70 Bewohner nach Kellerbrand evakuiert: 21 Menschen mussten durch Feuerwehr gerettet werden


NÜRNBERG. Große Aufregung am Montagmorgen in Nürnberg. Nach einem Kellerbrand am Dr. Luppe-Platz musste ein Mehrfamilienhaus mit über 70 Bewohnern evakuiert werden. Dabei hat die Feuerwehr 21 Menschen gerade noch rechtzeitig aus dem Haus gerettet, zwölf davon über die Drehleiter.


Gegen 04:55 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Kräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes zum Doktor-Luppe-Platz. Dort war es zu einem Kellerbrand mit einer massiven Rauchentwicklung in einem fünfgeschossigen Wohngebäude gekommen. Die Bewohner waren in ihren Räumen eingeschlossen und konnten sich nicht selbst in Sicherheit bringen.

Da die Leitstelle aufgrund der vorliegenden Informationen sofort bereits zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr an den Einsatzort beordert hatte, konnten die eingetroffenen Einheiten umgehend wirksame Maßnahmen ergreifen. Zum einen begannen mehrere Trupps unter Atemschutz damit den Brand im Keller zu lokalisieren und zu löschen, zum anderen wurde eine Menschenrettung über zwei Drehleitern und durch Atemschutztrupps über den Treppenraum durchgeführt.

Mehrere Hochleistungslüfter wurden eingesetzt um das Gebäude rauchfrei zu bekommen. Insgesamt mussten 21 Personen gerettet werden, zwölf über die beiden Leitern und neun mittels Fluchthauben über das Treppenhaus. Das Feuer war nach etwa 15 Minuten gelöscht. Alle Geretteten wurden vor Ort vom Rettungsdienst und Notärzten auf Rauchgasintoxikation hin untersucht, versorgt und betreut. Dafür stellte die VAG einen Bus der Verkehrsbetriebe bereit.

Von den rund 20 Verletzten, sie hatten Rauchgas eingeatmet, mussten zwei Personen zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus verbracht werden. Die N-ERGIE überprüfte die vom Brand beaufschlagte Strom- und Gasversorgung und führte Sicherungsmaßnahmen durch. Die Einsatzstelle wurde durch Polizeistreifen großräumig abgesperrt.

Im Einsatz waren rund 40 Kräfte der Berufsfeuerwehr, zu Spitzenzeiten 75 Kräfte des Sanitäts- und Rettungsdienstes mit fünf Notärzten, mehrere Polizeistreifen sowie Kräfte der N-ERGIE und der VAG. Die Brandermittler der Kripo Nürnberg sind bereits vor Ort. Sie können derzeit weder Angaben zur Brandursache noch zur entstandenen Schadenshöhe machen. Ihre Ermittlungen dauern noch an. Inzwischen konnten die Verkehrssperrungen wieder aufgehoben werden.

Auch im August 2018 brannte der Keller 

Bereits am 3. August kam es zu einem Kellerbrand in dem mehrgeschossigen Wohngebäude. Auch hier mussten mehrere Bewohner durch den Rettungsdienst wegen des Verdachtes auf eine leichte Rauchgasvergiftung untersucht werden. Zwei Kinder wurden zur weiteren Untersuchung ins Klinikum verbracht. Zudem rettete die Feuerwehr eine Katze aus dem dritten Stock. Ernsthaft verletzt wurden weder Mensch noch Tier. Gegen 00:30 Uhr ging in der Integrierten Leitstelle der Feuerwehr Nürnberg ein Notruf aus dem Dr.-Luppe-Platz ein. Von einem Mieter wurde eine Rauchentwicklung im Treppenraum des fünfgeschossigen Wohngebäudes gemeldet. Die Leitstelle alarmierte daraufhin Einheiten der Feuerwachen 3 und 4 an die Einsatzstelle. Beim Eintreffen der Kräfte schlugen bereits Flammen aus einem Kellerfenster.

Während der Löscharbeiten kam es zu einer Beschädigung der Wasserleitung und der Stromversorgung. Mitarbeiter der N-ERGIE unterstützten die Arbeiten der Feuerwehr vor Ort. Gegen 03:00 Uhr waren alle Einsatzmaßnahmen soweit abgeschlossen, dass die Mieter wieder in ihre Wohnungen zurückkehren konnten. Eingesetzt waren 25 Einsatzbeamte der Berufsfeuerwehr, ein Notarzt, sieben Kräfte des Rettungs- und Sanitätsdienstes, mehrere Polizeibeamte und zwei Mitarbeiter der N-ERGIE.

Die Polizei prüft Zusammenhänge.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.