Kind missbraucht: Stiefopa muss drei Jahre ins Gefängnis


BAYREUTH. Er musste wegen einer Prostata-Erkrankung sein Glied eincremen. Die Enkelin sah einmal dabei zu, das war der Auftakt einer Missbrauchsserie.




Sie sei eine Lügnerin, haben Oma und Stiefopa immer wieder gesagt, doch der Missbrauch war glaubwürdig, sagte eine Gutachterin am Dienstag vor Gericht. Das Mädchen habe sich an spezielle Handlungen und Räume erinnert. Das sagte sie ihrer Therapeutin. Der Stiefopa setzte das heute 13 Jahre alte Mädchen unter Druck, sprach davon, sterben zu müssen, wenn sie nicht mache, was er verlange.

Zwischen 2015 und 2018 habe der 61-Jährige das Kind immer wieder missbraucht. Er soll auch Videos und Bilder gefertigt haben. Mit Geschenken habe er das Mädchen gefügig gemacht. Aussagen musste sie heute 13-Jährige nicht, denn der Angeklagte räumte alles ein, was ihm vorgeworfen wurde. Dafür gab es einen Strafrabatt. Das milde Urteil dafür: Drei Jahre Knast.

Er habe dem Mädchen einen Entschuldigungsbrief geschrieben, sagte der Mann vor Gericht. Dem Kind will er sich nicht mehr nähern, aber die Oma nach seiner Haftstrafe heiraten.



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