Obduktionsergebnis: Vater und Tochter sind im Trebgaster Badesee ertrunken


TREBGAST, LKR KULMBACH. Am Trebgaster Badesee ist am Tag nach der Neueröffung des Badebetriebs eine große Vermisstensuche angelaufen. Die Rettungskräfte suchten an Land und im Wasser nach einem Mann und dessen vierjähriger Tochter. Am Nachmittag wurden Vater und Tochter tot aufgefunden. 




Update vom 29.06.2020:

Beamte der Kriminalpolizei Bayreuth nahmen die Ermittlungen zu den Todesumständen auf und die Staatsanwaltschaft Bayreuth veranlasste eine Obduktion beider Leichen. Bei der rechtsmedizinischen Untersuchung stellte sich nun heraus, dass Vater und Tochter ertrunken sind. Es ergaben sich keine anderen Ursachen für den Tod der beiden jungen Menschen.


Zahlreiche Einsatzkräfte suchten seit 13.30 Uhr nach einem 27 Jahre alten Mann und seiner Tochter, die seit den Mittagsstunden am Badesee in Trebgast vermisst werden. Die Bayreuther Familie hielt sich am Donnerstag mit ihren zwei Kindern am See auf. Gegen 11 Uhr blieb die Frau mit dem Kleinkind zurück, während der Vater mit der vierjährigen Tochter auf dem Gelände unterwegs war. Nachdem beide gegen 13.30 Uhr noch nicht zurück waren, meldete sie die Ehefrau als vermisst. Die Suche konzentrierte sich vor allem auf den hinteren Bereich des Badesees. Genau dort, wo 2018 die 22-jährige Studentin Shinta P. ertrunken ist.



Es begann eine großangelegte Suchaktion, an der sich weit über 100 Einsatzkräfte von Polizei, Wasserrettung, Rettungsdienst und der Feuerwehr beteiligten. Neben Booten und zahlreichen Tauchern, die das Gewässer absuchten, kamen auch Personensuchhunde der Polizei zum Einsatz. Die Besatzung eines Polizeihubschraubers unterstützte die Einsatzkräfte aus der Luft. Neben Tauchern der örtlichen Wasserrettungsorganisationen waren auch speziell ausgebildete Taucher der Bayerischen Bereitschaftspolizei und der Berufsfeuerwehr Nürnberg im Einsatz.

Kurz vor 18 Uhr gelang es einem mit Sonartechnik ausgerüsteten Polizeiboot die beiden Vermissten auf dem Grund des Badesees zu orten und Feuerwehrtaucher bargen die leblosen Körper aus dem Wasser. Notärzte leiteten umgehend Reanimationsmaßnahmen ein. Die Maßnahmen blieben allerdings ergebnislos und die Ärzte konnten letztendlich nur noch den Tod von Vater und Tochter feststellen. Ein Kriseninterventionsteam übernahm bereits in den Nachmittagsstunden die Betreuung der Ehefrau und weiterer Angehöriger.

Zunächst war unklar, ob sich Vater und Tochter im Wasser befinden. Weil seit Mittwoch wieder Badebetrieb stattfand, war auch ein Bademeister vor Ort im Einsatz. Der Kriminaldauerdienst aus Bayreuth hat nun die weiteren Ermittlungen übernommen. Erkenntnisse zu den genauen Todesumständen soll eine von der Staatsanwaltschaft Bayreuth beantragte Obduktion ergeben.



Der Einsatz weckt Erinnerungen an das Jahr 2018,  als damals im August eine Studentin ertrunken ist. Zwei Tage lang suchten damals die Rettungskräfte nach der Frau. Auch Polizeitaucher waren mit Sonargeräten im Einsatz. Es handelte sich dabei um die 22-jährige Studentin Shinta P. aus Indonesien. Sie galt als begnadete Schwimmerin.

Großeinsatz im August 2018. Foto: Archiv/Markus Roider

 



Schnelle Infos über Push und Telegramm wieder aktiv



Please follow and like us:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.