Bayreuth: Erneute Warnung vor Eislaufen auf dem Röhrensee


BAYREUTH. Die Stadt Bayreuth warnt eindringlich vor dem Eislaufen auf dem Röhrensee, aber auch auf allen anderen Seen und Gewässern in Stadt und Landkreis.




Trotz der tiefen Temperaturen der vergangenen Tage ist die Eisdecke auf den Seen und Gewässern in und um Bayreuth nicht stabil, heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus. Zwar sei stellenwiese eine ausreichende Dicke gegeben, aber eben nicht durchgehend. Das Betreten der Eisflächen ist daher verboten. Das schöne Wetter der vergangenen Tage hat viele Bayreuther dazu bewogen auf den Seen Schlittschuh zu laufen. Entsprechende Warnschilder, die ein Betreten der Eisfläche verbieten, wurden leider vielfach ignoriert.



Die Eisfläche des Röhrensees wird täglich durch Mitarbeiter des Sportamtes auf die entsprechende Dicke überprüft. Das Eis ist nicht so stabil, dass Schlittschuhlauf möglich ist. Es besteht vielmehr die große Gefahr, im Eis einzubrechen. Daher appelliert die Stadtverwaltung an die Bevölkerung, die Warnungen ernst zu nehmen. Wer auf zu dünnem Eis einbricht, begibt sich in Lebensgefahr. Der Röhrensee ist daher mit Flatterband abgesperrt, entsprechende Schilder „Betreten der Eisfläche verboten!“ sind angebracht. Die Feuerwehr wird zusätzlich regelmäßig den Röhrensee kontrollieren. Die Stadt Bayreuth bittet dringend darum, die Sperrungen und Warnhinweise speziell am Röhrensee zu beachten.

Fotos: Kostanzer



Über den Röhrensee

Der Röhrensee ist ein rund 1⅔ ha großer Teich südlich der Innenstadt von Bayreuth. Er liegt inmitten der gleichnamigen Parkanlage mit Tiergehegen und einem großen Spielplatz. E wird vom Aubach von Süden nach Norden durchflossen und entstand im Jahr 1891 durch die Vereinigung des Cunoweihers und des Röhrenweihers in dessen Verlauf. Mit einer Länge von 450 und einer maximalen Breite von 60 Metern, sowie einer maximalen Tiefe von 2,10 Meter im Bereich des Ablaufs, ist er die größte zusammenhängende Wasserfläche im Stadtgebiet von Bayreuth. In der Literatur des Gewässers gehen die Meinungen über die Tiefe auseinander. Durch Ausbaggerungen und Ablagerungen können die Angaben nicht mehr zuverlässig verwendet werden. In den Chroniken der Stadt wird eine Maximaltiefe von 210 Zentimetern bestätigt. Eingeschwemmter Sand und Schlick haben diese frühen Messungen aber längst überholt.

Robert Pfeifer, Leiter des Bayreuther Stadtgartenamtes teilte auf Nachfrage von Bayern-Reporter mit, dass man von einer durchschnittlichen Wassertiefe von 130 Zentimetern ausgehe. Es stimme zwar, dass im Bereich des Zulaufs früher eine Tiefe von 70 Zentimetern gemessen wurde; Ausbaggerungen hätten hier aber bis zu einem halben Meter Vertiefung geführt. Durch die Verschwemmung und Verschlackung rechnet Pfeifer hier aktuell mit einer Tiefe von einem Meter und im Bereich des Ablaufs mit 180-200 Zentimetern.

Luftbild: Sven Lutz

Wo früher ein Damm den Cuno- vom damals wenig tiefer liegenden Röhrenweiher trennte, liegt heute eine künstliche Insel, die seit 1903 über zwei filigrane Bogenbrücken von beiden Ufern aus erreichbar ist. Der Name Röhrensee leitet sich aus der einstigen Nutzung des Röhrenweihers ab. Bereits im Jahr 1611 war eine Deichelwasserleitung von den nahegelegenen Quellhöfen zur Innenstadt gelegt worden, die dort vier Brunnen speiste. Die hierfür verwendeten Rohre, ausgehöhlte Baumstämme, wurden in diesem Vorläufersee gewässert und gelagert. Im 19. Jahrhundert wurde am Röhrenweiher auch eine Badeanstalt betrieben.





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