Leupser Feuerwehrhaus bleibt dunkel: Wahlveranstaltung der FWG musste ausfallen


PEGNITZ/LEUPS, LKR BAYREUTH. Eigentlich sollte am Montagabend im Leupser Feuerwehrhaus eine Wahlveranstaltung der Freien Wähler stattfinden. Auch Spitzenkandidat Thomas Schmidt (FWG) war gekommen. Aber das Feuerwehrhaus blieb dunkel und die Veranstaltung musste abgesagt werden. 




Im Januar bereits hatten sich Andreas Böhmer, 1. Vorsitzender der Leupser Feuerwehr, und Thomas Schmidt von der FWG Pegnitz auf den Termin am 17. Februar geeinigt. „Herr Schmidt hatte angefragt, ob er das Feuerwehrhaus nutzen darf und ich habe ihm den Termin auch so bestätigt“, sagt Böhmer. Seit dem habe sich dann aber seitens der FWG niemand mehr gemeldet. Nachlaufen will Böhmer aber niemanden, wie er sagt. Schließlich habe es bei der CSU und der Pegnitzer Gemeinschaft auch geklappt. Deren Verantwortliche hätten sich im Gegensatz zu Schmidt um eine Schlüsselübergabe bemüht.

Weil man sich in Leups nichts nachsagen lassen will, habe Böhmer am Veranstaltungstag dann aus eigenem Antrieb heraus das Feuerwehrhaus aufgesperrt. „Ich habe alles kontrolliert. Vom Klopapier bis zu den Stühlen“, sagte er am Montagabend im Gespräch mit unserer Zeitung. Für ihn war unklar, ob die FWG überhaupt kommt, weswegen er dann auch nicht gewartet habe. Nachdem gegen 21 Uhr kein Betrieb zu sehen war, habe er das Gerätehaus wieder verschlossen.



Mit 25 Mitgliedern sei Schmidt am Montagabend gekommen. Das sagte er unserem Reporter am Telefon, nachdem die Veranstaltung platzte. Denn man habe von den Verantwortlichen der Feuerwehr niemanden angetroffen, berichtet der Bürgermeisterkandidat. Dass die Tür aufgesperrt war, sei ihm nicht entgangen, sagt er. „In meiner Welt betritt man aber ohne den Hausherren kein Haus“. Es sei alles dunkel gewesen und auf Läuten habe niemand reagiert. Weil ohnehin nur drei Leupser Bürger anwesend waren, habe man sich dann entschlossen, die Veranstaltung abzusagen.

„Das wurmt mich keineswegs“, sagt Schmidt, der auch gesundheitlich derzeit etwas angeschlagen sei. Die Veranstaltung sei ein Angebot für den ganzen Ort gewesen. Dass man es ausgeschlagen hat, sei nun weder gut noch schlecht. Feuerwehrvorstand Andreas Böhmer räumte offen ein, dass man das Licht im Gerätehaus löschte. Schließlich sei es ungewiss gewesen, ob die FWG überhaupt kommt. Er sieht den Fehler klar auf der gegnerischen Seite, zumal ein Listenkandidat der FWG sogar aus Leups komme. Diesem wären die Kontaktdaten der Feuerwehr wohlwollend bekannt gewesen. Offenbar ein Seitenhieb auf Sebastian Haas. Der Leupser wird auf Listenplatz 22 geführt. Ein weiterer Kandidat sei bei der Trockauer Feuerwehr, auch er habe die entsprechenden Kontakte gehabt.



Thomas Schmidt sieht den Fehler wiederum bei der Leupser Feuerwehr. Denn mit allen anderen Wehren seien „die gleichen Absprachen getroffen“ und dort habe es überall funktioniert. Nur in Leups sei es wie erwartet zu Problemen gekommen. Böhmer argumentierte ähnlich und lobte das gute Verhältnis zur CSU und der Pegnitzer Gemeinschaft. Diese hätten sich bereits im Vorfeld vorbildlich gemeldet und alles wieder sauber verlassen.

Vielleicht stand aber auch die ganze Absprache auf Grund der bekannten Wasser-Problematik von Anfang an auf beiden Seiten unter einem schlechten Stern. Denn auf Listenplatz 3 der FWG verweilt Hans Hümmer, der Werksleiter der Juragruppe. Hümmer ist nicht nur FWG Stadtrat, sondern auch Fraktionsvorsitzender der FWG Kreistagsfraktion und Vorsitzender der FWG im Landkreis Bayreuth. Bei den Leupsern sieht man Hümmer als den Endgegner.

 





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