Absturzsicherung an der Talbrücke Trockau montiert


A9, TROCKAU. Die Autobahnbaustelle zwischen Pegnitz und Trockau gehört der Geschichte an. Seit letzter Woche wurden alle Maßnahmen zurückgebaut. Nun ist bei Trockau tagsüber allerdings erneut eine Fahrspur in Fahrtrichtung Berlin gesperrt. Denn die Talbrücke Trockau wird derzeit mit einem zusätzlichen Aufsatzgeländer zur Absturzsicherung ergänzt.




Die Arbeiten werden seit Beginn dieser Woche bis voraussichtlich Ende der Woche durchgeführt, teilte die Autobahnmeisterei mit. „Hierfür wird tagsüber in Fahrtrichtung Berlin die rechte Fahrspur gesperrt“, sagte ein Sprecher der Autobahndirektion Nordbayern.

Das Aufsatzgeländer wird aus sogenannten Doppelstabmatten mit einem zur Fahrbahn hin abgewinkelten oberen Elementteil hergestellt. Die Kosten betragen etwa 200.000 Euro und werden vom Bund getragen. Die Autobahndirektion bittet Verkehrsteilnehmer für die Verkehrsbehinderungen um Verständnis und um erhöhte Aufmerksamkeit im Baustellenbereich. Die Maßnahme dient der Verkehrssicherheit und der Suizidprävention.



Tödlicher Brückensturz

Erst im Januar vergangenen Jahres starb ein 33-Jähriger nach einem Autounfall durch einen Sturz von der Talbrücke auf der A 9 bei Trockau. Auf der glatten Fahrbahn, es hatte geregnet und der Schneematsch machte die Straße rutschig, kam der Fahrer mit seinem Mercedes mit Hamburger Kennzeichen ins Schleudern und prallte gegen das Heck eines Lastwagens. Verletzt wurde der Mann hierbei nicht. Er stieg aus seinem Wagen und begab sich zum vermeintlich sicheren Fahrbahnrand.

Ein nachfolgender Citroen hielt rechtzeitig an, schaltete die Warnblinkanlage an. Ein weiterer Autofahrer erkannte sie Situation zu spät. Er war unaufmerksam, wie später das Amtsgericht feststelle. Der Fahrer knallte mit seinem Skoda Kombi gegen den Citroen und dieser erwischte das Opfer.



Durch den Aufprall wurde der 33-Jährige über die Brücken-Brüstung 30 Meter in die Tiefe geschleudert. Der Mann starb noch an der Unfallstelle. Später suchte dessen Lebensgefährtin über die sozialen Netzwerke noch nach dem Handy des Opfers. Denn darauf befanden sich unwiederbringliche Familienfotos. Der Fall sorgte für große Anteilnahme. Der Unfallfahrer wurde zu einer Geldstrafe verurteilt.

Durch das jetzt installierte Geländer hätte der Tod des 33-Jährigen vermutlich verhindert werden können.


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