Familienauto kracht gegen Brückenpfeiler: Vater in Lebensgefahr


WACHENROTH, LKR. ERLANGEN-HÖCHSTADT. In den frühen Sonntagmorgenstunden ist auf der A3 zwischen den Anschlussstellen Höchstadt und Schlüsselfeld eine vierköpfige Familie aus Nordrhein-Westfalen verunglückt. Ihr Pkw kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Brückenpfeiler. Der Vater am Steuer erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Die Mutter wurde schwer, die beiden Kinder blieben leicht verletzt.




Nach ersten Erkenntnissen zum Unfallhergang war die Familie aus dem Raum Olpe kurz vor 06.00 Uhr auf der A3 zwischen den Anschlussstellen Höchstadt und Schlüsselfeld in Fahrtrichtung Frankfurt unterwegs. Aus bislang unklaren Gründen kam ihr VW von der Fahrbahn ab und prallte dort frontal gegen einen Brückenpfeiler.

Rasch waren neben Streifen der Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried der Rettungsdienst mit Notarzt und die Freiwilligen Feuerwehren aus Wachenroth, Mühlhausen und Höchstadt/Aisch vor Ort. Letztere befreiten den am Steuer eingeklemmten 45-jährigen Fahrer. Er erlitt lebensgefährliche Verletzung und wurde nach seiner notärztlichen Versorgung von einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.

Seine 35-jährige Ehefrau auf dem Beifahrersitz erlitt schwere Verletzungen. Die beiden Kinder im Alter von zwei und fünf Jahren kamen vorsorglich ebenfalls ins Krankenhaus. Angehörige kümmern sich um den Jungen und das Mädchen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Bamberg wurde zur Feststellung des Unfallhergangs und der Ursache ein Sachverständiger hinzugezogen.



Schwerer Folgeunfall in der Rettungsgasse

Die A3 war bis etwa 7 Uhr in Fahrtrichtung Würzburg komplett gesperrt. In der Folge baute sich ein langer Stau auf, in dem sich am Morgen dann ein weiterer schwerer Unfall ereignete. Der neuerliche Unfallverursacher soll laut Zeugenaussagen die Rettungsgasse genutzt haben. Mit hoher Geschwindigkeit sei er zwischen den beiden Fahrspuren an den wartenden Autos vorbeigezogen. Dann kam es zu einer heftigen Kollision. Dabei sollen mindestens drei weitere Fahrzeuge beschädigt worden sein, bevor seine Fahrt im Heck eines Lastwagens beendet war.

Der Unfallfahrer erlitt dabei schwere Verletzungen. Lebensgefahr kann derzeit nicht ausgeschlossen werden. Ob der Fahrer vorsätzlich handelte, oder ein gesundheitliches Problem vorliegt, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Der Stau auf der A3 hat unterdessen eine Länge von mehreren Kilometern erreicht. Gegen Nachmittag will die Polizei nähere Informationen mitteilen.

Rotes Kreuz versorgt Autofahrer

Unterdessen haben sich auch weitere kleinere Unfälle im Rückstau ereignet. Der Stau auf der A3 hat unterdessen eine Länge von mehreren Kilometern erreicht. Mehr als eintausend Fahrzeuge stehen in der prallen Sonne. Darunter auch Familien mit Kindern und mehrere Reisebusse. Das Rote Kreuz hat einen größeren Einsatz angesteuert, damit die Menschen im Stau versorgt werden können. Dazu sollte man jetzt aber die Rettungsgasse offen lassen.

 



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