bis 30.04.2021. Weitere Informationen dazu bietet das Internetangebot des Bayerischen Landesamts für Umwelt.

Ausgleichszahlungen und Schadensermittlung



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