Erst tief ins Glas geschaut, dann tief in den Graben gerutscht

 


KASENDORF, LKR. KULMBACH. Erheblich alkoholisiert verunfallte ein 25-jähriger aus dem Landkreis Bamberg am Freitagmittag. Während er unverletzt blieb, entstand an seinem Opel erheblicher Sachschaden in Höhe von mehreren Tausend Euro. Obendrein muss der junge Mann jetzt den Verlust seines Führerscheins beklagen.




Gegen 13:00 Uhr war der 25-jährige mit seinem Opel von Kasendorf in Richtung Azendorf unterwegs. Am Ende einer Linkskurve fuhr er ohne erkennbaren Grund geradeaus und rutschte mit der Fahrzeugfront und der Beifahrerseite in den Graben, wo er erst nach rund 20 Metern zum Stehen kam. Ein zufällig vorbeifahrender Ersthelfer kümmerte sich um den Verunfallten und verständigte die Polizei. Dies blieb dem Unfallfahrer nicht verborgen, so dass er fortan einige Anstrengungen unternahm, sein Fehlverhalten zu vertuschen. In der Tat gelang es ihm, binnen 20 Minuten einen hilfsbereiten Lastwagenfahrer zu stoppen, der nicht nur ihn ein Stück mit nahm, sondern auch seinen demolierten Opel auf ein nahegelegenes Firmengelände schleppte. Dort stellten sie das Fahrzeugwrack – vor „neugierigen“ Blicken geschützt – auf einem Parkplatz ab.



Den Kulmbacher Polizisten blieb das beschädigte Auto jedoch nicht verborgen und rasch war auch der zugehörige Fahrer ausfindig gemacht. Dieser gab an, dass er einem unbekannten Fahrzeug im Gegenverkehr ausweichen musste und deshalb von der Fahrbahn abgekommen sei. Ob dies der Wahrheit entspricht ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Die auf den ersten Blick wahrscheinlichere Unfallursache ist jedoch ein Fahrfehler aufgrund der knapp anderthalb Promille, die der Opelfahrer bei den Ordnungshütern auf dem Testgerät anzeigen ließ.

Auf seinen Führerschein muss der junge Mann in jedem Fall zunächst verzichten, außerdem musste er sich einer Blutentnahme unterziehen. Wie lange er jetzt Fußgänger bleibt und wie hoch die Strafe für sein Fehlverhalten ausfällt müssen die Justizbehörden entscheiden.



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