Aschaffenburger Polizei klärt Brandserie


ASCHAFFENBURG. Nach mehreren Bränden, bei denen jeweils zum Glück keine Personen verletzt wurden und Sachschäden in unterschiedlicher Höhe entstanden waren, konnte die Aschaffenburger Polizei nun einen Tatverdächtigen ermitteln. Der 30-Jährige ist geständig und wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft am Donnerstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Der Beschuldigte sitzt seither in Untersuchungshaft.




In den vergangenen Monaten war es im Bereich des Aschaffenburger Stadtteiles Obernau immer wieder zu Brandfällen gekommen. So hatte es im August mehrfach in Waldstücken gebrannt, mal standen nur wenige Quadratmeter, mal auch größere Flächen Waldboden mit einem Ausmaß von rund 1.000 Quadratmetern in Flammen. Im Oktober und November hatten Zeugen brennende Ster Holz gemeldet, die jeweils zu Einsätzen von Feuerwehr und Polizei geführt hatten. Den ermittelnden Beamten der Aschaffenburger Polizei war rasch klar, dass hier möglicherweise ein Brandstifter am Werk ist und waren dementsprechend sensibel bei der Spurensicherung vorgegangen.

Am 7. November hatte der Brand eines Unterstandes mit 30 Ster darin gelagertem Brennholz auf einem Wiesengrundstück im Bereich der Orffstraße für einen größeren nächtlichen Einsatz von Polizei und Feuerwehr gesorgt. Der Unterstand sowie die Hälfte des Holzes im Wert von rund 2.000 Euro war trotz der Löschversuche der Anwohner sowie den Bemühungen der örtlichen Feuerwehr nicht mehr zu retten, jedoch nahmen die umliegenden Wohnhäuser glücklicherweise keinen Schaden.



Im Rahmen der Ermittlungen dieses Brandfalls kam man einem 30 Jahre alten Tatverdächtigen auf die Spur. Die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg erwirkte einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnräume des Mannes. Der 30-Jährige örtlich aktive Feuerwehrmann räumte in einer Vernehmung bei der Aschaffenburger Kripo vergangene Woche schließlich auch ein, für die Brände verantwortlich zu sein.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg wurde der Tatverdächtige am Donnerstag dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Aschaffenburg vorgeführt. Der Richter bejahte in diesem Fall Flucht- sowie Wiederholungsgefahr und erließ einen Untersuchungshaftbefehl wegen Brandstiftung in drei Fällen, versuchter Brandstiftung sowie Sachbeschädigung in drei Fällen gegen den 30-Jährigen. Die Aschaffenburger Beamten brachten den Beschuldigten daraufhin im Anschluss in eine Justizvollzugsanstalt.

Die Ermittlungen werden unterdessen weiterhin in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg geführt. Im Rahmen der Untersuchungen wird auch geprüft, ob der Beschuldigte noch für weitere Brandfälle im Raum Aschaffenburg, unter anderem aus dem Frühjahr 2020, verantwortlich ist.





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