Nach erfolgloser Kinder-Reanimation: Mutter findet Ersthelfer und bekommt viel Zuspruch


ERLANGEN/OBERESSFELD. Jennifer Hahn ist erst 21 Jahre alt und musste am vergangenen Freitag das Schlimmste tun, was einer Mutter passieren kann. Das eigene Kind beerdigen. Doch was ihr wirklich gut getan hat: Sie konnte ihren Ersthelfer finden und er begleitete die Familie auf diesem letzten Weg von Noah.




Der kleine Noah ist mit einem Herzfehler auf die Welt gekommen. Für weitere Operationen war er zu schwach. Seine letzte Chance war eine Transplantation. Doch am Montag, auf dem Rückweg von einem Besprechungstermin in der Klinik, hört das Herz des kleinen Noah plötzlich auf zu schlagen. Wie bereits berichtet habe Noah zweimal laut aufgeschrien, sagt Jennifer, die sofort ihr Auto in den Straßengraben lenkte und zu ihrem Kind stürmte. „Ich habe ihn aus dem Sitz gerissen“, sagt sie am Mittwoch in einem Interview mit Bayern-Reporter, weil es darum ging, einen Ersthelfer ausfindig zu machen. Dieser hatte die junge Mutter unterstützt und stand ihr zur Seite.

Deswegen wollte sie ihn wiedersehen. Viel ist nicht über ihn bekannt gewesen. Deswegen die Suche im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung. Der zunächst unbekannte Mann hat auch immer wieder Noah`s Puls gefühlt. Später fuhr er das Auto der Jungen Mutter in eine Parkbucht. Auch wenn für Noah jede Hilfe zu spät kam, er verstarb später in der Klinik, wollte Jenni ihren Helfer treffen.



Gemeinsam auf dem letzten Weg 

Der Bericht von Bayern-Reporter wurde mehrere tausend Male geteilt. Und tatsächlich: Auf irgendeinen Facebookpost hin, hat sich eine Bekannte der Ersthelfers gemeldet, die der Meinung war, ihn zu kennen. „Das muss Sven sein“, schrieb sie der Mutter. Im weiteren Verlauf wurden Nummern getauscht und kurz darauf fanden erste Gespräche statt.

Jenni war sehr glücklich, denn Helfer Sven lag ihr sehr am Herzen. Auch er hatte sich in den letzten Tagen viele Gedanken gemacht und war froh über die Kontaktaufnahme. Die Eltern des kleinen Noah haben Sven dazu eingeladen, sie bei der Beerdigung zu begleiten. Und Sven sagte zu. „Das hat uns so viel bedeutet“, sagt die 21-Jährige.



Herzkrankes Kind stirbt auf Heimweg von Klinik: Mutter sucht den Ersthelfer

Lesermeldungen zum Thema: 

Hallo, meine Name ist ***** und komme aus dem kleinen Thüringen. Ich laß gerade diese Nachricht über den kleinen Noah, mich hat es zu tiefst geschockt das er den Kampf leider verloren hat. Meine Frage, wie kann man aus der Ferne helfen? Ich würde dies gerne tun.

Mein aufrichtiges Mitgefühl für die Familie. Ich selber komme gerade aus der Nachsorgeklinik Tannheim bei Villingen/ Schwenningen und kann der Familie nur empfehlen, wenn sie Unterstützung brauchen, gibt es dort eine FOR (Familienorientierte Rehabilitation) für verwaiste Familien. Mit freundlichen Grüßen ******

Ich habe den Bericht über die junge Mutter gelesen, die ihren kleinen Noah verloren hat. Ich muss mich einfach melden und ihr sagen, dass sie nicht alleine ist mit ihrem Schmerz. Ich weine um ihren Sohn, und um meine. Ich werde ihren Noah in meinem Herzen tragen. Vor vier Jahren habe ich meinen zweieinhalb Jahre alten Sohn Jona verloren. Ich musste auch zusehen, wie er stirbt, wie er erfolglos reanimiert wurde. Seit August diesen Jahres bin ich mit meinem dritten Sohn Noah in der Uniklinik Erlangen. Er wird bald 11 Monate alt und hat einen seltenen Hirntumor. Bitte sagt der Mama sie ist nicht alleine, wir Mamas teilen unseren Schmerz und wir werden unsere Kinder wiedersehen! Anders kann es gar nicht sein…




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