Wegen „Nazi“-Tattoo-Studio-Eröffnung: Protestaktion der Antifa in Würzburg


WÜRZBURG. Nach Bekanntwerden einer geplanten Protestaktion der Antifa Würzburg gegen die Eröffnung eines mutmaßlich rechtsorientierten  Tattoo-Studios befand sich die Würzburger Polizei in der Innenstadt im Einsatz. Dieser verlief friedlich und weitestgehend störungsfrei.




Nachdem die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt Erkenntnisse über eine geplante Protestaktion der Antifa Würzburg am heutigen Samstag erlangt hat, befand sich diese zusammen mit Unterstützungskräften der Bayerischen Bereitschaftspolizei im Einsatz. Die Aktion richtete sich gegen die Eröffnung eines Tattoo-Studios in der Eichhornstraße, da in diesem nach Einschätzung der Antifa Würzburg eine Person mit rechtsmotiviertem Hintergrund beschäftigt ist.

Laut Aussagen der Antifa Würzburg sei der Tätowierer bereits vorbestraft, da er unter anderem 2016 am sog. „Sturm auf Connewitz“ beteiligt gewesen sei. Damals haben mehrere hundert bewaffneter Neonazis den linksgeprägten Stadtteil Connewitz in Leipzig überfallen. Das berichtet das Portal Würzburg erleben. Der Tätowierer würde außerdem nachweislich in der rechten Szene gängige Tattoomotive stechen. „Wir können nicht zulassen, dass sich solche Leute in unserer Innenstadt niederlassen und Strukturen aufbauen“, so die Antifa in ihren öffentlichen Postings.



Mit Beginn der Aktion gegen 14:00 Uhr fanden sich mehrere Personen – in der Spitze bis zu 120 – im näheren Umfeld des Geschäftes in der Eichhornstraße ein. In der Folge wurde durch einen Teilnehmer gegenüber der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt eine Versammlung angemeldet. Dem Versammlungsleiter wurde für die Aktion eine Versammlungsfläche in der Eichhornstraße zugewiesen. Zudem wurden durch die Polizei die üblichen versammlungsrechtlichen Beschränkungen einschließlich der entsprechenden Hygienebestimmungen erlassen.

Die gesamte Versammlung, welche bis 15:30 Uhr andauerte, verlief störungsfrei und friedlich. Lediglich während eines Redebeitrags kam es zu einer Äußerung, durch welche sich ein Mitarbeiter des Tattoo-Studios beleidigt fühlte, woraufhin ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde.

 



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