Über zwei Millionen Besucher am Nürnberger Christkindlesmarkt: Polizei und Stadt ziehen Bilanz


NÜRNBERG. Morgen (24.12.2019) geht der Nürnberger Christkindlesmarkt, der von rund 2,2 Millionen Personen aus aller Welt besucht wurde, zu Ende. Aus polizeilicher Sicht verlief er bislang äußerst positiv. Trotz gestiegener Besucherzahl kam es erfreulicherweise zu keinen erheblichen Sicherheitsstörungen.




„Weltweite Ereignisse zeigen, wie wichtig die hohe Polizeipräsenz rund um den Christkindlesmarkt ist“, sagte die Leiterin der Nürnberger Polizeipressestelle, Elke Schönwald. Gegenüber den Polizeibeamten an den Kontrollstellen, aber auch schriftlich, bedankten sich laut ihren Ausführungen wieder viele Besucher des Christkindlesmarktes für die sichtbare Präsenz und brachten den positiven Einfluss der aktiven Kontroll- und Streifentätigkeiten auf das Sicherheitsgefühl zum Ausdruck.

Wenn die Buden am Dienstag schließen, werden mehr als 2,2 Millionen Besucher den Markt besucht haben. Nürnbergs Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas sagt hierzu: „Ein gut besuchter und vor allem friedlicher Nürnberger Christkindlesmarkt geht zu Ende. Für Menschen von nah und fern sowie aller Altersgruppen ist der Nürnberger Christkindlesmarkt im einzigartigen Ambiente der Altstadt stets ein besonderes Erlebnis. Zum Gelingen haben wieder viele beigetragen – mein Dank gilt den Marktkaufleuten, dem Marktamt der Stadt Nürnberg als Veranstalter sowie den weiteren beteiligten Dienststellen, besonders der Polizei!“

Die Leiterin des städtischen Marktamts und ‚Christkindlesmarkt-Chefin‘ Christine Beeck betont: „Die Menschen sind gerne zum Nürnberger Christkindlesmarkt gekommen und konnten sich wohlfühlen. Hierfür haben wir wieder unser Bestes gegeben!“  Die Congress- und Tourismus-Zentrale (CTZ) Nürnberg rechnet zum Christkindlesmarkt 2019 mit rund 3 800 Bussen und damit 300 mehr als im Vorjahr. CTZ-Geschäftsführerin Yvonne Coulin: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Christkindlesmarkt 2019. Auch bei der Hotellerie herrscht gute Stimmung, die Buchungslage der ersten drei Adventswochenenden ist durchweg positiv. Das abschließende Ergebnis mit detaillierten Zahlen müssen wir abwarten.“ So war der Dezember 2018 mit 326 344 Übernachtungen einer der übernachtungsstärksten Monate in Nürnberg überhaupt.



Weniger Kriminalität

Die Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte, die mit der Gesamteinsatzleitung betraut war, zeigte mit Unterstützungskräften der Bereitschaftspolizei eine anhaltend hohe Präsenz mit uniformierten und zivilen Einsatzkräften am Christkindlesmarkt, in der Fußgängerzone, im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs und an den Zugängen zum Christkindlesmarkt, dem Markt der Partnerstätte und an der Kinderweihnacht.

Zur Sicherheit aller wurden täglich über 50 stichprobenartige Taschenkontrollen durchgeführt. Sichtbar abgestellte Polizeifahrzeuge und eingesetzte technische Sperren dienten als Sicherheitssperre. Die Besucher des Christkindlesmarktes reagierten ausgesprochen positiv auf die durchgeführten polizeilichen Maßnahmen.



Die Anzahl der Taschendiebstähle lag schon im vergangenen Jahr auf einem erfreulich niedrigen Niveau (33 Stand 22.12.2018, 06:00 Uhr) und es zeichnet sich ab, dass sich diese positive Entwicklung verfestigt (insgesamt 36, Stand 23.12.2019, 07:00 Uhr, darunter auch erbeutete Mobiltelefone, mit einem Gesamtschaden von etwa 8000,- Euro). Die Mehrzahl der Diebstähle erfolgte im Bereich der Innenstadt (Restaurant, Hauptbahnhof, U-Bahn u.a.). Mit direktem Bezug zum Christkindlesmarkt wurden 10 Diebstähle (Vorjahr: 9) registriert.

15 Menschen waren zeitweise im Trubel vermisst

Rund um den Christkindlesmarkt musste kurzzeitig nach 15 (2018: 9) Kindern bzw. hilflosen älteren Personen gesucht werden. Sie konnten aber alle innerhalb kürzester Zeit wohlbehalten ihren Eltern bzw. Familienangehörigen zugeführt werden.

Lediglich ein Körperverletzungsdelikt zwischen zwei Besuchern wurde zur Anzeige gebracht. Ein psychisch auffälliger Mann, der mehrere Personen beleidigte, wurde angezeigt und vorrübergehend in Gewahrsam genommen. Ehrliche Finder gaben ca. 50 Fundsachen (2018: 60) wie Geldbörsen, Ausweise, Handys, Geldscheine etc. bei der Polizei ab, die diese an das Fundamt weiterleitete.



Das erarbeitete Verkehrskonzept, das wie in den Vorjahren die Herausnahme des Anwohner- und Lieferverkehrs sowie die Verlegung des Taxenstandes während der Öffnungszeiten des Christkindlesmarktes beinhaltete, hat sich unter Sicherheitsaspekten äußerst bewährt und stieß auch bei den Marktbeschickern und den Besuchern auf eine positive Resonanz. In diesem Zusammenhang bedankt sich die Polizei bei allen Betroffenen für das entgegengebrachte Verständnis.

Rund um den Christkindlesmarkt wurden über 500 Fahrzeugführer (2018: ca. 500) kostenpflichtig verwarnt. In 12 Fällen wurden die Fahrzeuge von Falschparkern abgeschleppt. Bei 15 Verkehrsunfällen wurde glücklicherweise nur eine Person leicht verletzt. Viele Besucher nutzten zur Anreise erfreulicherweise die öffentlichen Verkehrsmittel. Die Polizeibeamten leisteten bei 18 Personen, die gestürzt, alkoholisiert oder verletzt waren, Erste-Hilfe und verständigten den Rettungsdienst. Eine Person, gegen die ein Haftbefehl vorlag, konnte festgenommen werden.

An Heilig Abend findet um 12 Uhr wieder eine ökumenische Andacht auf der Bühne vor der Frauenkirche statt, auf dem das Nürnberger Christkind zum Abschluss des Christkindlesmarkts 2019 auftreten wird.

Die Nürnberger Polizei bedankte sich beim Marktamt der Stadt Nürnberg, der VAG und allen Kooperationspartnern für die gute Zusammenarbeit.




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