Pegnitz: Gaffer machen Fotos von Kinderrettung


A9/PEGNITZ. Am Freitagabend (10.07.2020) wurden Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst auf die Rastanlage Fränkische Schweiz Ost bei Pegnitz gerufen. Ein Kind war in einem Auto eingeschlossen. Unrühmlich waren zahlreiche Gaffer, die nicht scheuten, zum Handy zu greifen. 




Es war der typische Klassiker. Kind im Auto –  Auto verriegelt sich. Der Fahrer des Fahrzeugs, zeitgleich der Vater des Kindes, reagierte blitzschnell und alarmierte die Feuerwehr, als klar war, dass er nicht mehr in den Wagen kommt. Das kleine blonde Mädchen war ruhig und besonnen; befand sich im Kindersitz.

Die Einsatzkräfte der Pegnitzer Feuerwehr öffneten das Fahrzeug mit Spezialwerkzeug (aus taktischen Gründen verzichten wir auf Details) und befreiten das Mädchen. Der Rettungsdienst musste nicht eingreifen. Die junge Dame blieb unverletzt und konnte dem erleichterten Vater übergeben werden.



Gaffer greifen zum Smartphone

Für etwas Kopfschütteln sorgten etwa 20 Gaffer, die sich rund um den Parkplatz aufstellten und das Treiben der Rettungskräfte nicht nur beobachteten, sondern teilweise sogar zum Handy griffen. Sie machten Fotos, filmten sogar mit. Weil die Polizei mit der Aufnahme des Sachverhalts beschäftigt war, konnte leider niemand belangt werden. Für die Rettungskräfte blieb nur Kopfschütteln. Erst als unser Reporter anfing, die Gaffer zu filmen und zu fotografieren, lichteten sich die Reihen.

Filmender Gaffer wird selbst gefilmt und lacht anschließend darüber.



Wer sich auf dem Bild erkennt, und gegen eine Veröffentlichung ist, darf sich gerne bei uns oder der zuständigen Verkehrspolizeiinspektion Bayreuth melden.



 

Diese Schwangere stellte das Filmen erst ein, als der Scheinwerfer unserer Kamera anging.



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