Lastwagen übersieht Warnleitanhänger


A9/TROCKAU. Es ist wieder passiert. Ein Lastwagen auf der A9, hat zwischen Bayreuth-Süd und Trockau einen Warnleitanhänger der Autobahnmeisterei übersehen. Die A9 musste in Fahrtrichtung Nürnberg gesperrt.




Am frühen Mittwochnachmittag ereignete sich auf der A 9 kurz nach der Anschlussstelle Bayreuth Süd in Fahrtrichtung München ein Verkehrsunfall. Ein 36-jähriger Berufskraftfahrer aus Baden-Württemberg befuhr mit seinem Sattelzug den rechten Fahrstreifen. Hier war auch eine Tagesbaustelle der Autobahnmeisterei Trockau wegen Kanalreinigungsarbeiten eingerichtet. Trotz mehrfacher Vorwarnung und Ankündigung der Spurwegnahme wechselte der Trucker den Fahrstreifen nicht und krachte sodann mit voller Wucht in einen Warnleitanhänger.

Das Absicherungsgerät war nur noch Schrott und reiht sich in den Sammelplatz der Autobahnmeisterei ein. Auch wurde die Zugmaschine des Sattelzuges massiv eingedrückt und teilweise weggerissen. Der junge Mann hatte Glück, dass er sein Steuer im letzten Augenblick nach links reißen konnte. So vermied er zumindest einen Frontalanstoß und blieb weitgehend unverletzt.



 

Foto: Bayern-Reporter

Ein Beifahrer befand sich nicht mit im Führerhaus. Für diesen wäre der Unfall vermeintlich nicht so glimpflich ausgegangen. Weitere Verkehrsteilnehmer waren nicht betroffen. Im Rahmen der Unfallaufnahme wurde durch Beamte der Verkehrspolizei Bayreuth das digitale Kontrollgerät des Lkws ausgelesen. Die Daten bestätigten das Schadensbild. Das Geschwindigkeitsdiagramm zeigte zu keiner Zeit einen Bremsvorgang.

Weder bei der Zufahrt auf die Gefahrenstelle, noch beim Anstoß. Erst dann setzte die Verzögerung ein. Der Mann blieb demnach unbeachtet auf dem Gaspedal. Der Sattelzug und Warnleitanhänger standen anschließend unfallbeschädigt quer über die Südfahrbahn und waren nicht mehr rollfähig.



Dadurch kam der gesamte Verkehr vorerst zum Erliegen und konnte erst nach Bergung des Warnleitanhängers über den Standstreifen an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. Das Abschleppen des Sattelzuges gestaltete sich etwas langwieriger, weshalb es zu nicht unwesentlichen Verkehrsbehinderungen kam. Der Gesamtschaden beläuft sich auf mindestens 100.000 Euro. Der Unfallverursacher wurde wegen nicht angepasster Geschwindigkeit angezeigt.


Fotonachweis: Wenn nicht anders ausgewiesen, handelt es sich um eigene Fotos der Redaktion, oder Archivmaterial von Pixabay.



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