Newsticker zum Corona-Virus: Zwölf neue Fälle in Deutschland


INFO. Alle Infos zum Coronavirus; vorwiegend in Bayern. Die ständige Entwicklung, hier bei uns im Newsticker. Bitte nicht vergessen: Das wichtigste Mittel im Kampf gegen Corona ist die Hygiene. 30 Sekunden langes Händewaschen mit Seife. 


29. Februar 2020, 10.59 Uhr: Verdachtsfälle mit Vorsicht genießen

Nach „Verdachtsmeldungen“ aus Weiden und Bayreuth, ist die Verunsicherung in der Region groß. Dabei ist es generell richtig, vorsichtig zu handeln. Gerade bei grippeähnlichen Symptomen, wenn man Kontakt zu Risikopatienten hatte. Dennoch bleibt es bei einem Verdacht. Nicht mehr oder weniger. Wichtig ist, solche Fälle frühzeitig abzuklären. Die Gesundheitsbehörden sind aber im höchsten Maße professionell und ordnen meist schon während der Evaluierungsphase (die Zeit bis zum Testergebnis) eine Isolierung bzw häusliche Quarantäne an. Hierzu empfiehlt sich dann ein 14-tägiger Lebensmittelvorrat, der generell vom Katastrophenschutz empfohlen wird. Nicht nur jetzt.




29. Februar 2020, 10.00 Uhr: Lagemeldung

In Deutschland wurden bislang 66 Fälle einer SARS-CoV-2-Infektion bestätigt. Nach dem Infektionscluster bei einer Firma in Bayern (14 Fälle) und einzelnen Fällen bei den deutschen Staatsbürgern, die Anfang Februar 2020 aus Wuhan ausgeflogen worden waren, sind seit dem 25.2.2020 Erkrankungsfälle in mehreren Bundesländern bekannt geworden.

Bundesland Fälle
Baden-Württemberg 14
Bayern 15
Hessen 3
Nordrhein-Westfalen 30
Rheinland-Pfalz 1
Schleswig Holstein 1
Repatriierte 2
Gesamt 66




28. Februar 2020, 17.30 Uhr: Berliner Tourismusmesse ITB abgesagt

Wegen des neuartigen Coronavirus haben die Organisatoren der weltgrößten Reisemesse ITB Berlin die Veranstaltung abgesagt. Das sagte ein Messesprecher am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Die Messe sollte vom 4. bis 8. März in der Hauptstadt die Tore öffnen. In den Tagen und Wochen zuvor hatten sich immer mehr Aussteller abgemeldet, nicht nur aus China. Die Messeleitung hatte aber weiter an der ITB festgehalten. Die Messe war bereits ausgebucht. Nach Angaben der Messegesellschaft hat das zuständige Gesundheitsamt Charlottenburg-Wilmersdorf Auflagen stark erhöht. „Unter anderem ordnet die Behörde an: Jeder Messeteilnehmer muss der Messe Berlin belegen, nicht aus den definierten Risikogebieten zu stammen oder Kontakt zu einer Person aus den Risikogebieten gehabt zu haben“, teilte die Messe Berlin mit. „Die Auflagen insgesamt sind von der Messe Berlin nicht umsetzbar.“




28. Februar 2020, 17.30 Uhr: Lagemeldung

In Deutschland wurden bislang 54 Fälle einer SARS-CoV-2-Infektion bestätigt. Nach dem Infektionscluster bei einer Firma in Bayern (14 Fälle) und einzelnen Fällen bei den deutschen Staatsbürgern, die Anfang Februar 2020 aus Wuhan ausgeflogen worden waren, sind seit dem 25.2.2020 Erkrankungsfälle in mehreren Bundesländern bekannt geworden.

Bundesland Fälle
Baden-Württemberg 10
Bayern 16
Nordrhein-Westfalen 25
Schleswig Holstein 1
Repatriierte 2
Gesamt 54

28. Februar 2020, 17.10 Uhr: Mann (36) aus Nürnberg infizert – Ehefrau und Kinder im Klinikum isoliert

Ein 36-jähriger Nürnberger Bürger, der sich derzeit in Karlsruhe aufhält, wurde am gestrigen Donnerstag, 27. Februar 2020, positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. Er befindet sich in Karlsruhe in stationärer Behandlung in Quarantäne. Das Gesundheitsamt der Stadt Nürnberg hat umgehend mit der Familie in Nürnberg Verbindung aufgenommen. Die Familienmitglieder – die Ehefrau mit zwei Kindern sowie die Schwiegermutter des Erkrankten – befinden sich bereits im Klinikum Nürnberg auf Isolierstation zur Abklärung. Schwiegermutter und Kinder weisen respiratorische Symptome auf. Mit den Testergebnissen wird nicht vor dem morgigen Samstag, 29. Februar 2020, gerechnet.




28. Februar 2020, 13.48 Uhr: Erlanger Kinderarzt war bei Meeting

Der in Mittelfranken erkrankte Kinderarzt war vergangene Woche bei einem Meeting in München, wo er auf einen infizierten Italiener traf, der vier Tage in München verweilte. Das Gesundheitsamt ordnete die Isolierung an. Insgesamt haben zehn Personen bei dem Meeting teilgenommen. Neben dem Italiener und dem Arzt aus Erlangen, seien drei weitere dieser zehn Kontaktpersonen unterdessen positiv getestet worden. Darunter zwei Menschen aus Baden Württemberg und einer aus Schweden. Eine weitere Person aus Frankreich zeigt bereits Symptome.


28. Februar 2020, 13.27 Uhr: Einsatzkräfte haben Infektionsschutz bekommen

Neben den üblichen Rettungskräften, habe man nun auch viele Polizeifahrzeuge und Feuerwehrfahrzeuge mit Infektionsschutzausrüstung ausgestattet. Zum Thema Flüchtlinge sagt Herrmann, dass man ankommende Migranten sofort testen würde.




28. Februar 2020, 13.15 Uhr: Bayerische Staatsregierung gibt Lagemeldung ab

Das Kabinett traf sich eben zu einer Aussprache in Sachen Corona. Gesundheitsministerin bestätigt 15. Coronafall im Freistaat und lobt das Vorgehen der Behörden. Nur durch höchste Anstrengungen konnte man die Lage im südbayerischen Raum eindämmen. Ferner will man jetzt auch Flyer in Zügen und an Flughäfen auslegen. Der in Mittelfranken erkrankte Kinderarzt war vergangene Woche bei einem Meeting in München, wo er auf einen infizierten Italiener traf, der vier Tage in München verweilte. Die Risikoeinschätzung, sich anzustecken sei laut Ministerium aber nicht mehr gering, sondern mäßig.

Gesundheitsministerin Huml unterstrich: „Der Schutz der Bevölkerung hat für uns weiterhin oberste Priorität. Deshalb haben wir uns auch auf das Ende der Faschingszeit vorbereitet, wenn bayerische Italien-Urlauber zurück nach Bayern kommen. Seit gestern informieren wir gezielt Reisende in Form von Handzetteln und Plakaten verstärkt über die Coronavirus-Gefahr. Dabei geben wir auch konkrete Handlungsempfehlungen für Menschen, die nach Italien fahren wollen. Die Informationen werden auf Deutsch, Englisch und Italienisch zur Verfügung gestellt.“

Huml fügte hinzu: „Bayern war beim Thema Coronavirus gut vorbereitet. So hatten wir bereits vor dem Bekanntwerden der ersten Verdachtsfälle den Ablauf der Meldewege und die Ermittlung von Kontaktpersonen genau geregelt. Außerdem hatte das bayerische Gesundheitsministerium vorsorglich alle Krankenhäuser in Bayern darum gebeten, sich auf die Aufnahme von Patienten mit einer bestätigten Infektion vorzubereiten. Mit dem Auftreten des ersten Verdachtsfalls in Bayern am 24. Januar haben wir einen Arbeitsstab im Gesundheitsministerium gebildet. Es gab seitdem fast täglich gemeinsame Lagebesprechungen mit dem LGL. Mittlerweile nehmen auch das Innenministerium, das Verkehrsministerium und das Wirtschaftsministerium regelmäßig an den Sitzungen teil. Außerdem sind wir natürlich in engem Kontakt mit dem Bundesgesundheitsministerium und dem Robert Koch-Institut in Berlin.“


28. Februar 2020, 12.25 Uhr: 655 Fälle in Italien

Betroffen:

  • Region Lombardei
  • Stadt Vo (in der Provinz Padua in der Region Venetien)




28. Februar 2020, 12.19 Uhr: Kinderarzt aus Hamburg infiziert

Das UKE Hamburg-Eppendorf bestätigte am Mittag, dass ein Klinikarzt an Corona erkankt ist. Er sei nach eigenen Angaben beschwerdefrei. Kontaktpersonen wurden bereits ermittelt und Abstriche genommen.




28. Februar 2020, 10.44 Uhr: Lageeinschätzung für Bayern

Das Risiko für die Bevölkerung in Bayern, sich mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren, wird von der „Task Force Infektiologie“ des LGL und vom Robert Koch-Institut (RKI) derzeit als gering erachtet. Bayern ist durch die Task Force Infektiologie gut vorbereitet: In Alarmplänen sind zum Beispiel der Ablauf der Meldewege im Krankheitsverdachtsfall und die Ermittlung von Kontaktpersonen genau geregelt. Die bayerischen Gesundheitsbehörden stehen dabei in engem Kontakt mit dem Bund und den anderen Bundesländern.

Das Robert Koch-Institut empfiehlt in der gegenwärtigen Situation, in der die meisten Fälle im Zusammenhang mit einem Aufenthalt im Risikogebiet oder lokalen Clustern (lokale Häufungen) auftreten, eine Eindämmungsstrategie. Die massiven Anstrengungen auf allen Ebenen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) verfolgen das Ziel, einzelne Infektionen so früh wie möglich zu erkennen und die weitere Ausbreitung des Virus dadurch so weit wie möglich zu verhindern. Um das zu erreichen, müssen Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrochen werden. Dies gelingt nur, wenn Kontaktpersonen von labordiagnostisch bestätigten Infektionsfällen möglichst lückenlos identifiziert und für 14 Tage (maximale Dauer der Inkubationszeit) in häuslicher Quarantäne untergebracht werden. In diesen 14 Tagen ist das Gesundheitsamt mit den Betroffenen täglich in Kontakt, um rasch zu handeln, falls Symptome auftreten sollten.




28. Februar 2020, 10.15 Uhr: 27 neue Fälle in Deutschland

Insgesamt sind in Deutschland jetzt 53 laborbestätigte Fälle von Covid-19 bekannt. Dies beinhaltet auch die bereits gesunden Patienten aus Bayern. Die meisten Personen sind bereits wieder gesund und aus der Klinik entlassen. Weltweit wurden 83.392 Fälle , gemeldet, davon sind 2.858 Menschen verstorben. Betroffene Gebiete in Deutschland: Heinsberg, Baden Württemberg, München, Erlangen.

  • Bayern
  • Baden-Württem­berg
  • Nord­rhein-West­falen
  • Hessen
  • Hamburg

28. Februar 2020, 10.15 Uhr: Robert-Koch-Institut untermauert die Gefährlichkeit von Corona

RKI-Vizepräsident Lars Schaade bestätigte am Freitagmorgen nochmal die Gefährlichkeit von Corona. Dabei spreche man aber nicht von der modernen Pest, sondern einer ähnlichen Form wie bei Influenza. Allerdings könnte Corona tatsächlich eine besonders schwere Form sein. Das Robert Koch-Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein. Auf globaler Ebene handelt es sich um eine sich sehr dynamisch entwickelnde und ernst zu nehmende Situation. Für eine abschließende Beurteilung der Schwere der neuen Atemwegserkrankung liegen gegenwärtig nicht genügend Daten vor. Bei einem Teil der Fälle sind die Krankheitsverläufe schwer, auch tödliche Krankheitsverläufe kommen vor. Mit einem Import von weiteren Fällen nach Deutschland muss gerechnet werden. Auch weitere Übertragungen, Infektionsketten, lokale Infektionsgeschehen und Ausbrüche sind in Deutschland möglich. Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung wird in Deutschland aktuell als gering bis mäßig eingeschätzt. Eine weltweite Ausbreitung des Erregers ist wahrscheinlich. Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern.




28. Februar 2020, 10.10 Uhr: Infizierter Mittelfranke soll Arzt aus Erlangen sein

Das zuständige Gesundheitsamt habe im Zusammenhang mit dem neuen Fall in Franken bereits damit begonnen, mögliche Kontaktpersonen zu ermitteln. Es soll sich laut dem Bayerischen Gesundheitsministerium um einen Mediziner der Universitätsklinik Erlangen. Dort sei der Mann auch isoliert untergebracht. Die Erlanger Hautklinik, in der der Mann tätig ist, wolle nun alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um Patienten und Mitarbeiter zu schützen. Das zuständige Gesundheitsamt hat bereits Kontaktpersonen ermittelt. Diese sollen sich häuslich isolieren und sich mit Angaben zu ihrem Gesundheitsstatus fortlaufend beim Gesundheitsamt melden. Der Arzt nahm bei einem Meeting in München teil, wo er auf einen infizierten Italiener traf.




27. Februar 2020, 21.18 Uhr: Mann aus Mittelfranken infiziert

Nach gut vier Wochen war Bayern offiziell wieder für wenige Stunden Coronavirus-frei. Der letzte Patient sei aus dem Krankenhaus entlassen worden, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstagnachmittag mit. Nähere Angaben zur Person machte es nicht. Er war im Klinikum München-Schwabing behandelt worden, nachdem er sich mit dem neuartigen Erreger Sars-CoV-2 angesteckt hatten. Insgesamt waren in Bayern 14 Coronavirus-Fälle bekannt geworden, der erste davon vor viereinhalb Wochen.

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Donnerstagabend über die aktuelle Entwicklung bei dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Abend ein neuer Coronavirus-Fall in Bayern bestätigt wurde. Es handelt sich um einen Mann aus Mittelfranken. Dieser hatte offenbar bei einem Kongress in München Kontakt zu einem Italiener, der bei seiner Rückkehr nach Italien positiv auf das Virus getestet wurde. Man gehe daher davon aus, dass sich der Mann aus Mittelfranken bei dem Italiener angesteckt habe, erklärte ein Ministeriumssprecher. Das zuständige Gesundheitsamt hat bereits begonnen, die Kontaktpersonen zu ermitteln. Einzelheiten werden am Freitag den Medien mitgeteilt.




27. Februar 2020, 19.30 Uhr:  Streit um Einschätzung der Lage

Das RKI hat erstmals angemerkt, dass Corona tödlicher sein könnte, als es bislang Influenza war. Die Wahrscheinlichkeit, an einer „normalen“ Grippe zu sterben, liege bei 0,1 bis 0,2 Prozent. Beim Coronavirus liege der Wert bei ein bis zwei Prozent. 80 Prozent der Infizierten hätten nur milde Symptome, wie Husten, Schnupfen oder Fieber. Todesfälle traten bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten. In Deutschland sind noch keine Todesfälle aufgetreten.Diverse Kritiker sagen, dass der Hype um Corona reine Panikmache sei.


27. Februar 2020, 19.30 Uhr:  14 neue Fälle

In NRW haben sich 14 weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Betroffen sei die Region Heinsberg. Rund 1.000 Menschen stehen unter häuslicher Quarantäne. Der Kreis Heinsberg und das NRW-Gesundheitsministerium teilten am Donnerstagabend mit, dass sich die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle im Kreis Heinsberg auf 20 erhöht habe. In Baden-Württemberg wurden vier neue Fälle bestätigt. In Baden-Württemberg infizierten sich vier weitere Menschen mit dem Virus. Das teilte das Sozialministerium am Donnerstagabend in Stuttgart mit.




27. Februar 2020, 16.50 Uhr:  Aktuelle Lage 

Insgesamt sind in Deutschland 26 laborbestätigte Fälle von Covid-19 bekannt. Die meisten Personen sind bereits wieder gesund und aus der Klinik entlassen. Weltweit wurden 82.548 Fälle gemeldet, davon sind 2.810 Menschen verstorben.


27. Februar 2020,16.13 Uhr:  Informationen der Stadt Nürnberg

Das öffentliche Gesundheitswesen und zahlreiche weitere Beteiligte haben sich unter Federführung von Umwelt- und Gesundheitsreferent Dr. Peter Pluschke in Nürnberg zum Coronavirus 2019-nCoV am heutigen Donnerstag, 27. Februar 2020, darauf verständigt, die sich fortlaufend verändernde Lage kontinuierlich zu prüfen und Entscheidungen entsprechend der weiteren Entwicklung zu treffen. In Nürnberg ist derzeit weder ein Verdachtsfall bekannt noch eine Erkrankung an dem aus China stammenden Virus festgestellt worden.

„Wir müssen jedoch damit rechnen, dass es zu einer größeren Anzahl von Erkrankungsfällen kommt und dass auch in Nürnberg Fälle auftreten“, sagt Dr. Peter Pluschke. „Wir werden die Entwicklung genau beobachten und die Lage von Tag zu Tag neu beurteilen. Das Bild von der Schwere der Erkrankung am Coronavirus scheint tendenziell in Richtung Influenza zu gehen. Mit einem Massenanfall von Erkrankten rechnen wir nach derzeitiger Erkenntnis nicht.“ Um das Erkrankungsrisiko so weit wie möglich abzusenken, wird den Bürgerinnen und Bürger empfohlen, die angesichts der ebenfalls andauernden Influenzawelle bewährten Hygienestandards einzuhalten: regelmäßiges, gut 30-sekündiges Händewaschen mit Seife und sorgfältiges Abspülen, auf Händeschütteln verzichten und beim Husten oder Niesen Einmaltaschentücher oder die Armbeuge benutzen sowie Abstand von anderen Personen zu halten. „Der Einsatz von Desinfektionsmitteln ist nur da sinnvoll, wo es im beruflichen Umfeld, etwa in der Pflege, erforderlich ist“, so Dr. Pluschke.



Dr. Alice Schaffer, für Infektionsschutz zuständige Ärztin am Gesundheitsamt, verweist auf viele Unklarheiten über das Corona-Virus und seine Ausbreitung. „Viele Eigenschaften des Virus sind noch nicht bekannt, wie zum Beispiel wann und wie lange Erkrankte ansteckend sind. Die meisten Infizierten haben nur geringe Symptome. Gegenüber der Influenza ist die Erkrankung allein aufgrund der Symptome schwer abgrenzbar.“

Am Bürgertelefon des Gesundheitsamts melden sich derzeit viele Rückkehrer aus dem Italienurlaub. „Wer Symptome wie Fieber, Husten oder Atemnot aufweisen, sollte sich telefonisch an seinen Hausarzt beziehungsweise einen niedergelassenen Arzt oder eine niedergelassene Ärztin wenden und dort sagen, woher er kommt und mit welchen Symptomen. Dann kann sich die Praxis auf den Patienten einstellen“, sagt Dr. Schaffer. Wer Symptome hat und beim Arzt auf das Coronavirus getestet wird, muss auf das Ergebnis bis zu drei Tage warten. Positive Ergebnisse werden dem Gesundheitsamt gemeldet, das die Kontaktpersonen ermittelt und sich mit ihnen in Verbindung setzt. „Nur wer Symptome hat, sollte sich testen lassen“, betont Dr. Schaffer. Wegen der langen Inkubationszeit haben prophylaktische Tests keinerlei Aussagewert. Wenn jemand aus einem ausgewiesenen Risikogebiet in Italien kommt (derzeit Provinz Lodi und die Stadt Vo) und Symptome hat, soll er oder sie sich sofort mit dem Gesundheitsamt in Verbindung setzen. Im Regelfall werden erkrankte Personen und enge Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne bleiben. Dabei hält das Gesundheitsamt täglichen Kontakt. Wer schwere Symptome hat, muss zur Abklärung und Behandlung ins Krankenhaus. Kapazitäten stehen in den Kliniken bereit.



Schulen, Kindertagesstätten öffnen wieder

Nach derzeitigem Stand öffnen Schulen und Kindertagesstätten nach den Faschingsferien wie gewohnt. Die Einrichtungen des Jugendamts sind informiert und sensibilisiert. Sollten Verdachtsfälle auftreten, werden diese an das Gesundheitsamt gemeldet. Das Gesundheitsamt entscheidet dann über das weitere Vorgehen, also etwa über eine mögliche Schließung einer Einrichtung.

Albrecht-Dürer-Airport Nürnberg

Auswirkungen auf den Flugverkehr gibt es aktuell nicht. Der Flughafen Nürnberg ist gerüstet, um mögliche Risikofälle zu isolieren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Flughafen-Feuerwehr sind entsprechend geschult und vorbereitet.

Das Gesundheitsamt der Stadt Nürnberg hat eine Bürgerhotline zum Coronavirus geschaltet: Unter der Telefonnummer 09 11 / 2 31-1 06 66 sind montags bis donnerstags zwischen 8.30 Uhr und 16 Uhr und freitags zwischen 8.30 und 12:00 Uhr Fachkräfte erreichbar, die Fragen zu dem Virus beantworten. Zur Entlastung will die Stadt in der nächsten Woche das Bürgertelefon einrichten, dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jedoch erst noch geschult werden müssen.




27. Februar 2020,13.10 Uhr:  Wann muss ich zum Arzt? 

Patienten mit grippeähnlichen Symptomen, können sich auf Influenza testen lassen. Denn wenn der Test positiv reagiert muss man nicht weiter reagieren. Hat ein Patient aber Symptome, obwohl er negativ auf Influenza getestet ist, so kann das gerade bei möglichen Verdachtskontakten ein erster Hinweise aus Corona sein. Es folgen dann ein Abstrich und ein Blutbild. Erst dann kann eine genaue Diagnose getroffen werden. Gefährdet sind vor allem Personen, die mit Menschen aus den Krisenregionen zu tun haben. Dazu zählen auch medizinisches Personal, Mitarbeiter von Bahnhöfen, Flughäfen und Autobahnraststätten.


27. Februar 2020, 11.50 Uhr:  Aktuelle Lage 

Insgesamt sind in Deutschland 27 laborbestätigte Fälle von Covid-19 bekannt. Die meisten Personen sind bereits wieder gesund und aus der Klinik entlassen. Weltweit wurden 82.168 Fälle gemeldet, davon sind 2.801 Menschen verstorben


26. Februar 2020, 20.22 Uhr:  Aktuelle Lage 

Insgesamt sind in Deutschland 18 laborbestätigte Fälle von Covid-19 bekannt. Die meisten Personen sind bereits wieder gesund und aus der Klinik entlassen. Italien meldet bislang fünf Tote und 160 Infizierte. Weltweit wurden 81.245 Fälle gemeldet, davon sind 2.770 Menschen verstorben.




26. Februar 2020, 19.48 Uhr: Laufend neue Fälle in Deutschland 

In Baden-Württemberg haben sich drei weitere Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, wie am Mittwoch bekannt wurde. Es handelt sich dabei um einen 25-jährigen Urlauber, seinen Reisebegleiter und seinen Vater. Laut unbestätigten Meldungen soll aber auch ein weiterer Bundeswehrsoldat aus Rheinland-Pfalz infiziert sein. Zudem bestätigte die Regierung einen infizierten Oberarzt aus Tübingen, der zudem an einem Ärztekongress teilnahm.


26. Februar 2020, 19.31 Uhr: Offizielles Statement der Regierung

26. Februar 2020, 19.31 Uhr:  Aktuelle Lage 

Insgesamt sind in Deutschland 18 laborbestätigte Fälle von Covid-19 bekannt. Die meisten Personen sind bereits wieder gesund und aus der Klinik entlassen. Italien meldet bislang fünf Tote und 160 Infizierte. Weltweit wurden 81.191 Fälle gemeldet, davon sind 2.768 Menschen verstorben.




26. Februar 2020, 19.11 Uhr:  Kindergärtnerin infiziert, Ehemann war bei Karneval

Es gibt weitere Fälle in Deutschland. Ein Ehepaar aus Baden Württemberg könnte hunderte Menschen angesteckt haben. Die Frau hatte bis Freitag noch in einem Kindergarten gearbeitet. Die Einrichtung wurde umgehend geschlossen. Die betroffenen Kinder müssen zu Hause bleiben. Der Ehemann hingegen, soll noch an Karnevalsveranstaltungen teilgenommen haben.


Hier nochmal das Interview zum Thema




26. Februar 2020, 17.11 Uhr:  Mögliche Kontaktpersonen in Bayern – Kinobesucher in Gefahr

Hinweisen auf mögliche bayerische Kontaktpersonen des ersten bestätigten Coronavirus-Falles in Baden-Württemberg wird derzeit nachgegangen. Das Gesundheitsamt des Landkreises Neu-Ulm hat dazu in Abstimmung mit dem LGL und dem bayerischen Gesundheitsministerium eine Pressemitteilung veröffentlicht (siehe Link unten). Darin stehen Hinweise für die Besucher eines Kinos in Neu-Ulm, in dem der Mann aus dem Landkreis Göppingen am vergangenen Samstag einen Film angesehen hat. 138 Menschen waren hier betroffen.

Das bayerische Gesundheitsministerium rät zudem weiterhin Rückkehrern aus einem Italien-Urlaub, sich bei einem begründeten Verdacht einer Coronavirus-Infektion telefonisch an den Hausarzt wenden. Ein begründeter Verdachtsfall besteht bei Personen, die Symptome haben und sich vorher in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Wer in Italien mit einem Coronavirus-Erkrankten persönlichen Kontakt hatte, sollte sich umgehend an sein Gesundheitsamt wenden.

Link zur PM des Landkreises Neu-Ulm: https://landkreis.neu-ulm.de/de/aktuelles-detail/patient-mit-coronavirus-erkrankung-besuchte-kino-in-neu-ulm.html




26. Februar 2020, 15.11 Uhr:  Keine neuen Fälle in Bayern

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Mittwoch über die aktuelle Entwicklung bei den Fällen mit dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bis zum frühen Mittwochnachmittag keine neuen Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt wurden. Damit hat es bislang (Stand 15.00 Uhr) insgesamt 14 bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern gegeben. Davon befindet sich noch ein Fall in der München Klinik Schwabing.


25. Februar 2020, 22.11 Uhr:  Webseite des Gesundheitsministeriums überlastet

Am Abend blieb die Homepage des Bundesgesundheitsministeriums immer wieder mal offline. Schuld daran waren offenbar die hohen Zugriffszahlen.





25. Februar 2020, 22.05 Uhr:  Bestätigter Fall in Baden-Württemberg

Auch in Baden-Württemberg gibt es einen ersten Fall. Wie das baden-württembergische Sozialministerium mitteilt, handelt es sich um einen 25-jährigen Mann aus dem Landkreis Göppingen, der sich vermutlich während einer Italienreise in Mailand angesteckt hat.


25. Februar 2020, 22.00 Uhr:  Bestätigter Fall in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen ist zum ersten Mal mindestens ein Patient positiv auf den Erreger der Corona-Krankheit getestet worden. Wie mehrere Medien berichten, geht es dabei um ein Ehepaar aus Erkelenz. Bei mindestens einem der Partner wurde der Erreger festgestellt. Beide wurden mit Krankenwagen in eine Düsseldorfer Klinik gebracht.




25. Februar 2020, 21.40 Uhr:  1.000 Urlauber in Hotel auf Teneriffa in Quarantäne


25. Februar 2020, 17.30 Uhr: Bayerisches Update

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Dienstag über die aktuelle Entwicklung bei den Fällen mit dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bis zum frühen Dienstagnachmittag keine neuen Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt wurden. Damit hat es bislang (Stand 15.00 Uhr) insgesamt 14 bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern gegeben.

Davon befindet sich nur noch ein Fall in der München Klinik Schwabing. Denn mittlerweile ist ein weiterer Fall aus der München Klinik Schwabing entlassen worden. Grundlage dafür waren die RKI-Kriterien zur Aufhebung von Isolierungsmaßnahmen und zur Entlassung aus dem Krankenhaus (siehe Link unten). Einzelheiten zur Person werden wegen des erforderlichen Persönlichkeitsschutzes nicht genannt.

Zu der Coronavirus-Lage in Italien gab es am Dienstag im Gesundheitsministerium in München ein Gespräch mit Ärzteverbänden und der Bayerischen Krankenhausgesellschaft. Besprochen wurden dabei unter anderem Details für das Vorgehen im Fall möglicher Infektionen von Reisenden, die aus Italien zurückkehren. Dieser Personenkreis wird zudem gezielt informiert.



Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml erläuterte nach dem Treffen: „Wir müssen jetzt alles daran setzen, einzelne Infektionen so früh wie möglich zu erkennen. Wichtig ist zunächst zu klären, ob überhaupt ein begründeter Verdachtsfall vorliegt.“ Wer dies befürchtet, sollte sich telefonisch an den Hausarzt wenden. Ein begründeter Verdachtsfall besteht bei Personen, die Symptome haben und sich vorher in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Wer in Italien mit einem Coronavirus-Erkrankten persönlichen Kontakt hatte, sollte sich umgehend an sein Gesundheitsamt wenden.

Huml betonte: „Aktuell hat die WHO noch keinen Pandemiefall ausgerufen. Bayerns Gesundheitsbehörden sind aber dennoch gut gerüstet. Die Gesundheitsbehörden haben durch das Infektionsschutzgesetz verschiedene Möglichkeiten und Befugnisse, um Infektionsschutzmaßnahmen einzuleiten und durchzusetzen. Wichtig ist aber, immer im konkreten Einzelfall zu entscheiden und dabei mit Augenmaß vorzugehen.“ Huml verwies darauf, dass die bayerischen Krankenhäuser auf mögliche Krankheitsfälle vorbereitet sind: „Bayerns Krankenhäuser stellen sich auf die Versorgung stationär behandlungsbedürftiger Patienten ein und halten im Rahmen ihrer Kapazitäten entsprechende qualifizierte Versorgungangebote vor.“




25. Februar 2020, 15.50 Uhr: Deutschland erwartet weitere Fälle

Am Nachmittag wollen die Gesundheitsminister aus Italiens Nachbarländern zu einem Krisentreffen in Rom zusammenkommen. Mit dabei ist auch Deutschlands Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Denn auch Deutschland erwartet mehr Infektionen.  In Nordrhein-Westfalen sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der Rheinischen Post: „Mit einem Import von einzelnen Fällen auch nach Nordrhein-Westfalen muss gerechnet werden.“ Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung bleibe aber derzeit weiterhin gering.‎ „Wenn ein Fall oder mehrere Fälle im Land auftreten sollte, sind wir gut darauf vorbereitet“, so Laumann weiter. Das Ministerium verweist darauf, dass es in NRW-Krankenhäusern rund 1.900 Isolierbetten gebe. Hier könnten Covid-19-Patienten versorgt werden.


25. Februar 2020, 13.40 Uhr: Weitere Fälle in Italien, Österreich und Kroatien

In Österreich gibt es erstmals zwei bestätigte Coronavirus-Fälle. Zwei Personen wurden in Tirol mit dem Virus infiziert, sagte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) gegenüber der APA. Die beiden 24-Jährigen, wovon einer offenbar aus der Lombardei stammt, befinden sich in der Innsbrucker Klinik in Isolation. Sie sind jedenfalls “nicht lebensbedrohlich” erkrankt, sondern haben lediglich Fieber, schreibt das Portal Südtirolnews. Die beiden in Innsbruck wohnhaften Personen hatten sich selbst an die Leitstelle gewandt und ihre Symptome geschildert. Das Land gab bisher keine Auskunft darüber, wo sich die Personen angesteckt haben könnten. Weitere diesbezügliche Informationen sollen im Laufe des Dienstags folgen. Ausgeforscht werde nun auch die Kontaktpersonen der beiden.




25. Februar 2020, 07.00 Uhr: Bundesminister gibt finanzielle Hilfen frei 

Angesichts der Entwicklung in Italien rechnet Bundesgesundheitsminister Jens Spahn damit, dass sich das Coronavirus auch in Deutschland ausbreiten kann. „Durch die Lage in Italien ändert sich auch unsere Einschätzung der Lage: Corona ist als Epidemie in Europa angekommen“, sagte Spahn auf einer Pressekonferenz in Berlin. „Deshalb müssen wir damit rechnen, dass sie sich auch in Deutschland ausbreiten kann“, so Spahn. Dafür sei Deutschland bestmöglich vorbereitet. Um Erkenntnisse über das Virus zu sammeln und Therapien sowie Impfstoffe zu verbessern, versprach Spahn weitere finanzielle Mittel für die Forschung.

Insgesamt sind in Deutschland 16 laborbestätigte Fälle von Covid-19 bekannt. Ein Deutscher erkrankte in Spanien. Die meisten Personen sind bereits wieder gesund und aus der Klinik entlassen. Auch die übrigen Patienten sind auf dem Weg der Besserung. Weltweit wurden 80.142 Fälle gemeldet, davon sind 2.698 Menschen verstorben.




24. Februar 2020, 15.52 Uhr: Bayern rüstet sich für mögliche Coronavirus-Fälle aus Italien

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Montag über die aktuelle Entwicklung bei den Fällen mit dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bis zum Montagmittag keine neuen Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt wurden. Damit hat es bislang (Stand 14:00 Uhr) insgesamt 14 bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern gegeben. Davon befinden sich noch zwei Fälle in der München Klinik Schwabing.

Mit der Coronavirus-Lage in Italien befasste sich am Montag der zuständige Arbeitsstab des bayerischen Gesundheitsministeriums. Das Gremium bereitete das Vorgehen der Gesundheitsbehörden für den Fall möglicher Infektionen von Reisenden vor, die aus Italien zurückkehren. Details werden kurzfristig in enger Abstimmung mit den Ärzteverbänden festgelegt. Das LGL stellt ferner Informationen speziell für Italien-Reisende bereit. Wer in Italien mit einem Coronavirus-Fall persönlichen Kontakt hatte, sollte sich umgehend an sein Gesundheitsamt wenden.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat am Montag zudem mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn telefoniert. Sie betonte anschließend: „Wir beobachten die Entwicklung in Italien sehr genau. Dabei ist natürlich auch wichtig, wie das Robert Koch-Institut (RKI) und das Auswärtige Amt die Lage einschätzen.“


24. Februar 2020, 14.30 Uhr: Chaos in Italien – Tote und Infizierte – Behörden riegeln Orte ab

In Italien ist die Zahl der Toten durch das Coronavirus auf sieben gestiegen. Mehr als 220 Menschen sind infiziert. Die Regierung ergriff drastische Maßnahmen gegen die Ausbreitung. Ortschaften wurden abgeriegelt. Zehn Orte sind unter Quarantäne, das öffentliche Leben liegt weitgehend lahm. Betriebe, Geschäfte, Museen und Schulen sind geschlossen. Es ist nicht erlaubt, aus den Orten raus- oder in sie hineinzufahren. In Norditalien bleiben Schulen und Kindergärten geschlossen. Der „Patient Null“, also derjenige, der für die Streuung verantwortlich ist, konnte noch nicht ermittelt werden. Auch Züge nach Bayern wurden zeitweise gestoppt. Eine Reisewarnung liegt noch nicht vor.




24. Februar 2020, 13.00 Uhr: 150 Tote an einem Tag in China

Wuhan bleibt weiter abgeriegelt, Chiina meldet alleine 150 neue Todesfälle in 24 Stunden. Es wurden weitere Veranstaltungen abgesagt. Über 77.000 Menschen sind infiziert.


24. Februar 2020, 10.00 Uhr: Newsticker wieder aktiviert


13. Februar 2020, 14.15 Uhr: Erste Krankenhausentlassung

Bis Donnerstagvormittag haben sich nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) keine weiteren Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt. Damit hat es bislang (Stand 13.00 Uhr) insgesamt 14 bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern gegeben. Davon ist ein Fall am Mittwoch aus der München Klinik Schwabing entlassen worden. Vorausgegangen waren intensive Abstimmungsgespräche des LGL mit hochrangigen wissenschaftlichen Experten unter Beteiligung des Robert Koch-Institutes. Einzelheiten zur Person werden mit Blick auf den erforderlichen Persönlichkeitsschutz nicht genannt.




11. Februar 2020, 19.15 Uhr: 14 Infizierte in Bayern

Erst heute Morgen hat der Autozulieferer Webasto wieder den Betrieb aufgenommen. Am Abend wurde dann bekannt: Zwei weitere Mitarbeiter sind am Virus erkrankt. Das gab ein Ministeriumssprecher in München unter Berufung auf Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bekannt. Damit gibt es derzeit insgesamt 14 bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern, zwei der Wuhan Rückkehrer in Hessen und ein Deutscher, der sich in Spanien befindet. Die beiden neuen Fälle stehen im Zusammenhang mit der Firma aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch die meisten bislang bekannten Fälle beschäftigt sind. Einzelheiten wird das bayerische Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilen.




07. Februar 2020, 19.09 Uhr: Zwölf Infizierte in Bayern

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Freitag erneut über die aktuelle Entwicklung bei den Fällen mit dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ein weiterer Coronavirus-Fall in Bayern bestätigt wurde. Damit gibt es derzeit insgesamt zwölf bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern, zwei der Wuhan Rückkehrer in Hessen und ein Deutscher, der sich in Spanien befindet.

Bei dem zwölften Fall aus Bayern handelt es sich um die Frau eines Mannes, dessen positiver Befund vergangene Woche bekannt geworden war und der derzeit in der München Klinik Schwabing behandelt wird. Der Mann ist Mitarbeiter von Webasto, wo auch die meisten bislang bekannten Fälle beschäftigt sind. Die Frau wird medizinisch überwacht und ist isoliert in der München Klinik Schwabing.




06. Februar 2020, 14.01 Uhr: Elf Infizierte in Bayern

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Donnerstag über die aktuelle Entwicklung bei den Fällen mit dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ein weiterer Coronavirus-Fall in Bayern bestätigt wurde. Damit gibt es derzeit (Stand 13.00 Uhr) insgesamt elf bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern, zwei der Wuhan Rückkehrer in Hessen und ein Deutscher, der sich in Spanien befindet.

Bei dem elften Fall aus Bayern handelt es sich um die Frau des Mannes aus dem Landkreis Traunstein, dessen positiver Befund vergangene Woche bekannt geworden war. Der Mann ist Mitarbeiter von Webasto, wo auch die anderen erwachsenen sieben bislang bekannten Fälle beschäftigt sind. Zwei der Kinder des Paares sind ebenfalls bereits positiv getestet worden. Sie sind nach Ärzte-Angaben ebenso wie die Mutter symptomfrei. Auch der gesundheitliche Zustand des Vaters ist stabil. Die Familie befindet sich in Trostberg im Krankenhaus. Die anderen sieben Patienten sind in der München Klinik Schwabing.




05. Februar 2020, 16.01 Uhr: China-Veranstaltungen entfallen

Angesichts der momentanen Situation in China aufgrund des Coronavirus und der dadurch veranlassten Stornierung von internationalen Flügen entfällt sowohl der für Freitag, 7. Februar, angekündigte Gala-Abend „Gourmet auf Chinesisch“ des Bildungszentrums im Südpunkt, Pillenreuther Straße 147, als auch der für Samstag, 8. Februar 2020, angekündigte chinesische Gourmet-Abend im Grand Hotel Nürnberg, Bahnhofstraße 1-3. Die angekündigten Köche aus China können nicht anreisen.


04. Februar 2020, 16.53 Uhr: Alle zehn bayerische Patienten stabil

Dies galt auch für den zehnten Fall, der am Montagabend bestätigt worden war. Es handelt sich um einen Mitarbeiter der Firma aus dem Landkreis Starnberg, bei der nun insgesamt acht bekannt gewordene Coronavirus-Fälle beschäftigt sind. Der 58-Jährige aus dem Landkreis München befindet sich wie sechs weitere Fälle in der München Klinik Schwabing. Die drei anderen Patienten – ein Mann und zwei seiner Kinder – befinden sich in Trostberg im Landkreis Traunstein im Krankenhaus.

Die Ministerin betonte: „Für die Bayerische Staatsregierung hat der Schutz der Bevölkerung oberste Priorität – dies gilt auch für den neuartigen Coronavirus. Klar ist: Die bayerischen Gesundheitsbehörden sind gut gerüstet. Neben den bereits getroffenen präventiven Maßnahmen werden lagebezogen weitere notwendige Schritte zum Schutz der Bevölkerung in Bayern ergriffen.“ Huml fügte hinzu: „Für Einreisende auf deutschen Flughäfen brauchen wir rasch eine bundeseinheitliche Regelung. Hier ist der Bund gefordert.“




03. Februar 2020, 21.07 Uhr: Bayern meldet jetzt zehn Infizierte, darunter zwei Kinder

Ein Ministeriumssprecher teilte am Abend nochmals in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Abend ein weiterer Coronavirus-Fall in Bayern bestätigt wurde. Es handelt sich wieder um einen Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der nun insgesamt acht bekannt gewordene Coronavirus-Fälle beschäftigt sind. Er befindet sich wie sechs weitere Fälle in der München Klinik Schwabing. Damit gibt es insgesamt zehn Coronavirus-Fälle in Bayern, zwei der Wuhan Rückkehrer in Hessen und ein Deutscher, der sich in Spanien befindet.




03. Februar 2020, 19.28 Uhr: Bayern meldet jetzt neun Infizierte, alle aus dem engsten Umfeld der Firma Webasto

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Montag ein zweites Mal über die aktuelle Entwicklung bei dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte am Abend in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Abend ein weiterer Coronavirus-Fall in Bayern bestätigt wurde. Es handelt sich um ein weiteres Kind des Mannes aus dem Landkreis Traunstein, dessen positiver Befund vergangene Woche bekannt geworden war.

Der Mann ist Mitarbeiter von Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch die anderen erwachsenen sechs bislang bekannten Fälle beschäftigt sind. Alle drei Familienmitglieder, die positiv getestet worden sind, befinden sich nach Ärzte-Angaben derzeit in einem stabilen gesundheitlichen Zustand. Damit gibt es insgesamt neun Coronavirus-Fälle in Bayern, zwei der Wuhan Rückkehrer in Hessen und ein Deutscher, der sich in Spanien befindet. Einzelheiten werden am Dienstag den Medien mitgeteilt.




03. Februar 2020, 04.10 Uhr: Stadt Nürnberg richtet Hotline ein

Das Gesundheitsamt der Stadt Nürnberg hat am heutigen Montag, 3. Februar 2020, eine Bürgerhotline zum neuen Coronavirus geschaltet. Unter der Telefonnummer 09 11 / 2 31 1 06 66 sind montags bis freitags zwischen 8.30 Uhr und 17 Uhr Fachräfte erreichbar, die Fragen zu dem neuartigen Virus beantworten.


03. Februar 2020, 04.10 Uhr: Keine neuen Fälle in Bayern 

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Montag über die aktuelle Entwicklung bei den Fällen mit dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass sich am Montagmittag nach Ärzte-Angaben alle acht Fälle in einem gesundheitlich stabilen Zustand befanden. Dies gilt auch für den achten Fall, der am Samstagabend bekannt geworden war. Es handelt sich nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) um einen 33-jährigen Mann, der in der Stadt München wohnhaft ist. Er ist Mitarbeiter der Firma aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch sechs der bislang bekannt gewordenen Coronavirus-Fälle beschäftigt sind. Er befindet sich wie fünf weitere Fälle in der München Klinik Schwabing.

Der siebte Fall war am Freitagabend bekannt geworden. Es handelt sich um einen 52-jährigen Mann, der im Landkreis Fürstenfeldbruck wohnhaft ist. Der sechste Fall war am Freitagmittag bestätigt worden. Es handelt sich um ein Kind des Mannes aus dem Landkreis Traunstein, dessen positiver Befund am späten Donnerstagabend bekannt geworden war. Der Vater und das Kind befinden sich in gesundheitlich stabilem Zustand in Trostberg im Krankenhaus.

In der Firma aus dem Landkreis Starnberg hatte am vergangenen Mittwoch, Donnerstag und Freitag eine Testaktion für Mitarbeiter stattgefunden. Davon liegen seit Sonntag insgesamt 143 Ergebnisse vor, von denen zwei positiv waren. Die positiven Befunde stammen von dem Mann aus München und dem Mann aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck.




03. Februar 2020, 07.10 Uhr: Wuhan errichtet Krankenhaus-Neubau in nur acht Tagen

Das erste von zwei neuen chinesischen Krankenhäusern in Wuhan ist nach nur acht Tagen Bau fertig. Die ersten Patienten werden heute schon zur Isolation erwartet, berichten staatliche Medien. Das Krankenhaus umfasst 1000 Betten. Mehr als 7500 Arbeiter sind an dem Schnellbauprojekt beteiligt. Das zweite Krankenhaus „Leishenshan“ („Donnergott Berg“) mit 1600 Betten soll am 05. Februar eröffnet werden. Die Pläne für die Bauprojekte stammen von einem ähnlichen Schnellbau in Peking aus dem Jahr 2003 zur Bekämpfung des SARS-Virus.


03. Februar 2020, 07.00 Uhr: Informationsflut sei bedenklich 

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat sich besorgt gezeigt über die Informationsflut zum Coronavirus. Der Ausbruch des Erregers 2019-nCoV sei von einer „massiven Infodemie“, einer Überschwemmung an Informationen begleitet worden, teilte sie am Sonntagabend in Genf. Einige Informationen seien korrekt, andere nicht. Auch der Rauch von Feuerwerk helfe nicht gegen den Erreger, schreibt die WHO. Die Annahmen von Briefen oder Päckchen aus China sei hingegen ungefährlich. Das Virus überlebe nicht lange auf solchen Objekten. Auf einer gesonderte Webseite rät die WHO unter anderem zum regelmäßigen Händewaschen, auch wenn die Hände „nicht sichtbar dreckig“ seien. Erkrankte sollten in die Armbeuge oder in ein Taschentuch niesen und letzteres in einen geschlossen Abfalleimer werfen.


03. Februar 2020, 06.54 Uhr: Mehr chinesische Infizierte als gedacht

Experten in China warnen davor, dass die offiziellen Zahlen der Infizierten deutlich zu niedrig angesetzt sind. In einem Fachmagazin argumentieren Forscher: Allein in Wuhan könnten über 75.000 Menschen sich angesteckt haben. Demnach ist weiterhin mit einer schnellen Ausbreitung zu rechnen.




03. Februar 2020, 02.14 Uhr: 20 Wuhan-Rückkehrer in Frankreich mit Symptomen

In der Maschine, die von Frankreich gechartert worden war, befanden sich gut 250 Passagiere, davon rund 64 Franzosen. Ein Teil der Passagiere reiste weiter. In Frankreich sind bisher sechs Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Etwa 20 Passagiere, die mit einem Sonderflug aus Wuhan nach Frankreich zurückgekehrt sind, haben Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus. Es seien nun Tests geplant, teilte Gesundheitsministerin Agnès Buzyn am Sonntagabend in Paris mit.


02. Februar 2020, 15.55 Uhr: Mindestens zehn Infizierte in Deutschland, ein Deutscher in Spanien

Einen Tag nach ihrer Rückkehr aus der chinesischen Stadt Wuhan nach Deutschland sind zwei Menschen positiv auf den Coronavirus getestet worden. Die beiden Patienten sollten nun von der Südpfalz-Kaserne in Germersheim, wo sie mit mehr als 110 weiteren Rückkehrern unter Quarantäne stehen, in einem Infektionsschutz-Fahrzeug in die Uniklinik Frankfurt gebracht werden, teilte der Landkreis Germersheim am Sonntag mit. Für die ehrenamtlichen Helfer und die Bevölkerung bestehe „kein Grund zur Sorge“. Ein weiterer Deutscher, es wäre der elfte, befindet sich allerdings in Spanien und wird dort statistisch aufgeführt.




02. Februar 2020, 11.43 Uhr: Alle acht bayerischen Fälle gesundheitlich stabil

Laut Angaben der Ärzte befinden sich alle acht Fälle in einem gesundheitlich stabilen Zustand. Dies gilt auch für den achten Fall, der am Samstagabend bekannt geworden war. Es handelt sich nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) um einen 33-jährigen Mann, der in der Stadt München wohnhaft ist. Er ist Mitarbeiter der Firma aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch sechs der bislang bekannt gewordenen Coronavirus-Fälle beschäftigt sind. Er befindet sich wie fünf weitere Fälle in der München Klinik Schwabing.

Der siebte Fall war am Freitagabend bekannt geworden. Es handelt sich um einen 52-jährigen Mann, der im Landkreis Fürstenfeldbruck wohnhaft ist. Der sechste Fall war am Freitagmittag bestätigt worden. Es handelt sich um ein Kind des Mannes aus dem Landkreis Traunstein, dessen positiver Befund am späten Donnerstagabend bekannt geworden war. Der Vater und das Kind befinden sich in gesundheitlich stabilem Zustand in Trostberg im Krankenhaus.

Chefarzt Prof. Dr. med. Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie an der München Klinik Schwabing betonte am Sonntag: „Wir stehen in engem Austausch mit nationalen und internationalen medizinischen Experten von Universitäten und der WHO. Alle sechs Fälle bei uns mit Nachweis des Coronavirus (2019-nCoV) sind in einem klinisch stabilen Zustand, zeigten im Verlauf teilweise grippeähnliche Symptome und sind aktuell weitestgehend symptomfrei. Alle Patienten bleiben weiterhin zur klinischen Beobachtung bei uns.“ In der Firma aus dem Landkreis Starnberg hatte am vergangenen Mittwoch, Donnerstag und Freitag eine Testaktion für Mitarbeiter stattgefunden. Davon liegen nun 139 negative Ergebnisse und 2 positive Ergebnisse vor. Die positiven Befunde stammen von dem Mann aus München und dem Mann aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck.




 01. Februar 2020, 19.30 Uhr: 8. Corona-Fall in Bayern 

Am Samstagabend hat das bayerische Gesundheitsministerium den achten Fall in Bayern gemeldet. Es handelt sich erneut um einen 33 Jahre alten Webasto-Mitarbeiter aus Gauting, der in der Stadt München wohnhaft ist. Damit gibt es derzeit (Stand 19.00 Uhr) insgesamt acht bekannte Coronavirus-Fälle in Bayern. Der siebte Fall war am Freitagabend bekannt geworden. Es handelt sich um einen 52-jährigen Mann, der im Landkreis Fürstenfeldbruck wohnhaft ist. Der sechste Fall war am Freitagmittag bestätigt worden. Es handelt sich um ein Kind des Mannes aus dem Landkreis Traunstein, dessen positiver Befund am späten Donnerstagabend bekannt geworden war.

In der Firma aus dem Landkreis Starnberg hatte am Mittwoch, Donnerstag und Freitag eine Testaktion für Mitarbeiter stattgefunden. Davon liegen nun 139 negative Ergebnisse und 2 positive Ergebnisse vor. Die positiven Befunde stammen von dem Mann aus München und dem Mann aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck. Weitere Informationen zum Thema Coronavirus wird das bayerische Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilen.




01. Februar 2020, 10.30 Uhr: Neue Infos zum 7. Fall in Bayern 

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Samstag über die aktuelle Entwicklung bei dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass sich der am Freitagabend bekannt gewordene Fall in einem gesundheitlich stabilen Zustand befindet. Es handelt sich um einen 52-jährigen Mann, der im Landkreis Fürstenfeldbruck wohnhaft ist und sich wie vier weitere Fälle in der München Klinik Schwabing befindet. Alle sind Mitarbeiter der Firma aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch der zuerst  bekannt gewordenen Coronavirus-Fall beschäftigt ist.

Chefarzt Prof. Dr. med. Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie an der München Klinik Schwabing betonte am Samstag: „Der neu bestätigte Verdachtsfall mit Nachweis des Coronavirus (2019-nCoV) zeigt aktuell nur leichte Symptome. Auch die bereits bekannten vier Patienten mit positivem Testergebnis sind aktuell weitestgehend symptomfrei. Alle Patienten bleiben weiterhin zur klinischen Beobachtung bei uns.“

Derzeit (Stand 10.00 Uhr) gibt es insgesamt sieben bekannte Coronavirus-Fälle in Bayern. Der sechste Fall war am Freitagmittag bestätigt worden. Es handelt sich um ein Kind des Mannes aus dem Landkreis Traunstein, dessen positiver Befund am späten Donnerstagabend bekannt geworden war. Auch diese beiden Patienten befinden sich nach Klinik-Angaben (Trostberg) vom Samstag in gesundheitlich stabilem Zustand. Bei der Firma aus dem Landkreis Starnberg hatte am Mittwoch, Donnerstag und Freitag eine Testaktion für Mitarbeiter stattgefunden. Von 128 jetzt derzeit vorliegenden Ergebnissen waren 127 negativ. Der positive Befund stammt von dem Mann im Landkreis Fürstenfeldbruck.




01. Februar 2020, 10.00 Uhr: 300 Tote in China, Thailand meldet 19 Infektionen, Deutschland auf Rang 10

Vor allem in China breitet sich das Coronavirus unaufhaltsam weiter aus. Bislang wurden knapp 12.000 Infizierte und 300 Tote gemeldet. Im internationalen Vergleich, liegt Deutschland mit sieben Infektionen gemeinsam mit der USA auf dem zehnten Rang. Thailand hat bislang die zweitmeisten Krankheitsfälle (19). Japan (17), Singapure (16), Hong Kong (13), Südkorea (12), Taiwan und Australien (10), Malaysia (8), Deutschland/USA und Macau (7), Vietnam/Frankreich (6), Saudi Arabien/Canada (4), England/Russland/Italien (2), Schweden/Sri Lanka/Spanien/Philippinen/Nepal/Indien/Finnland/Kambotscha (1). (Stand 1.2.2020, 10 Uhr). 




31. Januar 2020, 20.30 Uhr: Bayern meldet neuen Fall in Fürstenfeldbruck

Der siebte Infizierte in Bayern wurde am Freitagabend durch das Gesundheitsministerium gemeldet. Es handelt sich um einen Mann, der im Landkreis Fürstenfeldbruck wohnhaft ist. Er ist ebenfalls Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch die fünf zuerst bekannt gewordenen Coronavirus-Fälle beschäftigt sind.

Damit gibt es derzeit (Stand 20.30 Uhr) insgesamt sieben bekannte Coronavirus-Fälle in Bayern. Der sechste Fall war am Freitagmittag bestätigt worden. Es handelt sich um ein Kind des Mannes aus dem Landkreis Traunstein, dessen positiver Befund am späten Donnerstagabend bekannt geworden war. Auch dieser Mann ist Mitarbeiter der Firma aus dem Landkreis Starnberg. Dort hatte am Mittwoch, Donnerstag und Freitag eine Testaktion für Mitarbeiter stattgefunden. Von 128 jetzt derzeit vorliegenden Ergebnissen waren 127 negativ. Der positive Befund stammt von dem Mann im Landkreis Fürstenfeldbruck – Einzelheiten dazu werden am Samstag den Medien mitgeteilt.




31. Januar 2020, 18.45 Uhr: Testaktion bei Webasto liefert 122 negative Ergebnisse

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Freitag ein zweites Mal über die aktuelle Entwicklung bei dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte am Abend in München mit, dass nun zahlreiche weitere Ergebnisse der Testaktion bei der Firma aus dem Landkreis Starnberg vorliegen, bei der die fünf zuerst bekannt gewordenen Coronavirus-Fälle beschäftigt sind. Konkret handelt es sich nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) um 122 Tests, die alle negativ ausfielen.

Damit bleibt es derzeit (Stand 18.00 Uhr) bei insgesamt sechs bekannten Coronavirus-Fällen in Bayern. Alle Betroffenen befanden sich nach Ärzte-Angaben  in einem stabilen gesundheitlichen Zustand. Der sechste Fall war am Mittag bestätigt worden. Es handelt sich um ein Kind des Mannes aus dem Landkreis Traunstein, dessen positiver Befund am späten Donnerstagabend bekannt geworden war. Der Mann ist Mitarbeiter der Firma aus dem Landkreis Starnberg. Die dortige Testaktion hatte am Mittwoch, Donnerstag und Freitag stattgefunden. Einige Ergebnisse stehen noch aus.




31. Januar 2020, 14.22 Uhr: Trotzdem geringes Ansteckungsrisiko

Auch wenn derzeit die Zahlen nach oben gehen, so kann man laut Gesundheitsamt Traunstein davon ausgehen, dass die Ansteckungsgefahr gering ist. Alle Infizierten seien weiterhin Mitarbeiter oder Angehörige der Firma Webasto, wo der erste Fall aufgetreten ist.


31. Januar 2020, 14.14 Uhr: Bayern hat jetzt mindestens sechs Fälle

Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Mittag ein weiterer Coronavirus-Fall in Bayern bestätigt wurde. Es handelt sich um ein Kind des Mannes aus dem Landkreis Traunstein, dessen positiver Befund am späten Donnerstagabend bekannt geworden war (Fall 5). Der Mann ist Mitarbeiter der Firma aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch die anderen vier bislang bekannten Fälle beschäftigt sind. Damit gibt es insgesamt sechs Coronavirus-Fälle in Bayern. Alle Betroffenen befinden sich nach Ärzte-Angaben derzeit in einem stabilen gesundheitlichen Zustand. Die Behörden gaben allerdings bekannt, dass die gesamte Familie Symptome aufzeigt. Man gehe von weiteren Infizierten aus, die Labortests würden das aber noch nicht belegen. Auch ein sechs Monate alter Säugling und zwei Kleinkinder unter fünf Jahren seien darunter.

Die Tests von weiteren Personen, die ebenfalls bei dieser Firma arbeiten, brachten bis zum Freitagmittag (12.00 Uhr) keinen weiteren positiven Befund. Weitere Einzelheiten wird das bayerische Gesundheitsministerium heute im Laufe des Abends mitteilen. Die bisher ermittelten Kontaktpersonen sollen sich weiterhin häuslich isolieren und sich mit Angaben zu ihrem Gesundheitsstatus fortlaufend beim Gesundheitsamt melden.




31. Januar 2020, 07.59 Uhr: Weitere Fluglinien stellen Flüge nach China ein

Wegen der Gefahr einer Ausbreitung des Coronavirus haben aktuell mehrere Fluggesellschaften ihren Linienverkehr von und nach China eingestellt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, flogen von Januar bis November 2019 rund 1,5 Millionen Passagiere von China nach Deutschland. Das waren in etwa so viele wie im gesamten Vorjahr (2018: 1,6 Millionen Flugpassagiere). Erfasst werden dabei ausschließlich Direktflüge. Zur Einordnung: Im Jahr 2018 landeten 720 000 Flugpassagiere aus Japan und 5,3 Millionen aus den USA auf deutschen Flughäfen.

Das Mobilitätsverhalten der heutigen Zeit kann die Verbreitung von Viruskrankheiten begünstigen. Im Jahr 2017 wurden in Deutschland 217 Fälle von Dengue-Fieber in Krankenhäusern behandelt. Hauptinfektionsländer der durch Stechmücken übertragenen Viruserkrankung befinden sich laut Robert-Koch-Institut in Süd- und Südost-Asien sowie Süd- und Mittelamerika – allesamt beliebte Reiseziele. Eine der am weitesten verbreitete Viruserkrankungen hierzulande ist jedoch die durch Influenzaviren ausgelöste Grippe: Im Jahr 2017 wurden rund 24 000 Fälle der Viruserkrankung in deutschen Krankenhäusern behandelt.




31. Januar 2020, 07.00 Uhr: Infektschutz-Einsatz in Siegsdorf

Möglicherweise gibt es weitere Coronavirus-Fälle in Siegsdorf, im Landkreis Traunstein. Das berichtet der Merkur am Morgen. Am Abend wurden dort vier Personen, zwei Erwachsene und zwei Kinder, vom BRK abgeholt. Die Einsatzkräfte trugen Schutzanzüge. Auch der Bayerische Rundfunk sowie chiemgau24.de berichten, dass ein Zusammenhang zum Coronavirus bestehen könnte.


30. Januar 2020, 21.30 Uhr: Bayern meldet fünften Corona-Infizierten

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am späten Donnerstagabend ein zweites Mal über die aktuelle Entwicklung bei dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ein weiterer Coronavirus-Fall in Bayern bestätigt wurde. Es handelt sich auch hier um einen Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch die vier bislang bekannten Fälle beschäftigt sind. Der nun fünfte Patient sei im Landkreis Traunstein wohnhaft. Einzelheiten werden am Freitag den Medien mitgeteilt.

Bei den vier bereits bekannten Fällen handelt es sich um drei Männer und eine Frau. Die Tests von weiteren Personen, die ebenfalls bei dieser Firma arbeiten, brachten bis zum Donnerstagabend (Stand 20.00 Uhr) keinen weiteren positiven Befund. Die Testung der derzeit insgesamt ermittelten 110 Kontaktpersonen aus der Firma geht laufend weiter.


30. Januar 2020, 21.30 Uhr: WHO erklärt internationale Notlage

Die Weltgesundheitsorganisation hat wegen des Ausbruchs der neuen Lungenkrankheit in China eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ ausgerufen. Damit seien nun konkrete Empfehlungen an Staaten verbunden, um die Ausbreitung über Grenzen hinweg möglichst einzudämmen. Noch sei die Zahl der Infektionen außerhalb Chinas relativ gering, so die WHO. Man wisse aber nicht, welchen Schaden das Virus in einem Land mit einem schwachen Gesundheitssystem anrichten würde.




30. Januar 2020, 21.00 Uhr: Ärzte und Krankenhäuser werden vorbereitet

Das bayerische Gesundheitsministerium hat auch die niedergelassenen Ärzte in Bayern über den Umgang mit Verdachtsfällen bei einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus informiert. „Die entsprechenden Schreiben haben wir am gestrigen Mittwoch an die Kassenärztliche Vereinigung und die Bayerische Landesärztekammer geschickt“, sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml.

Die Ministerin ergänzte: „Außerdem haben wir vorsorglich alle Krankenhäuser in Bayern darum gebeten, sich auf die Aufnahme von begründeten Verdachtsfällen und Patienten mit einer bestätigten Infektion vorzubereiten. Ferner haben wir geprüft, in welchem Umfang auch Kapazitäten zur Behandlung von erkrankten und Verdachtspersonen in Krankenhäusern in Südbayern zur Verfügung stehen.“


30. Januar 2020, 20.00 Uhr: Keine neuen Fälle in Bayern

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Donnerstag über die aktuelle Entwicklung bei dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher verwies in München darauf, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bis zum Nachmittag (Stand 16.00 Uhr) alle Befunde negativ waren. Damit blieb es bei dem Stand vom Dienstag, dass sich in Bayern bislang insgesamt vier Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Die Betroffenen befinden sich in einem klinisch guten Zustand.

Die neuen negativen Testergebnisse stammen von 17 Personen, die ebenfalls bei dieser Firma arbeiten. Die Testung der derzeit ermittelten 110 Kontaktpersonen aus der Firma geht laufend weiter. Die bisher ermittelten Kontaktpersonen sollen sich häuslich isolieren und sich mit Angaben zu ihrem Gesundheitsstatus fortlaufend beim Gesundheitsamt melden. Weitere Testergebnisse werden voraussichtlich am morgigen Freitag vorliegen. Darüber hinaus ermitteln die Gesundheitsämter weiter – zum Beispiel auch nach Kontakten im privaten Umfeld.




30. Januar 2020, 10.24 Uhr: Info-Hotline wird stark beansprucht

An der gestern am LGL eingerichteten Telefon-Hotline besteht hohes Interesse. Das berichtet Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml. „Wir haben die Hotline daher personell aufgestockt“. Unter der Nummer 09131/6808-5101 können Bürgerinnen und Bürger täglich Fragen stellen. Huml fügte hinzu: „Auch die Familien der bislang positiv getesteten Personen wurden ausführlich aufgeklärt und über mögliche Symptome, Hygienemaßnahmen und Übertragungswege informiert.“


30. Januar 2020, 10.18 Uhr: Es bleibt vorerst bei vier Infizierten

Von den bislang überprüften Kontaktpersonen aus Südbayern trägt bislang niemand das Coronavirus. Demzufolge haben sich bislang insgesamt „nur“ vier Menschen in Bayern mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Alle sind Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der bereits der erste Betroffene beschäftigt ist. Dieser Mann hatte sich offensichtlich am 21. Januar während einer Fortbildungsveranstaltung bei einer chinesischen Kollegin angesteckt. Diese Kollegin ist am 23. Januar nach China zurückgeflogen. Am 27. Januar wurde das Gesundheitsamt von der Firma von der Erkrankung der Frau aus China unterrichtet.

Bereits am Dienstagabend war bekannt geworden, dass sich drei weitere Menschen in Bayern mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Auch diese Patienten sind Mitarbeiter der Firma aus dem Landkreis Starnberg, bei der bereits der erste Betroffene beschäftigt ist. Es handelt sich dabei um zwei Männer (27 und 40 Jahre alt) und eine Frau (33 Jahre alt).


29. Januar 2020, 16.40 Uhr: Bundeswehr rettet Deutsche aus Krisenregion in China

Die Lufthansa hat alle Flüge nach China gestrichen. Dr Karl Lauterbach, Arzt und SPD-Politiker, spricht von einer Vorsichtsmaßnahme. Experten rechnen damit, dass weitere Airlines nachziehen werden. Bislang gibt es hierzu aber keine Einlassungen. Derzeit laufen zudem Planungen, dass die Bundeswehr Deutsche Bürger aus China ausfliegt. Sie sollen anschließend 14 Tage isoliert werden. Lauterbach spricht von keiner erhöhten Gefährdungslage im Hinblick auf Karnevalsveranstaltungen. Auch die Schließung von Schulen und Kindergärten sei nicht notwendig.



29. Januar 2020, 16.35 Uhr: Spielwarenmesse gut gerüstet

Sorge bereite den Einsatzkräften und Verantwortlichen jedoch die Nürnberger Spielwarenmesse. Hier erwartet man 70.000 Besucher und zahlreiche chinesische Aussteller. Ein Aussteller, der sich aus der vom Coronavirus betroffenen Stadt Wuhan angemeldet hatte, habe inzwischen abgesagt. Zwei Tickets seien für Besucher aus Wuhan gelöst worden, „wir gehen davon aus, dass diese nicht kommen“, so Kick. Insgesamt rechnet der Messechef mit weniger Besuchern aus China. Ein Aussteller, der sich aus der vom Coronavirus betroffenen Stadt Wuhan angemeldet hatte, habe inzwischen abgesagt. Zwei Tickets seien für Besucher aus Wuhan gelöst worden, „wir gehen davon aus, dass diese nicht kommen“, so Kick. Insgesamt rechnet der Messechef mit weniger Besuchern aus China, wie er dem BR mitteilte. „Wir sind wie immer ausgestattet mit Desinfektionsbehältern, auf den Toiletten, in den Hallenübergängen, in den Restaurants.“ Insgesamt seien 70 Spender aufgestellt.

29. Januar 2020, 16.27 Uhr: Kontaktpersonen noch nicht alle getestet

Erneut Pressekonferenz: Das Gesundheitsministerium rechnet mit vielen weiteren Kontaktpersonen, nachdem drei weitere Infizierte in Bayern festgestellt wurden. Das gab eben Ministerin Melanie Huml bekannt. Die Familien der vier Patienten wurden angewiesen, zu Hause zu bleiben. Den vier Infizierten aus Bayern soll es klinisch gut gehen. Allerdings seien alle noch „positiv“, sagt Melanie Huml. Jeder Patient würde täglich getestet werden. Der Krankheitsverlauf sei bislang sehr mild. Die ersten 40 Kontaktpersonen wurden untersucht und getestet. Am Donnerstag sollen erste Ergebnisse folgen. Die Kontaktpersonen der drei weiteren Infizierten sind noch nichtalle ermittelt. Unter den weiteren Verdachtsfällen war aber auch ein Patient mit hohem Fieber und Ateminsuffizienz. Ein Test ergab, dass er nicht am gefürchteten Corona-Virus litt, sondern an Influenza A. Die Symptome seien hier stärker ausgeprägt.



29. Januar 2020, 11.55 Uhr

Nach den vier bestätigten Fällen in Bayern gibt es nun auch in weiteren Bundesländern Verdachtsfälle. So wird beispielsweise ein Patient in Siegen in Nordrhein-Westfalen seit Dienstag isoliert behandelt. „Der Patient hat Symptome gezeigt, die auf eine mögliche Infektion mit dem Virus hindeuten können“, bestätigte der Leiter des Amtes für Rettungswesen im Kreis Siegen der Rheinischen Post. In Stuttgart werden wie bereits berichtet zwei Frauen aufgrund ihrer Symptome isoliert in einer Klinik behandelt. „Doch angesichts der Laborberichte können wir Entwarnung geben“, sagt Mark Dominik Alscher, Medizinischer Geschäftsführer des Robert-Bosch-Krankenhauses der Stuttgarter Zeitung.

Gleich zehn Verdachtsfälle für das Coronavirus werden derzeit in Niedersachsen untersucht. Bei einigen Patienten konnte bereits Entwarnung gegeben werden, etwa in Göttingen. Genauso hat sich auch in Bremen ein Verdacht nicht bestätigt. Eine Frau war als Touristin in China und war wegen entsprechender Symptome untersucht worden.

28. Januar 2020, 22.12 Uhr



In Bayern sind drei weitere Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert worden. Sie stünden in Zusammenhang mit dem ersten bestätigten Fall der neuen Lungenkrankheit in Deutschland, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mit. Auch die drei neu angesteckten Patienten seien Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der der erste Betroffene beschäftigt ist. „Es wurde entschieden, dass auch die drei neuen Patienten in der München Klinik Schwabing stationär aufgenommen und dort medizinisch überwacht und isoliert werden“, teilte das Ministerium weiter mit. „Bei einigen weiteren Kontaktpersonen läuft derzeit ein Test, ob auch hier eine Infizierung mit dem Coronavirus vorliegt.“ Weitere Angaben machte ein Sprecher am Abend zunächst nicht. Allerdings besteht die Gefahr einer Ausbreitung. Auch Kindergartenkinder aus dem Raum Landsberg könnten gefährdet sein, denn die Kinder des 33-Jährigen besuchen dort eine Tagesstätte.

Offenbar wurde das Virus in Bayern direkt aus Wuhan eingeschleppt. Ein 33 Jahre alter Mitarbeiter einer Gautinger Firma (Lkr Starnberg) nahm an einem Firmenmeeting in Gauting teil. Dabei war auch eine chinesische Teilnehmerin anwesend, die zuvor Besuch von ihren Eltern aus der Risiko-Region Wuhan hatte. Weitere Kontaktpersonen werden derzeit ermittelt und informiert. Darunter auch die Kinder des Betroffenen aus dem Kreis Landsberg, die eine Kindertagesstätte besucht haben. Man wolle jetzt aber nicht alle Kontaktpersonen untersuchen. Vielmehr sollen solche Personen beobachtet und erst bei Symptomatik untersucht werden. Derzeit ist dennoch von 40 Menschen die Rede.



Berlin, Nürnberg und Stuttgart hatten weitere Verdachtsfälle

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bestätigt einen weiteren Verdachtsfall bei einer Frau aus Berlin. Er habe die aktuelle Lage in einer Telefonkonferenz mit den Ministern der Länder besprochen. Ab sofort bestehe eine Meldepflicht, sobald auch nur ein Verdacht vorliegt. Bislang war das nur bei bestätigten Fällen nötig. Er spricht von hoher Transparenz und bittet darum, Verschwörungstheorien in den sozialen Netzwerken zu unterlassen. Generell steige die Zahl der Verdachtsfälle wie erwartet an. Zum Fall in Nürnberg, wo es kurzfristig zu einer Schließung der Notaufnahme kam, gab es bislang keine Stellungnahme. In Stuttgart sei es gleich zu zwei Verdachtsfällen gekommen. Man habe zwei Frauen isoliert, aber Corona habe man nicht nachweisen können. Allgemeine Verdachtsmomente würden derzeit laufend aufkommen. Oftmals seien aber harmlosere Infekte dafür verantwortlich.

Kurze Aufregung gab es auch am Montag in Nürnberg. Hier soll die Notaufnahme des Südklinikums kurzfristig gesperrt gewesen sein. „Wegen eines Infektionsfalls“, sagen Einsatzkräfte. Man habe das Klinikum umfahren müssen. Corona habe man aber wohl zügig ausschließen können, weswegen die Maßnahmen wieder eingestellt wurden. Es soll sich um Influenza A gehandelt haben.



Liveticker Berlin:

  • Ausbreitung nach Deutschland war zu erwarten
  • Ansteckungsgefahr sei gering
  • Minister spricht von ernster Lage, die mit Gelassenheit beobachtet werden soll
  • Fiebermessung an Flughäfen sei nutzlos
  • Spahn will, dass Flugpiloten beim Anflug den Tower über Gesundheitslage im Flieger informiert
  • Klinische Meldepflicht schon bei Verdachtsmomenten angeordnet
  • Corona sei ähnlich wie SARS

Liveticker Bayern:

  • Ministerin: Wir nehmen die Lage sehr ernst
  • TaskForce sei gut vorbereitet
  • Patient in Klinikum München Schwabing isoliert
  • Hotline für besorgte Bürger wird eingerichtet
  • Überlegungen, ob an Flughäfen Fieber gemessen wird
  • 33-jähriger Mann aus Lkr Landsberg infiziert, der im Januar an einem Meeting teilnahm
  • Chinesische Mitarbeiterin war im Meeting anwesend
  • Virus bis Wuhan zurückverfolgt
  • Patient stabil
  • Häusliche Quarantäne für Kontaktpersonen empfohlen/angeordnet
  • Bevölkerung soll aufmerksam sein, aber nicht panisch werden
  • Plakate und Aushänge sollen Reisende informieren
  • Infizierter Patient hat Kinder im Kindergarten
  • Kontaktkinder werden teils untersucht, aber beobachtet.



Wie das bayerische Gesundheitsministerium am Montagabend mitteilt, hat sich ein Mann aus dem Landkreis Starnberg mit dem Virus infiziert. Das ist der erste in Deutschland bestätigte Fall. „Der Patient befindet sich nach Angaben der „Task Force Infektiologie“ des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) klinisch in einem guten Zustand. Er wird medizinisch überwacht und ist isoliert. Die engen Kontaktpersonen werden ausführlich aufgeklärt und über mögliche Symptome, Hygienemaßnahmen und Übertragungswege informiert“, heißt es in der Pressemitteilung des Ministeriums.

Weiter heißt es aber, dass sowohl die Task Force des Ministeriums, als auch das Robert-Koch-Institut, das Risiko für die Bevölkerung derzeit als gering ertrachtet. Am Dienstagvormittag wird das Ministerium eine Pressekonferenz geben und weitere Fragen beantworten.



Verdachtsfälle werden geprüft

Klinikum Nürnberg Süd am Montagabend. Foto: red



In der Uni-Klinik in Frankfurt am Main gibt es inzwischen mehrere Corona-Verdachtsfälle. Theresa Seubold, Sprecherin der Uniklinik Frankfurt sagte, dass Menschen mit dem Verdacht auf eine Infektion sofort isoliert würden. Die Klinik verfüge über eine Sonderstation und das nötige Expertenwissen. Nachgewiesen wurde die Lungenkrankheit nach Angaben des Krankenhauses bisher bei keinem Patienten. Auch der Verdacht bei einer Frau aus Berlin, die am Wochenende mit entsprechenden Symptomen aus China einreiste, konnte ausgeräumt werden. Ein Vortest war negativ.  Diese Erkrankten werden laut Seubold weiterhin isoliert und „mittels einer spezifischen PCR diagnostisch untersucht“. Dabei werde die DNS im Rahmen einer Kettenreaktion untersucht.

Auch die chinesische Flugbegleiterin, die am Samstagabend in ein österreichisches Krankenhaus eingeliefert worden war, sei nicht mit dem neuen Virus infiziert, heißt es. Ein zweiter Verdacht einer Infektion wird im Kaiser-Franz-Josef-Spital untersucht. Ein Testergebnis steht noch aus.

In Frankreich wurden unterdessen drei Verdachtsfälle bestätigt, wo das Virus nachgewiesen werden konnte. Weitere Fälle gibt es bereits in Thailand, Japan, Südkorea, Vietnam, Singapur, Malaysia, Nepal und Australien. Auch Kanada berichtet von einem ersten „vorläufig bestätigten“ Fall, in den USA sind es bislang fünf.



Deutschland angeblich gut gerüstet

Nach Ansicht des Robert Koch-Instituts (RKI) ist Deutschland gut vor dem neuen Coronavirus geschützt. An Flughäfen und Großbahnhöfen, wo das Virus eingeschleppt werden könnte, sei man dank stetiger Übungen „sehr gut gewappnet“, sagte der Präsident des RKI, Lothar Wieler, am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. Die Gefahr für die deutsche Bevölkerung durch das Virus sei weiter „sehr gering“. Zudem sollen Reisende über Aushänge informiert werden,.

Kritikern geht das nicht weit genug. Sie fordern drastischere Maßnahmen wie beispielsweise in den USA. Hier habe man Wärmesensoren installiert um Menschen mit hohem Fieber erkennen zu können. Erste Erfolge gebe es aber ausgerechnet aus China. Bei der Behandlung von Patienten haben chinesische Ärzte erste Erfolge gemeldet. Wie Antenne Bayern unter Berufung auf die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, habe sich der Zustand von elf infizierten medizinischen Kräften verbessert. Die klinischen Symptome seien unter Kontrolle gebracht worden. Das Fieber und andere Beschwerden seien zurückgegangen. Zudem seien Testergebnisse für das Virus danach negativ gewesen. Details über die Art der Behandlung im Xiehe-Krankenhaus der schwer betroffenen Metropole Wuhan wurden aber nicht berichtet.



Als Auslöser dieser Virus-Pneumonien wurde am 07.01.2020 das neuartige Coronavirus 2019-nCoV identifiziert. Das Virus gehört wie MERS-CoV und SARS-CoV zu den β-Coronaviren. β-Coronaviren verursachen zoonotische Infektionen, d. h. die Viren überschreiten eine Speziesbarriere, werden also von Tieren auf Menschen übertragen und können beim Menschen auch schwer verlaufende Infektionen, meist der Atemwege, auslösen. In Zusammenhang mit der ursprünglichen Häufung von Pneumonien bei Aufenthalt bzw. Tätigkeit auf dem Fischmarkt in Wuhan werden Mensch-Tier-Kontakte als mögliche Quelle für das 2019-nCoV angenommen, wobei die genaue Quelle noch ungeklärt ist.

Das neue Coronavirus 2019-nCoV ist von Mensch zu Mensch übertragbar. So haben sich Mitarbeiter des Gesundheitswesens und auch Personen ohne Aufenthalt auf dem Fischmarkt in Wuhan angesteckt. Der Großteil der erkrankten Fälle wird nach wie vor aus der Stadt Wuhan und der Provinz Hubei berichtet, dennoch hat sich das Virus mittlerweile auf eine Vielzahl chinesischer Provinzen ausgebreitet (Stand: 27.01.2020). Einzelne Fälle sind auch außerhalb Chinas in Singapur, Frankreich, Malaysia, Japan, Südkorea, den USA, Vietnam, Nepal und Australien aufgetreten. Aktuelle Fallzahlen und Risikogebiete veröffentlicht das RKI.



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