Kreis Bayreuth: Eine Kofferraumleiche und zwei Erstochene


BAYREUTH. Nach drei unnatürlichen Todesfällen in weniger als zwei Wochen, stellen sich viele Menschen im Landkreis Bayreuth die Frage, ob man hier noch sicher leben kann. Tatsächlich sind drei solche Fälle in kurzer Zeit sehr ungewöhnlich. Allerdings stehen sie in keinem Zusammenhang und sind wohl auch verschiedener Ursache. 




„Den oberfränkischen Polizeibeamten ist bewusst, dass das Tötungsdelikt für Verunsicherung und Aufregung in der Bevölkerung sorgt“, sagt Polizeisprecher Fabian Metzler vom Polizeipräsidium Oberfranken. In der Konsequenz hat die Bayreuther Polizei die Streifentätigkeit und Präsenz mit uniformierten und zivilen Kräften seit der Tatnacht im gesamten Stadtgebiet deutlich erhöht.

Neben den oberfränkischen Einsatzkräften, sind immer wieder Unterstützungskräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei im Einsatz. Des Weiteren kann sich die Bevölkerung jederzeit vertrauensvoll an ihre Polizei wenden, wenn eine Situation oder Person verdächtig vorkommt. In dringenden Fällen kann natürlich der Notruf 110 gewählt werden.



Mordfall in Bayreuth noch ungeklärt 

Die Soko Radweg und Staatsanwaltschaft Bayreuth arbeiten unterdessen weiter mit Hochdruck an der Aufklärung des Tötungsdelikts aus der Nacht zum Mittwoch, den 19. August 2020. Wir hatten darüber berichtet. Mittlerweile sind weit über 100 Mitteilungen aus der Bevölkerung eingegangen und es gehen regelmäßig weitere Hinweise ein.

Die über 30-köpfige Soko geht den Hinweisen nach und viele werden derzeit noch bearbeitet. Sie ist sieben Tage in der Woche tätig und wird durch die Mitarbeiter der Operativen Fallanalyse bei der Analyse und Bewertung von Informationen unterstützt. Insbesondere zur Tatnacht und –örtlichkeit bittet die Soko nach wie vor um Hinweise und Beobachtungen unter dem Hinweistelefon mit der Tel.-Nr. 0921/506-2444.



Leiche im Kofferraum 

Wie erst jetzt bekannt wurde, fanden Einsatzkräfte am Tag vor dem Bayreuther Tötungsdelikt auch noch eine Kofferraumleiche bei Bad Berneck. Nach aktuellem Ermittlungsstand ist hier aber nicht von einer Straftat auszugehen, heißt es seitens der Polizei. Hinweise auf Fremdbeteiligung oder ein Unglück liegen demnach nicht vor.

Nur zehn Tage später kam es zu einer tödlichen Messerattacke in Fichtelberg. Hier gerieten die Familienmitglieder in einem Wohnhaus in Fichtelberg zunächst in einen verbalen Streit. In dessen Verlauf verletzte der 84-jährige Hausbesitzer seinen 65 Jahre alten Schwiegersohn mit einem Messerstich in die Brust. Alle Bemühungen der Rettungskräfte, die innerhalb kürzester Zeit vor Ort waren, blieben vergebens. Polizisten nahmen den Tatverdächtigen in dem Mehrfamilienhaus vorläufig fest. Er kam anschließend in eine Klinik.



Kriminalbeamte übernahmen die Ermittlungen und Spurensicherungsmaßnahmen vor Ort. Der Leitende Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Bayreuth machte sich dort ein Bild von dem Tatgeschehen. Auf seine Anordnung wurde auch ein Vertreter der Rechtsmedizin hinzugezogen. Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich um die Familienangehörigen. Nach ärztlicher Begutachtung des 84-Jährigen erging am Samstagmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bayreuth Unterbringungsbefehl gegen ihn. Beamte brachten den Mann anschließend in ein Bezirkskrankenhaus.



Fichtelberg: Mann (84) tötet Schwiegersohn (55) mit einem Messer

 



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