Geschmacklose Bewertungen nach Anschlag auf Dönerimbiss in Halle


HALLE. Nach den tödlichen Schüssen im Kiez-Döner in Halle, haben geschmacklose Internetnutzer schlechte Bewertungen für das Lokal abgegeben. Mitarbeiter würden alles fallen lassen und herumliegen. Lustig? Nein!




Es ist beschämend was nach dem rechten Terror in Halle noch alles nachkommt. Nach dem peinlichen Höcke-Statement jetzt auch Hohn und Spott für die Opfer und die Betreiber des Lokals.

„Die eine Bedienung hat die ganze Zeit alles fallen gelassen und der Andere hat sich hinterm Kühlschrank versteckt. Nie wieder“, heißt es beispielsweise in einer Bewertung. Ein anderer Nutzer schreibt: „Schlechter Döner. Hinter dem Kühlschrank bei den Getränken ist irgendwas rotes. Keine Ahnung was das ist.“

Offenbar nehmen die Rezensenten Bezug auf das Tätervideo. Todesopfer Kevin flehte um sein Leben, hatte noch versucht, sich vor den tödlichen Schüssen in Sicherheit zu bringen.

Seit dem Anschlag ist das Geschäft geschlossen. Auch hierüber wird sich lustig gemacht. „Völlige Frechheit. Trotz angegebener Öffnungszeiten heute einfach zu gehabt. Musste hungernd wieder abziehen.“ Einfach nur geschmacklos und menschenverachtend.




Kommentar von Markus Roider

„Bernd-Björn“ Höcke-Äußerungen sorgen für Verwunderung 

Der AfD-Spitzenkandidat für Thüringen, Björn Höcke twitterte nach den rechten Anschlägen von Halle, …“was sind das nur für Menschen, die anderen Menschen so etwas antun?!“. Herr Höcke, was sind das für Menschen, die andere Menschen jagen. Herr Gauland hat es schon bei der Bundestagswahl gesagt: „Wir werden euch jagen“. Und eigentlich dürfte es doch bekannt sein, was bereits einmal geschehen ist. Rechtsradikale jagen, verfolgen und töten Juden. Aber woher soll man das wissen, wenn man den Holocaust bezweifelt?! Der Täter von Halle ist ein Erbe der Geschichte. Ein Nachfolger derer, die in Deutschland schon einmal eiskalt und grundlos Juden getötet haben. Die Nazis. Und was sagte eins Herr Höcke dazu? Das Holocaust-Denkmal sei ein Denkmal der Schande. Er forderte eine 180-Grad-Wendung in der Erinnerungspolitik der deutschen Geschichte. Man solle aufhören, sich für die Vergangenheit zu entschuldigen. Herr Höcke, dann entschuldigen Sie sich doch mal für die Gegenwart und die Zukunft.



 



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