Halloweenstreiche: Grenze zwischen Streich und Straftat!

 


BAYERN. In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November ziehen Kinder und Jugendliche wieder von Haus zu Haus und fordern „Süßes oder Saures“. Auch für die Polizei heißt es wieder verstärkt präsent zu sein, denn oftmals wird schnell die Grenze zwischen Streich und Straftat überschritten. Ein großes polizeiliches Lob gilt vorab alldenjenigen, die fröhlich und mit Rücksicht auf andere einen schönen Abend verbringen.




Blickt man zurück auf die polizeiliche Einsatzstatistik im Jahr 2018, so hatten alleine Unterfrankens Ordnungshüter in der Nacht zu Allerheiligen insgesamt rund 60 Einsätze mit einem direkten Bezug zu Halloween zu bewältigen (2017: 63; 2016: 90). Bei den Sachverhalten im vergangenen Jahr ging es zumeist um Sachbeschädigungen, Ruhestörungen oder Körperverletzungen. Insbesondere bei Sachbeschädigungen stellten sich einfache Streiche schnell als Straftaten heraus. Wer Häuser und Autos mit Eiern bewirft, Wände besprüht oder Briefkästen mit Feuerwerkskörper in die Luft sprengt, muss mit einem Strafverfahren rechnen.

Wer zu Halloween mit Zahnpasta das Auto der Nachbarn beschmiert und dabei beschädigt, der muss mit einer Strafe rechnen, auch wenn es nur als Scherz geplant war. (Harald Schmidt, Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes)



Appell an alle Halloweenfreunde

Die Polizei ruft dazu auf, die Grenze zwischen Streichen und strafbarem Handeln nicht zu überschreiten. Denn wenn aus harmlosen Scherzen Straftaten werden und jemand zu Schaden kommt, hört der Spaß auf. Bei einer ‚Gemeinschädlichen Sachbeschädigung‘ muss sogar mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe gerechnet werden“, erklärt Schmidt. Darunter fallen zum Beispiel Vandalismus an Parkbänken oder das Demolieren von Haltestellenhäuschen.

Auch wer nur mit dabei ist, bei einer abendlichen Tour durch die Halloween-Nacht und persönlich nichts beschädigt hat, kann unter Umständen wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung haftbar gemacht werden. Das bedeutet in jedem Fall eine Geldstrafe für alle Beteiligten, hinzu kommt noch die Summe der Schadenswiedergutmachung. Zu Halloween also besser die gesamte Energie und Kreativität in die Kostüme und die Dekoration stecken und nicht in Streiche! Sonst wird aus dem als Spaß gedachten Scherz schnell eine bittere Erfahrung.



  • Sprechen Sie im Vorfeld mit ihren Kindern über geplante Späße
  • Erläutern Sie ganz klar die Grenzen zur Straftat
  • Zeigen Sie Konsequenzen bei überzogenen Streichen oder übermäßigem Alkoholkonsum auf

Insbesondere die Jüngeren sollten am besten durch einen erwachsenen Halloweenfreund auf ihrer abendlichen „Süßes oder Saures“-Tour begleitet werden. Die Polizei wird auch in diesem Jahr wieder verstärkt im Einsatz sein und Präsenz zeigen, um strafbarem Handeln entgegenzuwirken und allen friedlichen Feiernden ein fröhliches Halloween zu ermöglichen.

Sollten Sie Zeuge oder Opfer einer solchen Straftat werden, scheuen Sie sich bitte nicht, den Notruf 110 zu wählen.





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