Schneeglätte sorgt für Unfallserie auf der A73


LICHTENFELS/LAUTERTAL-A73: Am heutigen Mittwochvormittag ereigneten sich aufgrund des offensichtlich überraschenden Wintereinbruchs innerhalb weniger Minuten insgesamt vier Verkehrsunfälle auf der Autobahn 73 im Zuständigkeitsbereich der Verkehrspolizeiinspektion Coburg. Das Resultat waren ein Schwerverletzter, zwei Leichtverletzte und rund 30000 Euro Sachschaden.




Erste Unfallverursacherin war eine 21-Jährige aus dem Landkreis Lichtenfels. Diese fuhr gegen 06:30 Uhr mit ihrem Pkw Opel Adam in nördliche Fahrtrichtung und wollte an der Anschlussstelle Untersiemau von der Autobahn abfahren. Aufgrund überhöhter Geschwindigkeit kam sie auf dem teilweise schneebedeckten Ausfahrast ins Schleudern und rutschte nach rechts in den Straßengraben. Hier kam ihr Pkw nach Überfahren eines Leitpfostens zum Stillstand. Die Fahrzeugführerin blieb unverletzt, an ihrem Fahrzeug entstand lediglich leichter Sachschaden in Höhe von rund 500 Euro.

Fast zeitgleich ereignete sich ein zweiter Unfall auf der Südfahrbahn im Gemeindebereich Lautertal. Auch hier herrschten winterliche Straßenverhältnisse, die linke Fahrspur war noch schneebedeckt und auch die rechte Fahrspur war nicht vollständig schneefrei. Hier fuhr ein 57-Jähriger aus Eisfeld mit seinem Ford Transit in Richtung Feucht. Ca. zwei Kilometer nach der Anschlussstelle Eisfeld überholte der Kleintransporter langsamere Fahrzeug auf der rechten Spur. Trotz Winterbereifung verlor der Fahrer des Kleintransporters beim anschließenden Spurwechsel wegen überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Fahrzeug. Dieses schleuderte nach rechts in den Grünstreifen und überschlug sich mehrfach, bevor es nach 85 Metern auf den Rädern stehend zum Stillstand kam. Der Fahrer erlitt glücklicherweise nur ein leichtes Schleudertrauma und wurde zur Abklärung weiterer Verletzungen vorsorglich ins Klinikum Hildburghausen eingeliefert. Sein totalbeschädigter Ford Transit mit einem Zeitwert von rund 20000 Euro wurde abgeschleppt.



Unfall folgt auf Unfall

Während der Unfallaufnahme durch die Verkehrspolizeiinspektion Coburg krachte es erneut auf der Nordfahrbahn. Auch hier war nicht an die Straßenverhältnisse angepasste Geschwindigkeit unfallursächlich. Eine 29-jährige Ingenieurin kam hier mit ihrem 20 Jahre alten Toyota Corolla auf der winterglatten rechten Fahrspur ins Schleudern und krachte in die Mittelschutzplanke. Die Fahrzeugführerin blieb unverletzt, ihr unfallbeschädigter Pkw blieb totalbeschädigt auf der linken Fahrspur liegen. Aufgrund des hohen Fahrzeugalters betrug der Eigenschaden am Fahrzeug nur rund 1000 Euro und auch der Schaden an der beschädigten Mittelschutzplanke blieb im niedrigen dreistelligen Eurobereich. Der Toyota wurde abgeschleppt.

Die durch den Toyota Corolla blockierte linke Fahrspur hatte einen Rückstau zur Folge, welcher indirekt zu einem weiteren Verkehrsunfall führte. Hier näherten sich vier rumänische Staatsangehörige mit ihrem VW T4-Transporter aus Richtung Coburg kommend der bereits durch die Polizei abgesicherten Unfallstelle. Lauten Zeugenaussagen soll die gefahrene Geschwindigkeit des Kleintransporters auf der schneebedeckten linken Fahrspur ca. 120 km/h betragen haben.

Von der Unfallstelle überrascht wollte der 21-jährige Fahrzeugführer einen abrupten Spurwechsel nach rechts durchführen. Hierbei stellte sich der Kleintransporter quer und krachte mit der Fahrzeugfront in die rechte Außenschutzplanke. In Folge des Anstoßes kippte das Fahrzeug auf die Fahrerseite und schlitterte noch rund 100 Meter weiter, bevor es quer über beide Fahrstreifen zum Stillstand kam. Der 27-jährige Beifahrer hinten links schlug beim Umkippen des Transporters so hart gegen die geborstene Seitenscheibe des Fahrzeuges, dass er sich massive Schnittverletzungen im Kopfbereich, sowie eine Gehirnerschütterung zuzog. Der Rettungsdienst lieferte den Schwerverletzten zur weiteren Behandlung ins Klinikum Coburg ein. Der Fahrer wurde mit einem leichten Schleudertraume ebenfalls vorsorglich stationär aufgenommen. Die beiden weiteren Insassen blieben unverletzt.



Der totalbeschädigte Transporter wurde abgeschleppt. Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 6000 Euro. Gegen den Fahrzeugführer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Für die Dauer der Unfallaufnahme und Fahrzeugbergung musste die Verkehrspolizei Coburg die Nordfahrbahn der A73 im Bereich der Unfallstelle für eineinhalb Stunden voll sperren.

Alle Unfallverursacher erwartet zudem ein Bußgeldverfahren wegen nicht an die winterlichen Straßenverhältnisse angepasster Geschwindigkeit. Die Fahrzeugführer müssen hier mit einem Bußgeld in Höhe von 145 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen.





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