Bomben-Update: Hof ruft Katastrophenfall aus


HOF. Die Stadt Hof hat für das Stadtgebiet den Katastrophenfall festgestellt. Dieser bezieht sich insbesondere auf das Gebiet rund um das Neubaugebiet Rosenbühl. Dort sollen heute drei Weltkriegs-Blindgänger entschärft werden.




Aufgrund der Bombenfunde im Neubaugebiet Rosenbühl in Hof werden die Bewohner des Seniorenhauses Rosenbühl evakuiert. Die Kita Emilia, die sich ebenfalls in der August-Mohl-Straße befindet, bleibt morgen, Donnerstag 15.10.2020 geschlossen. Dies haben Vertreter der Stadt Hof, des Katastrophenschutzes, der Freiwilligen Feuerwehr, der Polizei und der HofBus GmbH gemeinsam mit der Heimleitung des Seniorenhauses Rosenbühl, der Leitung der Kita und dem Sprengmeister am Vormittag entschieden.

Bevor der Kampfmittelräumdienst am Donnerstag, 15.10.2020, die gefundenen Blindgänger entschärft, werden Anwohner und Anwohnerinnen sowie Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenhauses Rosenbühl in Sicherheit gebracht. Die Kita Emilia sowie das im Evakuierungsgebiet gelegene Johann-Christian-Reinhart-Gymnasium, die Johann-Georg-August-Wirth-Realschule sowie die Fachakademie für Sozial- und Heilpädagogik bleiben am Donnerstag ganztätig geschlossen.



Seniorenheim wird evakuiert

Die Evakuierung des Seniorenhauses Rosenbühl, in dem 56 Bewohnerinnen und Bewohner leben, übernimmt die Diakonie Hochfranken als Träger der Einrichtung mit Unterstützung des Bayerischen Roten Kreuzes. Untergebracht werden die Seniorinnen und Senioren im Haus Klosterhof, das ebenfalls von der Diakonie geführt wird. Als Ausweichquartier steht die Freiheitshalle zur Verfügung. Da dort coronabedingt die Kapazitäten begrenzt sind, bittet die Stadt Hof die Anwohnerinnen und Anwohner, die evakuiert werden, sich auf eigene Initiative in eine gesicherte Unterkunft zu begeben, zum Beispiel Verwandte oder Freunde besuchen.

Eine Ausnahme davon sind Anwohnerinnen und Anwohner, die keine anderweitige Unterkunftsmöglichkeit haben. Diese werden mit Bussen der HofBus GmbH zur Freiheitshalle gebracht. Die HofBus GmbH übernimmt auch den Transport von Rollstuhlfahrern. Pflegebedürftige oder bettlägerige Anwohnerinnen und Anwohner bzw. deren Angehörige haben die Möglichkeit, sich für einen Transport durch das BRK ab sofort an die Stadt Hof zu wenden. Die Stadt Hof erfasst momentan die Anzahl der Pflegebedürftigen und ist ab sofort unter folgender Telefonnummer erreichbar: 09281/815-1425.

Schulen im Umfeld des Bombenfundes bleiben geschlossen

Die Evakuierung wird gegen 07.30 Uhr beginnen und soll bis etwa 09.00 Uhr abgeschlossen sein. Sie betrifft rund 3.000 Menschen. Der Bereich in der Nähe der Max-Reger-Straße und der Carl-Orff-Straße sowie das östlich gelegene Areal um die Albert-Lortzing-Straße, die Mozartstraße und die Max-Reger-Straße müssen geräumt werden. Das im Evakuierungsgebiet gelegene Johann-Christian-Reinhart-Gymnasium, die Johann-Georg-August-Wirth-Realschule sowie die Fachakademie für Sozial- und Heilpädagogik bleiben am Donnerstag (15.10.20) ganztägig geschlossen.



Betreuungsstelle 

In der Freiheitshalle wird das Bayerische Rote Kreuz außerdem eine Betreuungsstelle einrichten. Die August-Mohl-Straße wird während der Evakuierung befahrbar sein. Die Evakuierung wird um ca. 7.30 Uhr beginnen und soll bis ca. 9 Uhr abgeschlossen sein. Von der Evakuierung werden insgesamt rund 3000 Menschen betroffen sein.

Bereits am 13.10.2020 fanden den ganzen Tag über im Neubaugebiet Rosenbühl in Hof Sondierungen statt. Dabei haben sich weitere Verdachtsfälle bestätigt. Nach aktuellem Stand wurden drei 50-Kilogramm-Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Ziel der Sondierungen war es, bis zur Entschärfung der Bomben durch den Kampfmittelräumdienst am Donnerstag, 15.10.20, so viele weitere Blindgänger wie möglich zu detektieren, um diese gebündelt unschädlich zu machen.

Das Neubaugebiet Rosenbühl liegt in der damaligen Einflugschneise der alliierten Bomberpiloten im Zweiten Weltkrieg. Aufgrund ihrer verkehrstechnischen Bedeutung im Zweiten Weltkrieg waren der Hofer Hauptbahnhof, der Bahnhof Neuhof und die Unterkotzauer Eisenbahnbrücke im Frühjahr 1945 immer wieder Ziel von Bombenangriffen. Der erste Blindgänger wurde im Juni 2020 im Bebauungsgebiet Rosenbühl gefunden.



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