Autohof Münchberg: Bundespolizei nimmt zwei Fernbusreisende


MÜNCHBERG. Bundespolizisten vom Revier Hof stellten am Freitag (24. Januar) im Autohof Münchberg einen wiederholt unerlaubt eingereisten syrischen Staatsangehörigen fest und vollstreckten einen Haftbefehl. Auch sein Bruder musste die Beamten begleiten.




Der 23-jährige Syrer befand sich in einen von der Autobahn abgeleiteten Fernbus und war nach Berlin unterwegs. Bei der um 3:00 Uhr durchgeführten grenzpolizeilichen Kontrolle stellte sich heraus, dass auf Grund von mehreren bereits erfolgten unerlaubten Einreisen ein Einreiseverbot nach Deutschland besteht.

Er kam aus Österreich und war in Begleitung seines legal in Berlin lebenden Bruders. Nach Abschluss der grenzpolizeilichen Maßnahmen und Strafanzeigenerstattung nach dem Aufenthaltsgesetz wurde der Syrer an die Aufnahmeeinrichtung Oberfranken in Bamberg weitergeleitet. Dort wird er auf Grund seines Asylantrages weiterbearbeitet.



Gegen den 24-jährigen Bruder ermittelt die Bundespolizei wegen Beihilfe zur unerlaubten Einreise. In einem Fernbus Richtung Süden nahmen die Fahnder bereits um 1:30 Uhr einen polnischen Staatsbürger fest. Ihn suchte die Staatsanwaltschaft Bremen wegen Diebstahles mit einem Haftbefehl bereits seit vier Jahren. Er ignorierte damals den angeordneten Haftantritt und wurde zur Festnahme ausgeschrieben. Der 26-Jährige fuhr nach Innsbruck zu seiner Arbeitsstelle und war nicht im Stande, die geforderte Geldstrafe in Höhe von 780 Euro zu begleichen.

Die ersatzweise drohende 60-tägige Haft wendete schließlich sein in Plauen wohnender Vater ab, indem er den Betrag bei einer Polizeidienststelle einzahlte. Die Reise Richtung Innsbruck ging mit dem nächsten Fernbus weiter.





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