Wasserschlacht für die Feuerwehren im Kreis Bayreuth


BAYREUTH/BINDLACH/WEIDENBERG. Seit Sonntag, 18.45 Uhr, führen die Feuerwehren des östlichen Landkreises Bayreuth eine regelrechte Wasserschlacht. Eine Gewitterzelle, die sich entlang des Maintales durch Bayreuth und den Landkreis zog, entlud sich schlagartig und war damit verantwortlich für zahlreiche Einsätze der Feuerwehren. Teilweise werden diese wohl noch die ganze Nacht über andauern.




Alleine die Feuerwehr Bayreuth rückte zu insgesamt 40 Einsätzen (Stand: 22.00 Uhr) aus, wobei es sich insbesondere um überflutete Fahrbahnen und vollgelaufene Keller handelte. Ebenfalls lösten mehrere Brandmeldeanlagen fehlerhaft aus, welche durch die Feuerwehr überprüft und zurückgesetzt wurden. Bei zwei Verkehrsunfällen auf der Bundesautobahn 9 (siehe Sonderbericht von Bayern-Reporter) war kein Eingreifen seitens der Feuerwehr Bayreuth notwendig.

Der Schwerpunkt der Einsätze lag im Nordosten des Stadtgebietes, wo an zahlreichen Orten mit Hanglage das Wasser unter anderem auch Erdreich abtrug und mit sich riss. Entsprechende Bereiche sind derzeit noch gesperrt. Insgesamt sind rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr Bayreuth seit mehreren Stunden im Einsatz.



Landkreis hart getroffen 

Besonders schwer hat es den Raum Bindlach und Weidenberg getroffen. Die Ortschaft Gemein ist mehr oder weniger im Wasser versunken. Hier ist die Feuerwehr seit Stunden im Dauereinsatz; auch die Energieversorger sind mit mehreren Störungstrupps dort unterwegs. Der Einsatz wird dort noch mehrere Stunden andauern. Zahlreiche Häuser stehen hier unter Wasser.

In Bindlach ist Wasser in ein Möbelhaus eingedrungen. Hier wurde die örtliche Feuerwehr aus dem ganzen Landkreis unterstützt. Auch Kräfte aus Pegnitz und Gefrees sind zur Stunde (22.50 Uhr) dort im Einsatz. Weitere Feuerwehren aus Trockau, Troschenreuth und Bronn wurden ebenfalls nach Bindlach beordert um dort die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten.



In Ziegelhütte bei Weidenberg stand ein Stall unter Wasser. Hier musste schnell gehandelt werden, weil die Lage für die Tiere bereits bedrohlich war.

In Warmensteinach drohte ein überlaufender Bach die Häuser zu überschwemmen. Gleiche Szenarien wurden aus Bischofsgrün, Fenkensee, Escherlich, Bad Berneck und Wasserknoden gemeldet. Weil es weiterhin regnen soll, rechnen die Einsatzkräfte erst in der zweiten Nachthälfte mit einer Entspannung der Lage.

 



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