So war der Jahreswechsel aus Sicht der Einsatzkräfte


BAYERN. Trotz „Böllerverbot“ kam es auch in gesondert geschützten Bereichen zum Abbrennen von Feuerwerkskörpern. Vielerorts standen Garagen, Unterstände und Dachstühle in Flammen. Es kam auch zu Zimmerbränden und Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz. Mehrere Menschen wurden verletzt. Zweimal kam es sogar zu Todesfällen.




Oberpfalz

Die Oberpfälzer Polizei war in der Silvesternacht mit Unterstützungskräften der Bayerischen Bereitschaftspolizei im Einsatz. Es wurden öffentliche Plätze kontrolliert und Personen, die sich dort aufgehalten haben, kontrolliert. Auch die Ausgangssperre ab 21 Uhr wurde überwacht und angetroffene Personen kontrolliert. Für die gesamte Oberpfalz wurden der Einsatzzentrale folgende Zahlen von den Polizeiinspektionen gemeldet. 183 Einsätze wurden bewältigt, dabei gab es neun Einsätze mit Personenschaden und es wurden zehn Personen leicht verletzt, keiner schwer!

Bei zwei Bränden kam es zu größeren Sachschäden. In Regensburg, Boessnerstraße gab es bei der falschen Handhabung eines Fondue eine Stichflamme und zum teilweisen Brand in der Küche. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden, eine Person verletzte sich dabei leicht. Sachschaden etwa 50 000 Euro. In Nabburg kam es am Jägerring vermutlich durch einen Defekt an einem technischen Gerät zum Garagenbrand. Der Eigentümer fuhr sein Auto noch aus der Garage und erlitt dabei eine leichte Rauchgasvergiftung. Sachschaden etwa 10 000 Euro.

Während der Nacht wurden 70 Ruhestörungen gemeldet. Bisher wurde eine Sachbeschädigung angezeigt, der Sachschaden beträgt etwa 100 Euro. Mögliche weitere Sachbeschädigungen durch die nicht sachgemäße Verwendung von Böllern werden erfahrungsgemäß erst im Laufe des Tages bekannt und sind bisher nicht erfasst worden. In acht Fällen wurde die Polizei zu Körperverletzungsdelikten gerufen, neun Personen waren dabei leicht verletzt worden. Nachdem nur sehr wenige Autofahrer unterwegs waren, hielt sich auch die Zahl der Verkehrsunfälle im überschaubaren Rahmen – insgesamt wurden fünf Unfälle mit Sachschaden aufgenommen, geschätzte Schadenhöhe etwa 12 800 Euro. Personen kamen nicht zu Schaden.

In insgesamt 208 Fällen wird Anzeige wegen Verstößen gegen die BayIfSMV erstattet. In 96 Fällen wurde gegen die Kontaktbeschränkung verstoßen, einmal gegen die Maskentragepflicht. In Nittendorf war eine verbotene Tiefgaragenparty mit mehr als 15 Personen bekannt geworden und wurde aufgelöst. Die Teilnehmer wurden angezeigt. Die örtlichen Inspektionen berichten auch noch separat über das jeweilige Einsatzgeschehen, so dass es hier durchaus zu Überschneidungen der gemeldeten Fälle kommen wird.



Küchenbrand am Silvesterabend endet glimpflich

Regensburg. Am 31.12.2020, kam es gegen 22.00 Uhr, im Stadtwesten zu einem Küchenbrand mit leichtverletzten Personen und Sachschaden im fünfstelligen Bereich. Nachdem die 33-Jährige Wohnungsinhaberin versuchte Spiritus in den Fonduebrenner nachzufüllen, kam es zu einer Stichflamme und in der Folge zu einem Brand in der Küche. Das Feuer konnte bis zum Eintreffen der Feuerwehr Regensburg, durch die Wohnungsinhaberin und ihren Gästen, mit Decken weitestgehend abgelöscht werden. Bei dem Löschversuch verletzte sich die Regensburgerin leicht am Bein und musste in ein Krankenhaus verbracht werden. Ihre Gäste klagten über leichte Atembeschwerden, wobei eine stationäre Behandlung nicht erforderlich war. Die Küche war teilweise ausgebrannt, ersten Schätzungen zufolge entstand Sachschaden in Höhe von ca. 50.000,– €. Zudem kann die Wohnung für 24 Stunden nicht mehr betreten werden. Die Feuerwehr Regensburg sowie die PI Regensburg Süd, waren mit mehreren Einsatzkräften vor Ort.

Verstoß gegen die Ausgangsbeschränkung

Sulzbach-Rosenberg. Am 01.01.21, gegen 08.15 Uhr, wurde der Fahrer eines Pkw Nissan in der Hauptstraße einer allgemeinen Verkehrskontrolle unterzogen. Auf Nachfrage, wohin er unterwegs sei, antwortete der 63-jährige Landkreisbewohner, dass er nur Spazieren fahre und schaue was die Spritpreise so machen. Getankt habe er aber nicht. Spazierenfahren ist neben dem Umweltaspekt in Zeiten von Corona keine gute Idee und allemal kein Grund das Haus zu verlassen. Die Person erwartet eine Bußgeldanzeige wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.




Oberfranken

In der Silvesternacht 2020/2021 wurden durch die Integrierte Leitstelle (ILS) Bayreuth/Kulmbach 30 Einsätze des Rettungsdienstes und drei Einsätze der Feuerwehren abgearbeitet. Bei diesen Einsätzen bestand jedoch kein direkter Zusammenhang mit Silvesterfeiern. Die Einsatzzentrale der Polizei Oberfranken steuerte zwischen Silvesterabend, 19 Uhr, und Neujahrsmorgen, 7 Uhr, 178 Einsätze. Darunter waren mehrere Brände, 11 Körperverletzungsdelikte, 32 Ruhestörungen und ein Verstoß wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Insgesamt feierten die Bürger friedlich ins neue Jahr.

Silvesterfeier endet mit Gewahrsam

Schwarzenbach am Wald. In der Silvesternacht feierte ein Pärchen aus Nürnberg zusammen bei einer Bekannten in Schwarzenbach a. Wald und wollte dort auch übernachten. Aufgrund von übermäßigem Alkoholgenuss kam es zu Unstimmigkeiten und die Frau wollte das Pärchen nicht länger in ihrer Wohnung haben. Nach Verlassen der Wohnung kam es zudem zur lautstarken Auseinandersetzung des Pärchens. Dies rief die Kollegen der PI Naila auf den Plan. Nachdem der Mann die Örtlichkeit verlassen hatte, war der Streit bereits beendet als die Polizei eintraf. Mit beiden Parteien wurde gesprochen und weitere Maßnahmen waren zunächst nicht notwendig. Die nächste Mitteilung erreichte die Polizei etwa zwei Stunden später, da die Dame zurück zur Wohnung ihrer Freundin ging. Dort wurde sie nicht eingelassen und randalierte vor der Tür. Da sich die Frau nicht beruhigen lies, musste sie in Gewahrsam genommen und zur Dienststelle in Naila verbracht werden. Dort wurde sie nach wenigen Stunden, deutlich ruhiger, von ihren Angehörigen abgeholt.

Mit 1,9 Promille und ohne Führerschein ins neue Jahr gestartet

Bayreuth. In der Silvesternacht, gegen 02:00 Uhr, kontrollierten Beamte der Verkehrspolizei Bayreuth einen 29 Jährigen Deutschen, welcher mit seinem BMW in der Funckstraße unterwegs war. Der Fahrer verstieß nicht nur gegen die Ausgangssperre, sondern war auch alkoholisiert unterwegs. Wegen der umgerechnet 1,9 Promille endete die Fahrt und der Führerschein wurde in Rücksprache mit dem Staatsanwalt sichergestellt. Der Bayreuther Fahrer muss sich demnächst vor Gericht dafür verantworten und mit einer hohen finanziellen Strafe rechnen.

Brände, Unfälle und verbotene Kennzeichen

Kurz nach Mitternacht schlug eine Feuerwerksrakete auf einem Wohnhaus in der Weismainer Badgasse ein und verursachte einen Dachstuhlbrand an dem Mehrfamilienhaus. Durch das schnelle beherzte Handeln zweier Zeugen, konnten die Bewohner unversehrt ihre Wohnung verlassen und die Feuerwehr verständigt werden. Die rund 130 Einsatzkräfte der Feuerwehren gelang es in kurzer Zeit den Brand zu löschen. Insgesamt entstand ein Gebäudeschaden in Höhe von zirka 10.000 Euro. Auch in Forchheim dürfte ein Feuerwerkskörper Ursache für einen Brand in einem leerstehenden Gebäude in der Bayreuther Straße gewesen sein. Personen oder andere Gebäude waren durch die Flammen nicht gefährdet. Nach ersten Schätzungen liegt der entstandene Sachschaden bei rund 25.000 Euro, die Kriminalpolizei Bamberg hat die Ermittlungen übernommen.

Ein Sachschaden von etwa 100.000 Euro entstand bei einem Brand am Neujahrsmorgen gegen 2 Uhr in Münchberg. Aus bislang unbekannter Ursache brach in einer Garage mit angebauter Holzlege im Eulenweg ein Brand aus. Die Flammen beschädigten mehrere Fahrzeuge und griffen auch auf die Fassade des Wohnhauses über. Die Bewohner blieben glücklicherweise unverletzt. Die Kriminalpolizei Hof hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen.

Ein leicht Verletzter und ein Sachschaden von insgesamt 8.200 Euro ist die Bilanz bei den sechs Verkehrsunfällen in der Silvesternacht. Im Bayreuther Stadtgebiet mussten die Feuerwehren ein brennendes Gebüsch löschen. Strafrechtlich verantworten muss sich ein Mann aus Bamberg. Dieser hängte nach Mitternacht auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses in der Gaustadt eine Flagge mit einem Hakenkreuz auf. Nachbarn alarmierten daraufhin die Polizei Bamberg-Stadt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Bamberg durchsuchten Polizisten die Wohnung des 32-Jährigen.




Mittelfranken

Eine durchwegs positive Bilanz zieht das Polizeipräsidium Mittelfranken zum Einsatzgeschehen am Jahreswechsel. Mit Ausnahme von Einzelfällen hielt sich die Bevölkerung an die infektionsschutzrechtlichen Bestimmungen. Auch das Verbot des Abbrennens von Feuerwerkskörpern und die nächtliche Ausgangssperre wurden weitestgehend eingehalten. Ein ganz besonderes, ein herausragend „anderes“ Jahr ging zu Ende. Ein Jahr, das uns allen viel abverlangt hat. Wie das gesamte Jahr 2020 verlief auch die Silvesternacht etwas anders als in den Jahren zuvor.

Im Zeitraum zwischen dem 31.12.2020 (19:00 Uhr) und dem 01.01.2021 (07:00 Uhr) dokumentierte die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Mittelfranken insgesamt 577 Einsätze. Der Schwerpunkt der Einsätze lag hierbei bei gemeldeten 125 Ruhestörungen. Im Vorjahr wurden diesbezüglich lediglich 28 Fälle verzeichnet. Die Anzahl der Körperverletzungen (15) und Sachbeschädigungen (8) lag auf einem vergleichsweise sehr niedrigem Niveau. Insgesamt registrierte die mittelfränkische Polizei bei ihren Einsätzen fast ausschließlich leicht verletzte Personen (19).

Nach 21:00 Uhr waren die Straßen in Mittelfranken aufgrund der Ausgangssperre praktisch menschenleer. Bei der Einsatzzentrale gingen zwar zahlreiche Hinweise zu Böllerschüssen oder vermeintlich größeren Feiern in der Nachbarschaft ein – in vielen Fällen konnte die anfahrende Polizeistreife aber keine Verstöße gegen die infektionsschutzrechtlichen Bestimmungen (mehr) feststellen.



Wachs auf dem Herd gekocht 

Ein schwerwiegender Vorfall ereignete sich gegen 22:00 Uhr in einer Wohnung in Ansbach. Ein Mann hatte dort Wachs auf dem Herd aufgekocht. Aus bisher ungeklärten Gründen kam es dabei zu einer Explosion/Verpuffung. Durch diese erlitt der 60-Jährige Verbrennungen an den Fingern und musste im Krankenhaus ambulant behandelt werden. An der Fassade sowie an den Türen und Fenstern des Gebäudes entstand ein größerer Sachschaden von schätzungsweise 50.000 Euro.

Gegen 22:00 Uhr wurden zwei Männer in der Allersberger Straße durch eine Polizeistreife kontrolliert. Einen triftigen Grund für den Verstoß gegen die Ausgangssperre konnten sie nicht vorbringen. Bei der anschließenden Identitätsfeststellung weigerte sich einer der Männer (19) zuerst seine Personalien herauszugeben und gab dann mehrfach falsche Identitäten an. Da er sich durchgehend aggressiv zeigte und die Polizeibeamten beleidigte, wurde er in Gewahrsam genommen. Hierbei leistete er Widerstand, wodurch ein Beamter leicht verletzt wurde. Er blieb jedoch weiterhin dienstfähig. Da der stark alkoholisierte Mann keinen festen Wohnsitz hatte, wurde durch die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth Haftantrag gestellt.

Um Mitternacht wurden hörbar an verschiedenen Orten Böller gezündet und auch vereinzelt Raketen abgeschossen. Dies führte auch zu einem starken Anstieg der Anrufe bei der Einsatzzentrale. Dennoch kann hierbei von Einzelfällen gesprochen werden; selbst im Ballungsraum Nürnberg blieb es vergleichsweise ruhig.

Viele der Mitteilungen konnten durch die anfahrenden Streifen nicht bestätigt werden. Statt 10 mitgeteilter Personen bei einer Party im Landkreis Ansbach wurden beispielsweise nur zwei Personen angetroffen und zur Ruhe ermahnt. In einem anderen Fall meldete ein Anwohner aus dem Nürnberger Stadtteil Laufamholz zwanzig Personen, die auf der Straße mit Raketen und lauter Musik feien sollten. Die umgehend eintreffende Streife stellte nur eine einzige Person in einem privaten Garten fest.

Gegen 03:00 Uhr kam es im Bereich des Vestnertorgrabens noch zu einem größeren Einsatz. Durch eine Streifenbesatzung der PI Nürnberg-Mitte wurde eine Gruppe von ca. 10 Personen angetroffen und einer Kontrolle unterzogen. Ein 60-Jähriger versuchte sich zu entfernen und blieb auch nach mehrmaliger Aufforderung nicht stehen. Er wurde durch einen Beamten festgehalten. Eine Frau aus der Gruppe (28) versuchte ihren Bekannten zu befreien, indem sie einen Beamten anging, schubste und dem Polizisten die getragene Body Cam entriss. Gegen die 28-Jährige und eine weitere männliche Person aus der Gruppe (58) musste im weiteren Verlauf Pfefferspray eingesetzt werden, da beide die polizeilichen Maßnahmen massiv störten und Widerstand leisteten. Die genannten drei Personen wurden zur Dienststelle gebracht. Beim Verbringen der 28-Jährigen in das Dienstfahrzeug wehrte sich diese erneut in Form von Schlägen, Tritten und Zwicken der Beamten. Bei den Widerstandhandlungen wurden 2 Beamte leicht verletzt, beide sind weiterhin dienstfähig.

Abschließend kann festgestellt werden, dass sich auch in der Silvesternacht der weit überwiegende Teil der Bevölkerung an die geltenden Bestimmungen gehalten hat. Das Polizeipräsidium Mittelfranken setzte von Beginn der Pandemie an auf die Vernunft und die Einsicht der Menschen. Dieses Vertrauen wurde bis zuletzt nicht enttäuscht. Das Konzept, gegen Uneinsichtige und Unbelehrbare konsequent vorzugehen, andererseits aber durchgehend mit Augenmaß und Fingerspitzengefühl zu agieren, hat sich bewährt. Das primäre Ziel der Ausgangssperre und des Verbotes von Feuerwerken – nämlich Krankenhäuser in der derzeit bereits sehr angespannten Situation nicht noch mehr zu belasten – konnte dank des umsichtigen Verhaltens der Bevölkerung erreicht werden: im Gegensatz zu anderen Jahreswechseln kam es zu keinen schweren Verletzungen durch Feuerwerkskörper.

Auch Feuerwehr zufrieden

Die Einsatzbilanz der Feuerwehr Nürnberg zum Jahreswechsel 2020/2021 fällt sehr positiv aus. Der Jahreswechsel ins Neue Jahr 2021 fiel aus Sicht der Berufsfeuerwehr Nürnberg sehr ruhig aus. Bedingt durch das Verbot zum Abrennen von Feuerwerkskörpern und die nächtliche Ausgangssperre wurden von der Integrierten Leitstelle der Feuerwehr Nürnberg im Großraum der Städte Nürnberg, Fürth und Erlangen sowie der drei Landkreise Nürnberger Land, Erlangen Höchstadt und Fürth nur insgesamt 299 Einsätze im Zeitraum von 18.00 Uhr bis 05.00 Uhr vermeldet. Davon waren 273 Einsätze im Rettungsdienst, 6 technische Hilfeleistungen und insgesamt 20 Brandeinsätze zu bewältigen. Auf das Stadtgebiet Nürnberg fielen dabei 135 Einsätze, die sich auf 118 Einsätze im Rettungsdienst, 4 technische Hilfeleistungen und 13 Brandeinsätze verteilten. Neben ausgelösten Brandmeldeanlagen und Kleinbränden im Freien waren ein Balkonbrand und Brände von Müllcontainern an Hauswänden die häufigsten Einsatzstichworte der gestrigen Silvesternacht.




Unterfranken

Der ganz überwiegende Teil der unterfränkischen Bevölkerung hatte sich in dieser besonderen Silvesternacht erfreulicherweise an die Corona-Beschränkungen gehalten und der Polizei wenige Einsätze beschert. So wird diese Silvesternacht vielen als ausgesprochen ruhig in Erinnerung bleiben. Die unterfränkische Polizei wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern ein gesundes und glückliches neues Jahr!

Das Einsatzgeschehen zum Jahreswechsel kann insgesamt als sehr ruhig bezeichnet werden. Die Straßen waren in den Nachtstunden menschenleer, die Aktivitäten hinsichtlich des Abbrennens von Pyrotechnik waren verschwindend gering. Trotz einzelner Verstöße gegen die Corona-Regeln kam es zu keinen größeren Menschenansammlungen. Die Gesamteinsatzzahl liegt mit rund 180 Einsätzen deutlich unter dem Einsatzgeschehen der Silvesternächte der Vorjahre. Im vergangenen Jahr mussten die unterfränkischen Streifen zum Vergleich 314 mal ausrücken, im Vorjahr wurden 317 Einsätze gezählt.

Zahl der Einsätze und Verkehrsunfälle niedrig

Insgesamt 43 Mal wurden die unterfränkischen Beamten im Regierungsbezirk zu Ruhestörungen gerufen. Mit nur zwei Körperverletzungsdelikten und bislang keiner gemeldeten Sachbeschädigung, die es aufzunehmen galt, ist die Zahl dieser Straftaten so niedrig wie wohl selten in einer Silvesternacht. Besonders erfreulich ist auch, dass nur insgesamt fünf Verkehrsunfälle auf den Straßen passierten und nur eine Person leicht, aber niemand schwer verletzt wurde.

Strikte Corona-Kontrollen zeigten Wirkung

Die Hauptaufgabe der unterfränkischen Beamtinnen und Beamten lag somit in dieser außergewöhnlichen Silvesternacht darin, die Einhaltung der Infektionsschutzmaßnahmen zu kontrollieren. Insgesamt wurden in ganz Unterfranken rund 220 Verstöße gegen die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung festgestellt. Etwa 30 mal musste das Fehlen eines Mund-Nasen-Schutzes beanstandet werden, rund 115 Anzeigen wurden wegen Verstößen gegen die Kontaktbeschränkungen aufgenommen Nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen werden die Vorgänge der jeweiligen örtlich zuständigen Kreisverwaltungsbehörde zur weiteren Entscheidung (d.h. Verfolgung und Ahndung) vorgelegt.

Hangar-Party gefeiert

Auf dem ehemaligen Militärflugplatz in Gelchsheim (Lkr. Würzburg) hatte eine Gruppe aus zwölf jungen Menschen in einem Hangar eine Party gefeiert. Ein 23-Jähriger hatte dabei an die übrigen Gäste im Alter von 17 bis 23 Jahren offensichtlich Betäubungsmittel verkauft. Die Ochsenfurter Polizei beendete mit Unterstützung der Operativen Ergänzungsdienste die Feier gegen 23.00 Uhr und leitete gegen alle Personen Ermittlungen wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzverordnung ein. Den 23-Jährigen erwartet zudem ein Strafverfahren wegen diverser Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Party in Ankereinrichtung

Der Sicherheitsdienst der Ankereinrichtung in Geldersheim (Lkr. Schweinfurt) hatte gegen 02.00 Uhr die Schweinfurter Polizei zu Hilfe gerufen, da eine Gruppe von 15 Personen ihre gemeinsame Feier nicht beenden wollte. Die Beamten leiteten auch hier Bußgeldverfahren ein und lösten die Party auf. Ein besonders uneinsichtiger 32-Jähriger Bewohner der Eirichtung musste in Gewahrsam genommen werden und die restliche Nacht in der Polizeizelle verbringen.



Kneipe geöffnet

In Mensengesäß (Lkr. Mömbris) hatte der Besitzer einer Bar in der Bahnhofstraße bereits am Donnerstagnachmittag für Gäste geöffnet. Trotz eindringlicher Belehrung schenkte er dann auch in der Silvesternacht wieder Getränke an Gäste aus. Die Aschaffenburger Polizei nahm den Mann in Gewahrsam und leitete Bußgeldverfahren gegen ihn und seine Gäste ein.

Feuer auf landwirtschaftlichen Anwesen

BIEBELRIED OT KALTENSONDHEIM, LKR. KITZINGEN. Im noch ganz frischen neuen Jahr hat es auf einem landwirtschaftlichen Anwesen aus bislang ungeklärter Ursache gebrannt. Personen wurden nicht verletzt und zahlreiche Kälber konnten aus einem brennenden Stall gerettet werden. Die Kripo Würzburg hat die Sachbearbeitung des Brandfalls bereits von der Kitzinger Polizei übernommen. Kurz nach 1.00 Uhr war auf einem größeren landwirtschaftlichen Anwesen in der Straße „Hintere Gasse“ aus bislang ungeklärter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden, alle Bewohner des Hofes konnten sich selbst ins Freie retten und blieben unversehrt.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus den umliegenden Gemeinden waren zahlreich und tatkräftig im Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen. Für den Kuhstall kam jede Hilfe zu spät, das Gebäude wurde stark zerstört. Die darin befindlichen Kälber konnten offenbar alle gerettet und bei Nachbarn untergestellt werden. Ein Gebäude auf dem benachbarten Anwesen wurde durch die Flammen ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Der Sachschaden dürfte nach ersten vorsichtigen Schätzungen im unteren sechsstelligen Bereich liegen. Die Kripo Würzburg übernahm die ersten Ermittlungen noch in der Brandnacht und wird nun insbesondere der Brandursache auf den Grund gehen. Ein Notfallseelsorger übernahm die Betreuung der Geschädigten vor Ort.

Zwei Leichtverletzte bei Scheunenbrand

WIESENTHEID, LKR. KITZINGEN. Ein Brand im Wiesentheider Ortsteil Feuerbach hat am Silvesterabend zwei Leichtverletzte gefordert. Die Ursache des Feuers ist derzeit unklar, die Höhe des Schadens wird im mittleren fünfstelligen Bereich liegen. Die Kripo Würzburg hat die Ermittlungen bereits übernommen. Gegen 22.45 Uhr hatten mehrere Zeugen über den Polizeinotruf einen Scheunenbrand in der Casteller Straße mitgeteilt. Bei Eintreffen von Feuerwehr, THW, Rettungsdienst und der Polizei aus Kitzingen stand das landwirtschaftliche Gebäude im Vollbrand. Auch ein in der Scheune abgestellter Traktor und diverses Werkzeug nahmen großen Schaden. Die genaue Schadenshöhe und auch die Ursache des Feuers sind zur Stunde noch unklar. Die Würzburger Kriminalpolizei hat noch in der Nacht die Ermittlungen vor Ort von den Kitzinger Beamten übernommen. Durch die Rauchgase des Feuers wurde eine Mitteilerin leicht verletzt. Auch ein Feuerwehrmann zog sich durch einen Sturz während des Einsatzes leichte Verletzungen zu. Beide Personen wurden medizinisch versorgt.


Social Media und Überregionales 

Ein 24-Jähriger starb nahe Frankfurt/ Oder bei der Explosion eines selbstgebauten Böllers. Im Elsass wurde ein Mann bei einer Detonation enthauptet. In einem Wohngebäude bei Osnabrück sind bei einer Explosion in der Silvesternacht zudem drei Menschen verletzt worden, einer von ihnen schwebt in Lebensgefahr. Die 20, 21 und 26 Jahre alten Männer hatten nach ersten Erkenntnissen mit Chemikalien hantiert, um einen Knallkörper herzustellen. Das teilte die örtliche Polizei am Freitagmorgen mitteilte.  Auch in den sozialen Netzwerken zeigten sich viele Nutzer, wie sie vermeintliche Partys feierten. Nach Informationen von Bayern-Reporter wurden hierzu bereits Anzeigen gefertigt; die Ermittlungen dauern an.



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