Hofer Verkehrserzieher verabschiedet sich in den Ruhestand


HOF. Über Jahre hinweg hat er ABC-Schützen auf den Schulweg gebracht und Viertklässler in der Jugendverkehrsschule das richtige Verhalten mit dem Fahrrad im Straßenverkehr gelehrt. Der Beliebtheitsgrad von Wolfgang Merz in der Schulfamilie kam bei seinem Abschied besonders zum Ausdruck.




Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Normalerweise verabschiedet sich ein Verkehrserzieher vor seinem Ruhestand nach und nach bei jeder Schule und bei jedem Kindergarten. Nun ist in diesem Jahr alles anders, da die Corona-Krise einen Besuch in den Einrichtungen verbietet. Den Schulleitungen war es jedoch außerordentlich wichtig, sich persönlich von Wolfgang Merz zu verabschieden, insbesondere ihm für die jahrelange vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit zu bedanken.

Daher kamen die Lehrkräfte zum Dienstgebäude und reihten sich, unter Beachtung der Abstandsregeln in eine Reihe von Gratulanten ein und übergaben überaus kreative Geschenke. Highlight war dabei ein von Kindern dekoriertes Klapprad und ein umgedichtetes Lied, das die Kinder der Grundschule Krötenbruck einübten. Die Aufnahme des Gesangsstücks spielte die Rektorin auf der Boom-Box ab. Sichtlich gerührt bedankte sich Wolfgang Merz für die guten Wünsche zum Ruhestand.



Für die Verpflegung hatte er sich etwas Besonderes aber gleichzeitig corona-konformes einfallen lassen: So versorgte der „Wärschtlamo“ die Besucher wie Kollegen mit leckeren kulinarischen Genüssen aus dem Messingkessel.

Wolfgang Merz begann im Oktober 1978 seine Polizeiausbildung in Würzburg. Danach leistete er zunächst bei der Grenzpolizei in München Dienst und wurde im Jahr 1989 zur Grenzpolizeistation Rudolphstein versetzt. Im Jahr 1992 veränderte sich sein Tätigkeitsfeld hin zum Verkehr. Ein Jugendtraum ging für ihn 1992 mit der Zuordnung zur Krad-Gruppe Oberfranken in Erfüllung. Zusammen mit seinen Kollegen war er in den Sommermonaten ausschließlich auf dem dienstlichen Motorrad auf der Autobahn unterwegs. Eine herrliche Zeit, wie er selbst immer wieder betont.



Im Jahr 2008 bewarb er sich auf die Stelle als Verkehrserzieher und erhielt auch prompt den Zuschlag. Seit dieser Zeit bereitete Kindergartenkinder auf ihre Schulzeit vor und brachte ihnen bei, wie sie sicher im Straßenverkehr bewegen. In der vierten Klasse stand dann die Jugendverkehrsschule mit der Fahrradprüfung an.



Wie Dienststellenleiter Klaus Weich bei seiner Abschiedsrede betonte, stellt der Verkehrserzieher den allerersten Ansprechpartner für Kinder dar und prägt damit auf Jahre hinweg ein positives Bild und gutes Verhältnis der Polizei in der Öffentlichkeit. Nicht selten keimt bei den Kindern bereits im frühen Alter durch diesen positiven Kontakt der Berufswunsch des Polizisten auf. Im Laufe der letzten zwölf Jahre hat Wolfgang Merz alle diese Prädikate im besonderen Maß erfüllt und so eine ganze Generation an Schulkindern geprägt. Herr Weich bedankte sich für die geleisteten Dienste und gab ihm für den Ruhestand die besten Wünsche mit auf den Weg.



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