Ab heute gelten Folgende Ausgangsbeschränkungen


BAYERN. Ab Samstag (21.03.2020) gilt in Bayern aufgrund der Corona-Pandemie eine vorläufige Ausgangsbeschränkung bis zum 03.04.2020, 24:00 Uhr.

Das Verlassen der Wohnung ist nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt




Nach Anordnung der Bayerischen Landesregierung wird das öffentliche Leben in ganz Bayern weiter beschränkt. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist ab Samstag nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Dazu zählen unter anderem der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arzt- und Apothekenbesuche, Hilfe für andere, Besuche von Lebenspartnern, Versorgung von Tieren, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft alleine oder mit der Familie. Wo immer möglich ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten. Der Kontakt zu allen anderen Personen ist verboten.

Gastronomie- und Vergnügungsbetriebe

Alle Gastronomie- und Vergnügungsbetriebe müssen geschlossen bleiben. Untersagt werden zudem Gastronomiebetriebe jeder Art. Ausgenommen ist die Abgabe und Lieferung von mitnahmefähigen Speisen (to go). Speisen dürfen nur zum Mitnehmen und zur Auslieferung abgegeben werden. Dies gilt auch für Imbissbereiche in Supermärkten, Bäckereien und Metzgereien. Dabei muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden eingehalten werden. Der Aufenthalt zum Verzehr der Speisen vor solchen Mitnahmebetrieben ist verboten.

Altenheime und Krankenhäuser

Krankenhäuser dürfen nicht mehr besucht werden. Ausgenommen sind Geburts- und Kinderstationen für engste Angehörige sowie Palliativstationen und Hospize. Besuche von Altenheimen und Seniorenresidenzen sind nicht möglich.



Einzelhandels- und Dienstleistungsbetriebe

Versorgungsgänge für die Gegenstände des täglichen Bedarfs (zum Beispiel Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Tierbedarfshandel, Brief- und Versandhandel, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker, Banken und Geldautomaten, Post, Tankstellen, KfzWerkstätten, Reinigungen sowie die Abgabe von Briefwahlunterlagen) sind möglich. Die entsprechenden Geschäfte bleiben geöffnet.

In allen geöffneten Läden, insbesondere in Supermärkten, Drogeriemärkten und Lebensmittelgeschäften, ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen zwei Personen einzuhalten. Außerdem ist darauf zu achten, dass sich nicht mehr als zehn Personen im Wartebereich vor Kassen oder Theken aufhalten. Die Betriebe müssen geeignete Maßnahmen ergreifen, um dies zu gewährleisten (zum Beispiel Aushang von Hinweisen, Markierungen im Kassenbereich, Einlassbegrenzung).

Weitere Verbote

Friseurbesuche sind nicht mehr erlaubt. Und auch Garten- und Baumärkte müssen schließen. Ebenso dürfen Praxen für Ergo-, Physio oder Logotherapien nicht mehr öffnen. Alle Vereinsräume müssen geschlossen bleiben. Vereinsräume dürfen auch nicht anderen Personen oder Gruppen überlassen werden. Dies gilt für jede Art und Organisationsform von Vereinen.


Hinweise der Polizei

Die Polizei bittet daher die Bevölkerung eindringlich, und ganz besonders auch junge Menschen, den Kampf gegen das Corona-Virus zu unterstützen, zu Hause zu bleiben und sich an die Beschränkungen zu halten. Zudem appellieren wir an das Verantwortungsbewusstsein der Eltern. Bitte achten Sie auf das richtige Verhalten Ihrer Kinder und Jugendlichen. Zum Schutz von Leben und Gesundheit aller Bewohnerinnen und Bewohner benötigen wir die Mithilfe und Einsicht eines jeden Einzelnen. Die Polizei hat die Streifentätigkeit in ganz Bayern durch den Einsatz der Bereitschaftspolizei, deutlich erhöht. Die Beamten werden die Einhaltung der Ausgangsbeschränkung konsequent kontrollieren und Verstöße zur Anzeige bringen. Dabei drohen hohe Bußgelder bis zu 25 000 Euro.

Genauere Informationen zur Ausgangsbeschränkung sowie zu den entsprechenden Ausnahmen sind den Veröffentlichungen des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege zu entnehmen: https://www.stmgp.bayern.de/vorsorge/infektionsschutz/infektionsmonitor-bayern/

Der Polizeinotruf ist nicht geeignet für allgemeine Fragen und Auskünfte!

Bayerische Staatsregierung  

Bürgertelefon zum Thema Coronavirus                        089/12 22 20 (Mo-Do 8-18 Uhr,  Fr 8-16 Uhr)

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Medizinische Fragen und Allgemeinverfügung          09131/6808-5101 (Mo-Fr 8-17 Uhr, Sa/So 10-16 Uhr)



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