Fußball: Ultras unterstützen Bayreuther Frauenmannschaft


BAYREUTH. Trommeln, Fahnen und Fangesang. Ultra-Fangruppierungen sorgen für Stimmung in den Fußballstadien der Welt. Aber auch kleine Vereine haben Ultras. Sogar die Damenmannschaft der FC Eintracht Bayreuth.  




Mit Gewalt und Pyrotechnik haben sie nichts zu tun, sagt Christian Kastl (25), Leiter und gleichzeitig auch Gründer der FC Ultras. Seiner Idee entsprang die heutige Gruppierung von knapp 30 Mitgliedern, darunter zwei Frauen. Überwiegend bestehend aus Angehörigen und Freunden der Spielerinnen von FC Eintracht Bayreuth. Mitte September sagte er bei einem Spiel der Damen spontan zu einem Freund, „lass uns Stimmung machen“. Das sei dann so gut angekommen, dass man sich zu jedem Heimspiel traf und auch fast jedes Auswärtsspiel verfolgte. Den Namen „FC Ultras“ haben sie gewählt, um Aufmerksamkeit zu erhalten und weil sie eben „ultramäßige Fans“ sind, wie Kastl sagt. Dennoch sei ihm wichtig, zu differenzieren. Denn mit Gewalt und Pyrotechnik haben seine Ultras nichts zu tun.

Vergangenen Sonntag unterstützten die Fans ihr Mannschaft fast sechs Stunden lang beim Hallenbezirksturnier in Bayreuth. Als Tabellenzweiter qualifizierte sich die Eintracht mit nur einer Niederlage für die nächste Runde. Die Ultras sorgten für Stimmung in der Dreifachturnhalle neben dem Hans-Walter-Wild-Stadion. Transparente, Fahnen, Trommeln und lautstarke Gesänge. „Ohne Eintracht – wär‘ hier garnichts los“, schallte es durch die Halle. Und das stimmte auch. Die anderen Mannschaften zeigten sich überrascht von der Fanszene der Bayreuther Eintracht. Das Motto von Mannschaft und Ultras: „Es gibt nur ein Gas und das ist VOLLGAS“



Foto: Roider

Spielerinnen sind stolz

Der Support sei einfach der Hammer, sagt Luna Müller (22) aus Bayreuth. Die gebürtige Kenianerin spielt seit gut einem Jahr in der Verteidigung der Eintracht. Sie spricht von „Gänsehaut, wenn die Jungs am Spielfeldrand stehen mit ihren Trommeln und Fahnen“. Ein beachtlicher Höhepunkt sei das gemeinsame singen von “ You Never walk alone“ von Spielern und Ultras am Ende jedes Spieles. „Unabhängig wie das Endergebnis war“, sagt die 22-Jährige.

Für die Ultras ist jedenfalls „kein Weg zu weit“, sagt Müller. Dadurch habe man dann auch mal auswärts in Kulmain ein „Heimspiel-Feeling“.






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