Drei Verletzte nach Unfall bei Unterbrücklein: Fahrer lässt sich von Navi verführen


NEUDROSSENFELD, LKR. KULMBACH. Weil das Navigationssystem spontan seine Route änderte, wechselte ein 29-jähriger Mittelfranke am Freitagmittag auf der B85 bei Unterbrücklein unbedacht die Fahrspur. Dabei übersah er einen von hinten nahenden VW-Bus und es kam zum Zusammenstoß. Vorläufige Bilanz: Drei leicht verletzte Personen – darunter ein Kind – und Sachschaden im fünfstelligen Bereich.




Gegen 12:30 Uhr hatte sich der 29-jährige Mann mit seinem Ford auf der Linksabbiegerspur der B85 zur A70 in Richtung Bayreuth eingeordnet. Als er an der Ampel stand, entschloss sich offenbar sein Navigationssystem dazu, den weiteren Weg über die B85 nach Bayreuth als bessere Route auszugeben, was den ortsunkundigen Fahrer dazu veranlasste, die Spur nach rechts zu wechseln. Auf dieser fuhr jedoch zu diesem Zeitpunkt eine 41-jährige Kulmbacherin, welche ebenfalls in Richtung Bayreuth weiter fahren wollte.

Der Ford-Fahrer erkannte deren VW-Bus zu spät, so dass ein seitlicher Zusammenstoß beider Fahrzeuge unvermeidlich war. Durch den Aufprall verlor die VW-Fahrerin die Kontrolle über ihren Kleinbus und prallte schließlich frontal gegen den Mast der dortigen Ampel, wo ihr Fahrzeug betriebsunfähig liegen blieb. Auch der Ford des Unfallverursachers war nicht mehr fahrbereit, so dass beide Autowracks vom Abschleppdienst geborgen werden mussten.



Außerdem erlitten die beiden Fahrzeugführer sowie ein Kleinkind im Fonds des VW nach erster Einschätzung leichtere Verletzungen, die Insassen des Volkswagen wurden vorsorglich mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Da aufgrund der Unfallaufnahme durch die Kulmbacher Polizei und der anstehenden Bergungsarbeiten die Bundesstraße für bis zu eine Stunde nicht durchgängig befahrbar war, ergriff die Freiwillige Feuerwehr Neudrossenfeld Umleitungsmaßnahmen.

Leichtere Verkehrsbeeinträchtigungen und Rückstaus in beide Richtungen ließen sich dennoch nicht vermeiden. Der Gesamtschaden des Verkehrsunfalls beläuft sich nach erster Schätzung auf eine Summe von 40.000 bis 50.000 Euro.



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