Tätlicher Angriff auf Rettungskräfte


Sulzbach-Rosenberg. Am Montag, 11.01.2021, gegen 18:30 Uhr erlebten drei Rettungssanitäter in Sulzbach-Rosenberg einen Einsatz, den sie lange nicht vergessen werden.




Im Verlauf einer Alarmierung musste sie um Unterstützung bei der Polizei ersuchen, da sie angegriffen wurden. Ein 42-jähriger Mann aus Sulzbach-Rosenberg hatte zunächst seine 17-jährige Tochter gebeten, medizinische Hilfe anzufordern, da es ihm nicht gut gehe. Beim Eintreffen des Rettungswagens ging der augenscheinlich erheblich alkoholisierte und äußerst aggressive Mann mit osteuropäischen Wurzeln jedoch unvermittelt auf die Rettungskräfte los, anstatt sich von ihnen behandeln zu lassen.

Er versuchte zuerst einen der Sanitäter am Hals zu packen und zu würgen. Im weiteren Verlauf versuchte er anschließend auf einen weiteren Helfer einzuschlagen und nahm immer wieder eine aggressive Kampfhaltung ein. Im folgenden Gerangel konnte der Aggressor ein EKG-Gerät der Sanitäter an sich reißen. Als er dieses auf die Helfer schleudern wollte, gelang einem Sanitäter gerade noch, ihm das Gerät aus der Hand zu reißen, um Schlimmeres zu verhindern. Den Sanitätern blieb nun nur noch, den Angreifer zu Boden zu reißen, und bis zum Eintreffen von zwei Polizeistreifen am Boden mit vereinten Kräften festzuhalten.



Gemeinsam mit den eintreffenden Polizeibeamten gelang es schließlich, den tobenden 42jährigen zu fesseln. Da die Tochter bei der Alarmierung angegeben hatte, dass ihr Vater im Vorfeld bewusstlos gewesen sei, wurde der Mann anschließend ins Krankenhaus verbracht, wo einerseits eine eingehende Untersuchung, andererseits eine richterlich angeordnete Blutentnahme durchgeführt wurde.

Nachdem bei der Aktion zum Glück keiner der eingesetzten Sanitäter und Beamten verletzt wurde, beschäftigte der Aggressor bereits am nächsten Morgen wiederum die Polizei, da er bei der Entlassung im Krankenhaus immer noch sehr aggressiv gegenüber den behandelnden Ärzten auftrat und diese bedrohte. Da der Mann immer noch unzugänglich war und jeden, der in seine Nähe kam angriff, musste er zum Eigen- und Fremdschutz in psychiatrische Behandlung zwangseingewiesen werden.



Schnelle Infos über Push und Telegramm wieder aktiv



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.