Bundespolizei vereitelt Schleusung unter lebensgefährlichen Umständen


B12/SIMBACH. Beamte der Bundespolizei Passau haben am Donnerstag (16. Januar) gegen 12.00 Uhr auf der B12 am Parkplatz Hart eine Einschleusung unter lebensbedrohlichen Bedingungen verhindert. Zwei der insgesamt sechs geschleusten Personen lagen ungesichert im verschlossenen Kofferraum des Fahrzeugs. Der Fahrer wird am heutigen Freitag dem Ermittlungsrichter vorgeführt.




Bei der Kontrolle eines fünfsitzigen VW Polo mit deutschem Kennzeichen konnte sich der 35-jährige irakische Fahrer mit einem deutschen Aufenthaltstitel ausweisen. Die vier zwischen 15 und 22 Jahre alten syrischen und iranischen Mitfahrer konnten keine Ausweisdokumente vorzeigen. Die Fahnder entdeckten im verschlossenen Kofferraum des Autos zudem zwei weitere Personen, welche der Schleuser der Gefahr einer schweren Gesundheitsschädigung aussetzte. Auch sie waren ohne Passpapiere. Die Insassen gaben an, für die Schleusungen Summen im hohen vierstelligen Bereich bezahlt zu haben.

Nach Anordnung der Staatsanwaltschaft Landshut durchsuchten Beamte der Bundespolizeiinspektion Kleve die Wohnung des Beschuldigten in Nordrhein-Westfalen. Hier wurde der 12-jährige Sohn des Schleusers angetroffen, den dieser für mehrere Stunden alleine in der Wohnung ließ. Der Junge wurde dem zuständigen Jugendamt übergeben.



Der Iraker wird mit dem Ziel der Untersuchungshaft dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht in Landshut vorgeführt. Ein Ermittlungsverfahren wegen Einschleusung unter lebensgefährdender Behandlung wurde eingeleitet. Die restlichen Fahrzeuginsassen werden wegen unerlaubter Einreise angezeigt, fünf von ihnen werden nach Österreich zurückgewiesen. Der 15-Jährige wurde dem zuständigen Jugendamt übergeben. Weitere Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat übernimmt der Ermittlungsdienst der Bundespolizei Passau.





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