Bayreuth: Brandursache für Dachstuhlbrand ermittelt


BAYREUTH. Am Samstagmittag kam es im Bayreuther Stadtteil Laineck zu einem Wohnhausbrand in der Danziger Straße. Doch es gab noch viel mehr zu tun für die Retter der Wagnerstadt.




Update

Die Ermittler gehen von einer technischen Ursache für die Brandentstehung aus. Alle Bewohner des Hauses blieben unverletzt. Der Sachschaden liegt bei mindestens 200.000 Euro.

Alles begann um 12.30 Uhr noch ganz normal mit dem wöchentlichen Probealarm für die Funkmeldeempfänger der Einheiten im Stadtgebiet. Diesmal lösten die Melder der Abteilungen Innere Stadt, St. Georgen, Löschzug Ost, Aichig und der Feuerwehr Laineck jedoch kurz hintereinander doppelt aus. Grund war die Meldung über einen Dachstuhlbrand in der Danzigerstraße in Laineck, die mit Beginn des Probealarms in der ILS einging.

Die alarmierten Einheiten aus dem Stadtgebiet sowie die Feuerwehr Bindlach wurden von einem parallel in unmittelbarer Nähe stattfindenden Maschinisten-Lehrgang unterstützt. Die 20 Teilnehmer aus verschiedenen Einheiten des Stadtgebiets hielten sich zum Alarmzeitpunkt am Roten Main in St. Johannis auf, um die Wasserförderung über lange Schlauchstrecken zu üben. Mit mehreren Fahrzeugen machten sie sich ebenfalls auf den Weg zur Einsatzstelle.



Bei Eintreffen der ersten Kräfte war der Dachstuhl bereits zu Teilen aufgebrannt, Personen befanden sich nicht mehr im Gebäude. Umgehend wurden die Löscharbeiten im Innenangriff unter Atemschutz und von außen über eine Drehleiter aufgenommen. Nach ca. 30 Minuten war der Brand unter Kontrolle. Im Rahmen der Nachlöscharbeiten musste das Dach mit Brechwerkzeug geöffnet werden, um die weitere Ausbreitung des Feuers durch versteckte Glutnester in der Dachhaut zu verhindern.

Mehr als 20 Atemschutzgeräteträger kamen dabei zum Einsatz. Zur Versorgung der Einsatzkräfte mit Getränken und Snacks war das BRK mit einer Schnelleinsatzgruppe angerückt. Nach rund drei Stunden konnte der Großteil der rund 80 Einsatzkräfte wieder abrücken. Trotz des schnellen Eingreifens brannte der Dachstuhl nahezu komplett aus, auch die unmittelbar darunter befindliche Wohnung wurde in Mitleidenschaft gezogen – Personen kamen jedoch glücklicherweise nicht zu Schaden. Der Sachschaden wird auf rund 200.000 Euro geschätzt. Die Beamten des Kriminaldauerdienstes aus Bayreuth haben die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

 

Fotos: Sven Lutz



Gegen 17.30 Uhr klingelten die Funkwecker erneut: In der Spitzwegstraße wurde ein Brand in einer Garage gemeldet. Die alarmierten Abteilungen Ständige Wache, Altstadt und Meyernberg wurden dabei von der Abteilung St. Georgen und Oberpreuschwitz unterstützt, die sich aufgrund des vorherigen Einsatzes noch einsatzbereit an ihren Fahrzeugen aufhielten. Vor Ort konnte glücklicherweise schnell Entwarnung gegeben werden – es handelte sich lediglich um einen Kleinstbrand, der mit einem C-Rohr schnell gelöscht werden konnte. Der Großteil der Kräfte konnte noch auf der Anfahrt abdrehen.

Damit immer noch nicht genug, wurde um kurz nach 18 Uhr eine Rauchentwicklung aus einem Studentenwohnheim im Rückertweg gemeldet. Zusätzlich zu den alarmierten Abteilungen Ständige Wache und Innere Stadt, konnten erneut weitere Kameraden aus den Abteilungen Altstadt und St. Georgen sowie der Feuerwehr Laineck unterstützen, die sich zum Bestücken ihrer Fahrzeuge in der Hauptfeuerwache aufhielten. Vor Ort konnte jedoch schnell festgestellt werden, dass es sich lediglich um angebranntes Kochgut handelte – ein Eingreifen für die Feuerwehr war nicht erforderlich.



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