Coronakrise: Röthenbacher Freibad bleibt geschlossen


RÖTHENBACH AN DER PEGNITZ. Die Kassen der Stadt Röthenbach sind klamm. Weil das Freibad nach der Coronakrise im Juli wieder teilweise öffnen soll, rechnet Bürgermeister Klaus Hacker aber mit großen Verlusten. Offenbar sogar höher, als bei einer kompletten Saisonabsage. Nun soll der Stadtrat entscheiden.




Update: Wie der Stadtrat eben beschlossen hat, bleibt das Röthenbacher Freibad wie erwartet geschlossen. Hintergrund sei die ohnehin schlechte Finanzlage der Stadt Röthenbach. Eine Freibaderöffnung würde das Loch in der Kasse nur vergrößern. Die Kommune spart sich damit rund eine viertel Million Euro. Zudem habe man Bedenken geäußert, ob die strikten Regeln bauartbestimmt einhaltbar gewesen wären. Der Ferienausschuss war sich am Ende einig. Der Beschluss war einstimmig, aber auch wehmütig.



Ab 8. Juni dürfen kommunale Freibäder wieder öffnen; das gab Ministerpräsident Markus Söder bekannt. In Röthenbach will man aber abwarten. Zudem muss erst noch der Winterspeck weg. Ab Juli wäre man hier einsatzbereit, sagt Hacker. Ein landkreisweites Konzept liegt bislang noch nicht vor, aber man will gleiche Bedingungen. Darüber sind sich die Bürgermeister der Region einig. „Wir wollen vermeiden, dass ein Bad öffnet und das andere nicht“, sagt Klaus Hacker.

Durch die Freibadöffnungen kann man auch den Ansturm auf die Badeseen entzerren, wenn auch nur gering. In Röthenbach soll nun aber erstmal der Ferienausschuss im Stadtrat entscheiden, wie es weitergeht. Am 4. Juni will man sich hierzu treffen. Auch in Lauf und Schnaittach stehen die Stadtratsbeschlüsse noch aus. In Röthenbach muss man zudem darüber entscheiden, ob der geplante Sicherheitsdienst Anwendung findet, der die Abstands – und Hygieneregeln kontrollieren soll. Hacker will dem Stadtrat Vorschläge unterbreiten, wie man den Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit, Hygiene und Spaß auf die Reihe bekommen will. Einfach wird das sicherlich nicht.



Erste Überlegungen sehen vor, dass Badegäste nur noch in Intervallen in die Bäder dürfen. Von drei bis vier Öffnungszeiten pro Tag ist die Rede. Wenn die erste Gruppe rausgeht, will man putzen. Danach soll die nächste Gruppe rein. Tickets gib es vermutlich nur noch online. Ausgeklügelt ist das aber noch nicht. Und die Kosten explodieren. Denn im Beispiel von Röthenbach, konnten in Spitzenzeiten vor Corona bis zu tausend Gäste ins Freibad. In diesem Sommer redet man von maximal 300 Personen, die zeitgleich Einlass erhalten.  Insgesamt betrachtet wird wohl nur noch ein Zehntel aller Gäste in die Bäder kommen.

Es ist noch viel zu tun im Röthenbacher Freibad. Luftbild: Roider

Eines steht aber wohl bereits fest: Den Badespaß, wie man ihn aus den letzten Jahren kennt, den wird es 2020 nicht mehr geben. Und ob der Röthenbacher Stadtrat grünes Licht für die Vorbereitungen gibt, das entscheidet sich am Donnerstag. Wenn ja, müssen die Ärmel jedenfalls kräftig hochgekrempelt werden.



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