Mordversuch an einem Polizisten in Mittelfranken


LKR ROTH. Am Samstagvormittag (5.12.2020) fuhr in Hilpoltstein (Landkreis Roth) ein 36-Jähriger mehrmals mit hoher Geschwindigkeit auf Polizeibeamte zu. Die Schwabacher Mordkommission ermittelt nun wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts und bittet um Zeugenhinweise.




Gegen 10:30 Uhr befuhr eine Zivilstreife der Polizeiinspektion Hilpoltstein die Straße Am Falkenhorst. In einer Kurve kam der Streifenbesatzung ein grüner Renault Espace auf deren Fahrbahnseite entgegen. Ein Frontalzusammenstoß konnte nur durch ein Ausweichmanöver des Streifenfahrzeugs verhindert werden.

Die Streifenbesatzung unterzog daraufhin das in der Sperberstraße festgestellte und geparkte Fahrzeug einer Verkehrskontrolle. Der 36-jährige Fahrer des Renaults startete daraufhin den Motor, fuhr los und flüchtete mit seinem Auto. Ein Beamter musste hierbei zur Seite springen um nicht von dem Fahrzeug erfasst zu werden.

Nach kurzer Fahndung konnte das Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit in der Erlacher Straße festgestellt werden. Auch hier missachtete der Fahrer die Anhaltesignale, erhöhte die Geschwindigkeit und steuerte von der Straße aus auf einen auf dem Gehweg befindlichen Polizeibeamten zu. Dieser konnte sich nur durch einen Sprung zur Seite retten. Erneut gelang dem 36-Jährigen die Flucht.



Im Verlauf der weiteren Fahndungsmaßnahmen wurden weitere Polizeikräfte, unter anderem das Unterstützungskommando des Polizeipräsidiums Mittelfranken (USK) und der Einsatzzug Ansbach, hinzugezogen. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth ging aufgrund der Tatausführung von einem versuchten Tötungsdelikt aus, sodass die Schwabacher Mordkommission die Einsatzleitung übernahm und die weiteren Fahndungsmaßnahmen koordinierte.

Gegen 21:30 Uhr gelang es den 36-jährigen Tatverdächtigen in einem Ortsteil von Berngau (Lkrs. Neumarkt) zu lokalisieren. Dort nahmen Beamte des Unterstützungskommandos den Mann widerstandslos fest. Im Rahmen weiteren Ermittlungen konnten geringe Mengen verschiedener Betäubungsmittel aufgefunden werden.

Der 36-Jährige muss sich nun unter anderem wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts strafrechtlich verantworten. Er wird auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt.



Die Schwabacher Mordkommission führt die weiteren Ermittlungen zur Aufklärung des Tatgeschehens und zum Motiv des 36-Jährigen. In diesem Zusammenhang bittet die Schwabacher Kriminalpolizei Zeugen, welche im Verlauf des Samstags einen grünen Renault Espace aufgrund seiner rücksichtslosen Fahrweise wahrgenommen haben, oder möglicherweise selbst in eine gefährliche Verkehrssituation mit diesem Fahrzeug gekommen sind, sich mit dem Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Telefonnummer 0911 2112-3333 in Verbindung zu setzen.





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