Schneefälle in Oberfranken: THW musste ausrücken


Oberfranken. Am Sonntagabend, ab etwa 20.00 Uhr, kam es aufgrund starker Schneefälle zu Verkehrsbehinderungen und zahlreichen Verkehrsunfällen.




Insbesondere die Steigungen und Gefällstrecken entlang der A 9 und A 72 in den Landkreisen Bayreuth und Hof kristallisierten sich als Schwerpunkte heraus. Immer wieder blieben vor allem Lastwagen und Sattelzüge an den schneeglatten Steigungen hängen und brachten teilweise den Verkehr zum Erliegen.

Die Räum- und Streudienste der Autobahnmeistereien mussten die betroffenen Autobahnen abschnittsweise, teilweise mit Absicherung der Verkehrspolizei, räumen. Einsatzfahrzeuge des THW unterstützten durch Anschleppen der festgefahrenen Lkw. In Oberfranken ereigneten sich bei schneebedeckter Fahrbahn insgesamt 32 Verkehrsunfälle. Sämtliche Verkehrsunfälle blieben ohne verletzte Personen. Mit Beeinträchtigungen auf zum Teil noch schneebedeckten Fahrbahnen ist im morgendlichen Berufsverkehr zu rechnen. Die Polizei Oberfranken bittet um umsichtige, den Witterungsverhältnissen angepasste Fahrweise.



Es ging schon am Samstag los

Viel zu tun hatte die Verkehrspolizei Hof bereits am Samstag. Ganze sieben mal krachte es mit Beginn des Nachmittags auf den hochfränkischen Autobahnen. In  allen Fällen musste die Polizei feststellen, dass die Autofahrer in Anbetracht der winterlichen Straßenverhältnisse schlichtweg zu schnell unterwegs waren. Glücklicherweise gab es bei den meisten Unfällen nur Blechschäden zu beklagen. Lediglich zwei Unfallbeteiligte verletzten sich leicht und mussten vorsorglich in die umliegenden Krankenhäuser eingeliefert werden.

Den Anfang machte um 13.45 Uhr ein 21-jähriger Autofahrer aus Bad Abbach. Der junge Mann verlor auf der A93, Höhe Selb, die Kontrolle über sein Auto und krachte in die Leitplanke. Letztendlich kam das Fahrzeug auf dem Seitenstreifen zum Stehen und musste abgeschleppt werden.

Weiter ging es um 14.10 Uhr auf der A9, Höhe Stammbach. Eine 32-jährige Frau aus Baiern war Richtung Berlin unterwegs. Auf gerader, allerdings mit Schneematsch bedeckter, Strecke brach unvermittelt das Heck ihres Autos aus. Der Pkw drehte sich um 180 Grad und rutschte nach rechts von der Autobahn ab. Die Fahrerseite kollidierte dabei heftig mit einem größeren Verkehrsschild. Entgegen der Fahrtrichtung kam der Wagen im Graben zum Liegen. Neben der Fahrzeugführerin befanden sich noch zwei Kinder im Alter von 13 und 15 Jahren im Auto. Nachdem zunächst Unklarheit herrschte, ob und wie schwer sich eine der Fahrzeuginsassinnen verletzt hatte, wurde neben einer Vielzahl von Rettungskräften auch ein Rettungshubschrauber verständigt, der direkt auf der A9 landete. Die Fahrbahn Richtung Norden musste hierfür komplett gesperrt werden. Mit großer Erleichterung konnten die Einsatzkräfte feststellen, dass sich alle drei Damen aus eigener Kraft aus dem Auto befreien konnten. Lediglich die 15-jährige Jugendliche zog sich aufgrund einer geborstenen Seitenscheibe Abschürfungen an Schulter und Rücken zu. Das Mädchen wurde vorsorglich ins Krankenhaus nach Münchberg abtransportiert. Der Rettungshubschrauber „Christoph“ wurde nicht benötigt.



Zwischen 14.40 Uhr und 17.00 Uhr kam es auf der A93 zu vier weiteren Glätteunfällen. Die vier Fahrzeuglenker, im Alter von 19, 20, 30 und 31 Jahren, waren allesamt auf der winterglatten Fahrbahn zu schnell unterwegs. An Fällen kamen die Fahrzeuge entweder nach links oder nach rechts von der Autobahn ab und kollidierten mit den Schutzplanken. Eine 19-jährige Autofahrerin aus Selb verletzte sich dabei leicht. Sie stand unter Schock und wurde vorsorglich ins Krankenhaus nach Marktredwitz gebracht. Bei den übrigen drei Unfällen gab es glücklicherweise lediglich Blechschäden zu beklagen.

Den Abschluss machte um kurz vor Mitternacht ein 39-jähriger Autofahrer aus Haag auf der A72, Höhe Trogen. Wie in den anderen Unfällen vorher hatte auch dieser seine Geschwindigkeit nicht den winterlichen Straßenverhältnissen angepasst. Sein Pkw geriet ins Schleudern und krachte frontal in die Mittelleitplanke. Obwohl sein Fahrzeug stark beschädigt wurde, blieb der Mann zum Glück unverletzt. Aufgrund ihrer nicht angepassten Geschwindigkeit müssen sich nun alle Fahrzeuglenker auf ein Bußgeld und einen Punkt in Flensburg einstellen. Gegen die 32-jährige Unfallverursacherin auf der A9 musste die Polizei zudem ein Strafverfahren wegen Fahrlässiger Körperverletzung einleiten. Neben den beiden Leichtverletzten entstand bei den sieben Unfällen ein Sachschaden von insgesamt ca. 65.000 Euro.



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