Nach tödlichen Stichen in Kronacher Asylunterkunft: Täter wieder in Oberfranken


KRONACH. Der Anfang April auf seiner Flucht in Frankreich festgenommene, mutmaßliche Täter des Tötungsdeliktes zum Nachteil eines 23-jährigen Mannes in Kronach, befindet sich seit heute in Oberfranken in Haft.




Bei der Auseinandersetzung zwischen den zwei Männern am Samstagmittag des 4. April 2020 in einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in der Ludwigsstädter Straße in Kronach, erlitt der  23-jährige, afghanische Bewohner durch einen Messerangriff tödliche Verletzungen. Der Täter flüchtete anschließend in unbekannte Richtung und konnte trotz einer sofort eingeleiteten Großfahndung nicht aufgegriffen werden.

Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Coburg erhärtete sich schnell der Tatverdacht gegen den 28-jährigen, ebenfalls afghanischen Staatsangehörigen, woraufhin die Staatsanwaltschaft gegen ihn einen Haftbefehl erwirkte. Aufgrund intensiver Fahndungsmaßnahmen konnte der mutmaßliche Täter Anfang Mai in Paris ausfindig gemacht und festgenommen werden.



Die Staatsanwaltschaft Coburg stellte bei den französischen Behörden umgehend einen Auslieferungsantrag zur Überstellung des Tatverdächtigen. Am gestrigen Donnerstag kam der Beschuldigte in Frankfurt an. Beamte der Kriminalpolizei Coburg führten den 28-Jährigen am Freitag dem Haftrichter des Amtsgerichts Kronach vor. Nach der Eröffnung des Haftbefehls brachten ihn die Kriminalbeamten in eine Justizvollzugsanstalt.

 



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