Segelflieger abgestürzt: Zwei Insassen verletzt und eingeklemmt


NEUNKIRCHEN A.BRAND, LKR. FORCHHEIM. Schwere Verletzungen zogen sich am Freitagabend zwei Männer beim Absturz eines Segelflugzeuges am Flugplatz Hetzleser Berg zu. An der Maschine entstand Totalschaden in Höhe von mindestens 50.000 Euro. Ein Sachbearbeiter für Luftfahrtunfälle der Oberfränkischen Polizei hat die Ermittlungen vor Ort aufgenommen.


Das zweisitzige Segelflugzeug, Typ Twin Astir III, startete gegen 17.45 Uhr am Flugplatz Hetzleser Berg für einen Übungsflug. Insassen waren ein 63-jähriger Fluglehrer und sein 56 Jahre alter Schüler. Kurz nach dem Start konnte die Aufsichtsperson im Flugverkehrskontrollturm sehen, wie das Flugzeug offensichtlich abstürzte und wählte den Notruf.
Rasch kamen zahlreiche Einsatzkräfte von Rettungsdienst, Feuerwehr und der Polizei Forchheim vor Ort. Nach bisherigen Erkenntnissen stürzte das Segelflugzeug aus noch ungeklärter Ursache aus einer Höhe von zirka 30 Metern in eine Kirschbaumplantage, prallte erst gegen Bäume und dann zu Boden. Beide Insassen wurden in der total beschädigten Maschine eingeklemmt und mussten von Feuerwehreinsatzkräfte befreit werden.
Mit dem Rettungshubschrauber kamen die Schwerverletzten in Krankenhäuser. Ein Sachverständiger der Bundesstelle für Luftunfalluntersuchung kam vor Ort und unterstützt zudem die polizeilichen Ermittlungen. Laut Vereinsmitgliedern sei zunächst der platzeigene Sanitätsdienst ausgerückt, während zeitgleich ein Großeinsatz für Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst wurde. Im Einsatz waren die umliegenden Feuerwehren aus Gräfenberg, Igensdorf, Walkersbrunn, Dachstadt, Neunkirchen und Rödlas, sowie zwei Rettungshubschrauber, ein Polizeihubschrauber, mehrere Rettungswagen, ein weiterer Notarzt und der Einsatzleiter Rettungsdienst.

Der Flugplatz ist wegen seiner exponierten Lage nicht ungefährlich. Mann muss bei bei kräftigem Wind in beiden Landerichtungen „mit einem ausgeprägten Lee zu rechnen“, wie der Verein auf seiner Homepage schreibt.

 

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