Organspende: Bundestag stimmt gegen Widerspruchslösung


BERLIN. Der Deutsche Bundestag hat am Donnerstagvormittag über einen Entwurf zur Neuregelung der Organspende abgestimmt. Demnach sollte jeder Mensch grundsätzlich Organspender sein, außer man widerspreche ausdrücklich. Doch die deutliche Mehrheit war gegen den Vorstoß der Abgeordnetengruppe um Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU).




Unter jubelnden Klängen der AfD wurde am Morgen das Abstimmungsergebnis verkündet. „Ich bitte, von Beifallsbekundungen abzusehen“, mahnt Vizebundestagspräsident Wolfgang Kubicki (FDP). Lediglich 292 stimmten für die Widerspruchslösung, 379 waren dagegen. Die von Spahn vorgeschlagene Widerspruchslösung sah vor, dass jeder ab dem 16. Lebensjahr als potenzieller Spender eingestuft wird, sofern er nicht ausdrücklich widerspricht.

Der gegenläufige Antrag von Grünenchefin Bearbock wurde hingegen von 382 Abgeordneten befürwortet. 261 waren gegen die „Zustimmungslösung“. Diese sieht unter anderem vor, dass Hausärzte das Thema Organspende direkt beim Patienten ansprechen sollen. Auch beim Passamt, sollen Bürger bei Passabholung mit dem Thema konfrontiert werden.

Ob mit den Änderungen die Zahl der Spenderinnen und Spender erhöht werden kann, bleibt abzuwarten.

 





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