Nicht nur für Kinder: Masern-Impfpflicht ist beschlossene Sache


BERLIN. Das Kabinett hat es bereits beschlossen, nun muss nur noch der Bundestag zustimmen, was als Formsache gilt. Deutschland führt ab 2020 die Impfpflicht bei Masern ein. 




Ab März wird in Deutschland eine weitreichende Impfpflicht gegen Masern eingeführt. Das Bundeskabinett billigte am Mittwoch den Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), dem zufolge die Pflicht zur Impfung vor allem in Kitas und Schulen gelten soll. Für bereits aufgenommene Kinder sollen ärztliche Nachweise bis 31. Juli 2020 vorgelegt werden müssen.

Doch die Pflicht gilt nicht nur für Kinder. Auch Tagesmütter, Erzieher, Lehrer, medizinisches Personal und in Gemeinschafsunterkunften tätige Personen müssen geimpft werden. Andernfalls drohen Bußgelder bis zu 2.500 Euro.

„Wir wollen möglichst alle Kinder vor einer Masernansteckung bewahren“, erklärte Spahn. Denn Masern seien in höchstem Maße ansteckend und könnten einen sehr bösen, teils tödlichen Verlauf nehmen, so der Minister. Nach dem Kabinett muss jetzt noch der Bundestag zustimmen.



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